Schlagwort: Minimalismus

[Beauty] Nagellack – Aufbrauchprojekt 2018!

Ein neues Jahr, eine neue Runde. Nachdem mir meine Nagellacksammlung wirklich zu groß wurde und sich trotz Kaufverbot da nichts dran änderte, beschloss ich letztes Jahr, mir ein paar Lacke rauszusuchen und diese konsequenter zu benutzen. Da dies erstaunlich gut geklappt hat (Endstand hier), mache ich das 2018 einfach auch. Natürlich nutze ich nicht nur diese, das wäre dann doch zu limitierend, aber ich greife einfach häufiger danach bzw nehme sie mit, wenn ich wieder in der Welt unterwegs bin.

Ausgesucht für dieses Jahr habe ich mir einen alten Bekannten und vier Lacke, nach denen ich so gut wie nie greife. Man sieht, wie wenig in den Flaschen fehlt und dabei sind sie schon locker 2-3 Jahre bei mir. Mit Klarlack kann man mich nicht locken, alleine ist er langweilig und ich bin oft zu faul für einen Topcoat. Das will ich aber ändern und den schon letztes Jahr ins Projekt aufgenommenen Essence Top Speed Gloss endlich aufbrauchen.

Der p2 Sand Style Nagellack in confidental war vor längerem Mal total gehypt (erinnert sich noch wer?). Ich fand die Textur genau einmal spannend, danach griff ich nie mehr danach. Ich wusste nicht mehr so genau, warum, lackierte ihn für Silvester und erinnerte mich, wie grausam es ist, diesen Lack in zwei Schichten wieder abzukriegen. Ich habe das Gefühl, wir haben einen neuen Kandidaten für die Fußnägel, wobei ich ihn jetzt gar nicht mal unschön von der Farbe her finde.

Der Avon Lack in der Nuance rave ist soooo sheer und flüssig, dass wir bisher auch keine guten Freunde wurden. Er hat aber einen netten Schimmer und da mich diese 12ml-Flasche immer böse anschaut, wenn ich meine Nagellacktruhe öffne, versuche ich es jetzt noch einmal mit ihm.

Ebenfalls im schimmernden Sektor befindet sich der Catrice Lack in Be My Millionaire, welchen ich wohl am häufigsten von allen Lacken hier getragen habe. Er ist auch nicht schlecht, zumindest erinnere ich mich gerade nicht, aber irgendwie auch nie ein Lack, nach dem ich sonderlich gegriffen habe. Jetzt wird er etwas ins Rampenlicht gestellt und ich bin frohen Mutes, dass ich ihn bis Ende des Jahres geleert habe.

Last but not least ein Lack von einem Lidl-Event, welche ich genau einmal lackiert habe. Die Farbe Vintage Mauve von Cien ist genau meine für den Frühling und Herbst, aber ich glaube, ich fand die Textur und Haltbarkeit nicht sonderlich überzeugend. Wir werden sehen, wie er sich bei einer zweiten Chance schlägt, ich hoffe ja gut, denn die Farbe ist toll!

Und das waren sie schon, dieses Mal sind es keine zu verrückten Farben, sondern alle alltagstauglich, wobei der Sandlack durch seine Textur eben rausfällt. Aber wie gesagt, der wird wohl seltener auf die Finger dürfen, da mich das Ablackieren nervt und somit meinen Füßen etwas mehr Extravaganz schenken. Habt ihr auch eine etwas überquellende Nagellack-Sammlung und vielleicht ein ähnliches Projekt am Start? Das würde mich ja mal interessieren!

[Beauty] Hit the pan – Nagellack-Endstand

Im April 2017 begann ich (nach der Zählung meiner Nagellack-Sammlung) mit einem Nagellack-Aufbrauchen-Projekt und wollte euch jetzt passend zum Ende des Jahres ein Fazit geben. Vorneweg: ich müsste rein theoretisch nie mehr in meinem Leben Nagellack kaufen, wenn er denn ewig halten würde, denn ich habe mehr als genug für ein Leben. Oder zwei.

Bisher habe ich das dieses Jahr auch konsequent vermieden, was teilweise gar nicht so einfach war, da ich größtenteils unterwegs war, nur wenige Farben dabei hatte und dann ab und an in Australien, Mexiko oder Kanada doch gerne mal eine neue Nuance gehabt hätte. Aber nein, ich bin nicht schwach geworden und will auch 2018 weiterhin nur reduzieren und nicht nachkaufen (als Beautyblogger vielleicht nicht die sinnvollste Idee, aber ach, mein Blog, meine Entscheidung).

Begonnen habe ich mit diesen vier Nagellacken, von denen ich nun behaupten kann, dass sie ALLE leer sind. Zunächst verließ mich der rote von Chicogo (2. v. l.) und der pinke von Mavala (2. v. r.), was recht schnell ging, da sie schon halb leer waren. An dem korallenen von Manhattan und dem dunkel-lilanen von OPI hatte ich auf mehreren Kontinenten meine Freude, erstere blieb in Kanada zurück, zweiterer wanderte in New York in den Müll.

Im August „stockte“ ich mein Projekt etwas auf und ließ meinen liebsten Sally Hansen Lack in taupe mitkommen sowie meinen absoluten grünen Lieblingsnagellack aller Zeiten von Catrice (leider aus einer LE) und einen langweiligen Klarlack von Essence. Beide Lacke würde ich am liebsten immer und nie tragen, weil sie ja leergehen könnten, aber so stehen sie auch nur rum und dicken mir ein. Da es herbstlicher wurde, fand ich die Farben auch passend. Den Klarlack ließ ich dann aber irgendwann zurück, da ich nie zu ihm greife – wenn ich aber wieder in Deutschland bin, bekommt er eine neue Chance, ich sollte ihn einfach als Base nehmen.

Bevor ich Kanada in der letzten Oktoberwoche verließ, sah es so an der Nagellackfront aus – der Klarlack wurde in Deutschland zurückgelassen, der lilane Lack von OPI endlich mehr benutzt und die beiden anderen seltener verwendet, da es noch nicht herbstlich genug war. Gut, dass es im folgenden Monat in New York bitterkalt und so regnerisch-grau-eklig war, dass ich nur noch taupe tragen wollte. Und ein bisschen grün, wobei ich mir diesen für den Dezember in Mexiko aufheben wollte.

 

Jetzt sind wir am Ende des Jahres angelangt und ich kann sagen, dass ich es hingekriegt habe, 5 Nagellacke in einem Jahr aufzubrauchen. Natürlich habe ich – wenn ich in Deutschland bei meiner Sammlung war – auch andere Farben getragen und nicht nur diese und teilweise habe ich auch ein paar Wochen mal gar keinen Lack getragen, wenn es reisebedingt nicht ging. Mein Ziel, ein Nagellack-UHU zu werden, habe ich also ganz knapp erreicht, 99 Stück besitze ich nun noch. (Wobei ich ein paar Lacke von Catrice gewann, welche ich aber noch nicht gesehen habe und vielleicht einfach weiter verschenken werde – Blogverlosung?).

Ich weiß nicht, ob 5 Nagellacke in einem Jahr viel für euch sind, für mich sind sie es, da ich so selten eine Flasche leer bekomme. Was eben daran liegt, dass ich so viele habe und selten einen Lack mehrmals im Monat trage. Wobei ich mir das für die Zehen jetzt angewöhnt habe, einfach eine Farbe durchgehend tragen und nur drüber lackieren – funktioniert für mich faulen Menschen prima.

Auch in 2018 werde ich mir wieder fünf Nagellacke herauspicken, welche ich einfach häufiger als den Rest lackieren will und mich so weiter Richtung Nagellackabbau begeben werde. Ein Klarlack muss auf jeden Fall auch da rein, ich habe so viele und nutze sie wirklich nie. Mal sehen, wie ich mir das angewöhnen kann. Ansonsten leben meine kleinen Schätze weiterhin in ihrem Douglasboxen und es sieht gar nicht so schlimm aus, bis man die Box im Regal bewegen mag und sich fragt, warum zur Hölle sie so schwer ist und dann mit so 30 Nagellacken konfrontiert wird.

Wie sieht es bei euch in den Regalen aus? Wie viele Nagellacke besitzt ihr? Ist noch jemand dreistellig? Habt ihr vielleicht auch Lust, ein kleines Aufbrauchprojekt zu starten? 

[Lesenswert] Stadt – Land – Überfluss von Jörg Schindler

Über das Buch Stadt – Land – Überfluss: Warum wir weniger brauchen als wir haben von Jörg Schindler stolperte ich das erste Mal direkt nach seinem Erscheinen im Dussmann, schaut rein, fand es interessant, kaufte es aber nicht (da Buchkaufstop). Jetzt fand ich es zufällig bei einem Freund im Regal und lieh es mir gleich mal aus 🙂

Stadt Land Überfluss

Worum geht’s Der Titel verrät es schon, es geht um den Überfluss in unserer Gesellschaft und das beleuchtet der Autor anhand diverser Themen. Sei es Essen, Medizin, Körperkult, Reisen, Arbeit, Fußball, Autos, Shopping, Kommunikation oder unser Zeitmangel im Alltag, zu jedem der Bereich hat er locker-leichte Geschichten parat. Aufgelockert wird alles noch durch passende Zitate und eben Gegenbeispiele von Menschen, die sich nicht diesem Überfluss-Leistungs-„Druck“ beugen, sondern ihr eigenes Ding machen. Statt „so viel wie nur möglich“ geht es hier um das bewusste Konsumieren, über den Gewinn an Lebensqualität, Zeit und Zufriedenheit durch eben diesen Lebensstil.

Wie ist’s Nett. Kein mein Leben veränderndes Buch, kein „must du unbedingt gelesen haben“-Kandidat, aber man kann es schnell runterlesen, zwischendrin aufhören und doch wieder gut reinfinden. Die Kapitel sind nicht allzu lang, durch die Themenvielfalt ist es sehr abwechslungsreich und ich hatte es schnell durchgelesen. Einige Stories klingen sehr klischeehaft, aber hey, die muss es ja auch geben. Man bekommt hier aber nicht nur private Aussteiger-Stories erzählt, sondern auch z.b. die (negative) Entwicklung von Medizin und Autoindustrie verdeutlicht.

Wer sich mit dem Thema Selbstverwirklichung (wo ist der Sinn bzw Nutzen? Bin ich/Muss ich höher/schneller/weiter?) beschäftigt oder neu im Bereich Minimalismus und Entschleunigung ist, wird hier bestimmt einige spannende Sachen erfahren. Für schon in diesen Themen belesene Menschen ist das Werk aber nicht mehr allzu „neu“, das meiste weiß man dann schon. Schön aufbereitet ist es aber trotzdem und ich denke, besonders als Geschenk für Menschen, die sich über ihr Leben beklagen, genau das Richtige! Zum Nachdenken regt es nämlich allemal an!

Da hat es mich zwei Jahre gebraucht, dieses Buch zu lesen, ich würde sagen, das passt ja auch..statt „muss ich sofort haben“ eben „mal sehen, wann sich unsere Wege wieder kreuzen“. Solltet ihr es finden und vom Thema her spannend findet, lest doch mal ein wenig rein..apropros in bisschen über einem Monat ist schon wieder Buchmesse in Frankfurt, ich freue mich! 🙂

[Beauty] What’s in my shower – die Minimalismus-Version!

Zugegeben, in meiner Dusche steht immer noch mehr herum, als ich bei einem Duschvorgang nutzen kann, aber es wird ja auch nicht jedes Produkt jedes Mal benutzt, wie eben ein Peeling oder eine Haarmaske. Wenn es hart auf hart kommt (ich z.b. für nur wenige Tage verreise), kann ich mich aber auch sehr beschränken und bin das letzte Wochenende mit nur drei Pflegeprodukten ausgekommen. Da ich diese bei meinen Eltern für’s nächste Mal gelassen habe und sie somit nicht demnächst in einem Aufgebraucht-Post vorkommen, möchte ich sie euch heute kurz vorstellen!

What's in my shower

Zum Haarewaschen habe ich mir das Repair Shampoo mit Keratin von Cien (250ml für 1,29€) gegriffen. Dieses gibt es bei Lidl, eine passende Spülung haben sie auch im Sortiment. Dank der Keratin-Formel soll dem Haar seine natürliche Stärke zurückgegeben und es gleichzeitig vor dem Austrocknen geschützt werden. Fühlbar mehr Geschmeidigkeit und sichtbar mehr Glanz sollen dem Haar auch noch verliehen werden. Für meine frisch colorierten Haare fand ich diese Versprechungen super und kann sagen, dass ich hier auch nicht meckern kann. Meine Haare waren geschmeidig, glänzten schön und fühlten sich nicht mehr ganz so ausgetrocknet an. Durchkämmen ließen sie sich im nassen Zustand auch ohne größere Probleme. Manko des Shampoos ist bei meinen Haaren aber leider, dass mein Ansatz hier sehr schnell nachfettet und ich eigentlich täglich meine Haare waschen müsste. Somit würde ich das Produkt nicht als Alltagsbegleiter wählen, sondern eher als Sofort-Hilfe, wenn meine Haare einen kleinen Booster brauchen!

Weiter geht es mit der Creme Sensitive Cremedusche von Nivea (250ml für 1,60€), welche dank einer Cashback-Aktion zu mir kam. Sie ist aufgrund ihrer milden Formel aus natürlichem Kamille-Extrakt sehr sanft zur Haut und somit die optimale Pflege bei empfindlicher Haut. Diese habe ich zwar nicht wirklich, aber ich wollte einfach einmal eine seifenfreie Pflege ausprobieren. Unter der Dusche selbst ist das kein großes Spektakel, ich konnte den Duft eigentlich überhaupt nicht wahrnehmen und auch Schaum sucht man eher vergeblich. Was aber egal ist, wenn die Pflege stimmt oder man eben empfindliche Haut hat. Nach dem Duschen musste ich mich nicht mehr eincremen, hier hat die Pflegewirkung der Cremedusche komplett ausgereicht, was natürlich besonders im Sommer super ist. Insgesamt kein Produkt, was mich jetzt umhaut, da ich gerne Geruchsexplosionen unter der Dusche habe, doch meine Haut scheint es zu mögen und so wird es bestimmt irgendwann einmal nachgekauft!

Da ich doch wirklich keine Spülungen mehr bei meinen Eltern habe (so langsam klappt dieses Aufbrauchen), musste ich umdisponieren und griff zu der BB Creme von Pantene Pro-V (145ml für 6,80€). Diese kann man sowohl im feuchten als auch im trockenen Haar anwenden und sie soll Kraft, Glanz, Geschmeidigkeit, Pflege ohne Beschweren und Feuchtigkeit bieten sowie Haarschäden reparieren. Da ich mehr der Auswasch-Typ statt der Aufs-Haar-Schmier-Typ bin, wenn es um Haarpflege geht, habe ich selten zu der BB Creme gegriffen. Was echt doof ist, denn meine Haare sehen nach der Anwendung einfach nur grandios aus und fühlen sich auch so an. Teils fremde Menschen greifen einem da in die offenen Haare und sind begeistert, dass es so weich ist wie es aussieht, was insgesamt eine verstörende Situation ist, die Wirkung aber ganz gut beschreibt. Ich schüttle die Packung und verteile dann zwei Pumpstöße in meinen Längen, die sich hervorragend durchkämmen und danach stylen lassen.

Manchmal kann es so reduziert und schnell gehen, wie sieht es bei euch so unter der Dusche aus? Habt ihr eher weniger Sachen oder eine ganz Bandbreite an Auswahl? Auch in meiner Wohnung versuche ich, nur ein Produkt je Kategorie zu haben, was mir mittlerweile meist gelingt..nichts im Vergleich zu der Duschgelsammlung, die ich früher dort stehen hatte!