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[Reisen] Ausflug ins Technikmuseum Speyer!

Der Februar war so gar nicht mein Monat, was meine Gesundheit anging und so lag ich primär in meiner Wohnung herum. Anfang März fiel mir dann aber doch echt die Decke auf den Kopf und so kam mein bester Freund vorbei und schnappte mich zu einem Ausflug ins Technikmuseum Speyer. Da er ebenfalls krank war, gaben wir ein super Team ab und verbrachten so 4 Stunden im Museum. Wer mehr Zeit hat, der Dom in Speyer ist ebenfalls sehr sehenswert!

Vorneweg, ich liebe Museen, aber Technikmuseen sind weniger meines, die Ausnahme war bisher das Deutsche Museum in München, welches mich nachhaltig begeistert hat. Sonst halte ich mich aber an Kunst oder Ethnologie..selten noch Naturkunde, aber Technik ist nicht mein Steckenpferd. Sind mein bester Freund und ich gemeinsam im Urlaub, teilen wir unsere Tage da auch immer etwas auf, sodass er sich seine und ich mir eben meine Museen anschauen kann. Neben dem Technikmuseum in Speyer gibt es noch ein weiteres in der Nähe, in Sinsheim, aber fragt mich nicht, was der Unterschied ist 😉

Das Technikmuseum hat einen Parkplatz, welcher 2€ kostet, was bei den 21€ (!!) Eintritt meiner Meinung nach aber mal locker drin sein dürfte. Nungut, dafür hatten wir den Eintritt in das IMAX-Kino, welchen wir dann auch nutzten und uns einen Film über die Unterwasserwelt Neuguineas ansahen. Mir wurde dieses Mal auch trotz sich bewegender Leinwand nicht schlecht, aber allzu spannend war der kindgerechte Film nicht, da hätten auch dreißig Minuten gereicht – oder wir hätten uns für die National Geographic Reportage über Jerusalem, die später lief, entscheiden sollen. Das Museum besteht aus dem Hauptgebäude, wo man Eintrittskarten, Souvenirs, Arkaden, das Kino, ein Kiosk sowie die erste riesige Ausstellungshalle mit Fahrzeugen aus jeglichen Epochen hat. Diese Halle kann aus Denkmalschutz nicht geheizt werden, somit bringt euch dicke Sachen mit, es war gut kalt. Hier haben mir die Erklärungen etwas gefehlt, man konnte sich auch nicht in die Autos setzen etc und ja, das war etwas langweilig.

Dann ging es in den Innenhof, wo man in Hubschrauber, Flugzeuge, Schiffe und ein Uboot klettern konnte und das hat um Welten mehr Spaß gemacht! Wir haben zwar beide mit Höhenangst gekämpft, aber es war spannend, sich mal in einen Helikopter zu setzen..und ganz vielleicht habe ich mich in einem russischen Flugzeug, einem Antonov, so gekonnt hingesetzt, dass erst einmal die Bank unter meinem Gewicht zusammenbrach (was ich im Hinterkopf behalte, sollte ich mal mit Aeroflot fliegen müssen).

Danach ging es in die Raumfahrt-Halle, wo wir uns ein Space-Shuttle, das russische BURAN und z.b. den Nachbau der ISS angeschaut haben. Ansonsten hatte diese Halle noch sehr viel mit Motorrädern, was wir jedoch weniger spannend fanden. Somit ging es in den Hangar 10, das Restaurant des Museums, wo ich mir Kaffee (2,40€) und eine Portion Pommes (2,50€) gönnte. Preislich in Ordnung, kulinarisch kein Hochgenuss. Anschließend ging es noch über den Parkplatz in das Museum Wilhelmsbau und wer Kuriositätenkabinette mag, wird es lieben! Auf vier Etagen gibt es eine bunte Zusammenstellungen von Puppen, Kleidung, Musikinstrumenten, ausgestopften Tieren und aktuell einer skurrilen Lindenstraßen-Ausstellung..hier musste ich herzhaft lachen, so absurd war es 🙂

Allerdings gab es hier wirklich viel zu entdecken und auch die nicht ganz so technikaffinen Besucher finden bestimmt ein paar spannende Sachen. Für das Maritimmuseum hatten wir – obwohl es nur ein Raum war – dann leider keine Zeit mehr. Dafür, dass es ein Samstagmittag war, muss ich sagen, war sehr wenig los, wir mussten nie anstehen oder irgendwo warten. Das könnte aber daran gelegen haben, dass es der erste schöne Tag Anfang März gewesen ist und wahrscheinlich alle lieber die Sonnenstrahlen genossen haben.

Insgesamt hatten wir ein paar schöne Stunden, aber allein wegen dem Preis würde ich nicht noch einmal hingehen, das ist einfach zu teuer. Bedenkt man, dass man als Familie hingeht, hat man locker 50€ nur an Eintritt weg und nee..da gehe ich doch lieber in drei Kunstmuseen für den Preis 🙂 Sollte ich aber mal wieder in der Nähe sein, würde ich mir die Stadt Speyer mal genauer ansehen – da habe ich Jahre in Heidelberg gewohnt, habe es aber nie hingeschafft, da ich immer an der Uni oder auf irgendeiner Party am Wochenende war.

Seid ihr schon einmal im Technikmuseum gewesen? Wie hat es euch gefallen? Falls ihr Tipps für Museen in Barcelona und Madrid habt, nur her damit, da bin ich nämlich gerade unterwegs!

[Reisen] Ein Nachmittag in Ladenburg/Bergstraße!

Ladenburg kenne ich als Namen schon viele Jahre, da ich in Heidelberg studiert habe, dort mal gewohnt habe und sonst immer zwischen Heidelberg und Darmstadt gependelt bin. In Ladenburg hält der Zug und somit habe ich diesen Stadtnamen schon zigmal gehört. Ausgestiegen bin ich aber nie 😉 Da ich gerade mal wieder für kurze Zeit in Heidelberg gastiere, schnappte ich mir an einem freien Nachmittag also spontan mein Rad und fuhr quer über die Felder nach Ladenburg.

LadenburgLadenburg ist eine kleine Stadt (11.000) Einwohner, die einen sehr ruhigen und etwas verschlafenen ersten Eindruck bot. Was aber auch daran gelegen haben kann, dass es wirklich richtig heiß war und man sich mehr durch die Strassen schleppte 😉 Die historische Innenstadt (wie ihr oben am Marktplatz sehen könnt) steht voller Fachwerkhäuser, Kirchen und auch von der mittelalterlichen Stadtmauer sind noch viele Teile erhalten. Ich weiß, alle schreien immer sie wollen nach Heidelberg, aber ich fand es hier wirklich angenehmer. Ruhig, wenig Menschen, man konnte sich ganz der historischen Kulisse hingeben. Da mir auch kaum Autos begegneten, fühlte man sich etwas in eine andere Zeit versetzt.

LadenburgEs gibt einen gut gekennzeichneten Rundweg, der einen quer durch die Stadt und an allen „wichtigen“ Punkten vorbeiführt. Diesen bin ich gelaufen und fand ihn wirklich großartig! An jedem „Punkt“ steht dann noch einmal eine Tafel und erklärt einem etwas. Leider war ich mal wieder schlecht im Zeitmanagment und konnte mir das Lobdengau-Museum (unten rechts) nicht mehr ansehen. Sie hatten aber netterweise einen Nachbau der sich im Museum befindenden Jupitergigantensäule vor dem Gebäude aufgestellt und somit bekam ich immerhin einen ersten Eindruck.

LadenburgAuch wenn das Bild jetzt nicht dafür spricht, Ladenburg hat viele Parkanlagen und somit habe ich mir gleich zwei Eispausen während meines Rundganges gegönnt 😉 So kann ein Mittagessen also auch mal aussehen *g* Besonders gut gefielen mir das Martinstor und der Hexenturm, die ich mir während einer weiteren Pause längere Zeit ansah.

Nach erholsamen 2,5 Stunden hatte ich dann soweit alles an dem Rundweg gesehen und auch einige Ruhezeit im Grünen gehabt. Wer also mal nach Heidelberg fährt oder Lust auf einen Ausflug ins Mittelalter hat, dem kann ich den kurzen Abstecher nach Ladenburg definitiv empfehlen. Ich glaube, dass ich mich sogar noch einmal auf mein Rad schwingen werde, um mir das Museum anzusehen. Carl Benz hat wohl auch noch ein Haus in Ladenburg, das man besichtigen kann, aber da bin ich dann doch eher nicht so interessiert. Man bekommt hier alles, was man sich unter „Bergstraße“ vorstellt, bis eben auf die Berge direkt an der Stadt. Aber die sieht man trotzdem grün-glücklich in der Ferne aufragen!