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[Yummi] Thailändische Teller-Einblicke #2

Nachdem ich es recht schnell aufgegeben habe (trotz Beschreibung in Thai, was ein Veganer nicht essen darf) vegan zu essen, komme ich vegetarisch in Thailand gut zurecht. Es ist zwar keine so grandiose Auswahl wie in Indien und einige der Gerüche auf den Märkten sind jenseits von gut und böse für mich, aber man kann sich trotzdem gut sattessen. Wenn man ein wenig googlet, findet man dann auch rein vegetarische Restaurants, wo man einfach wahllos auf irgendein Bild oder eine Nummer zeigt – ich weiss zwar nicht unbedingt, was ich gegessen habe, aber lecker war’s (siehe weiter unten). Obwohl ich übrigens immer scharf sage, wird mir das Essen meist doch westlich lasch präsentiert, selbst in absolut untouristischen Orten..aber da würze ich dann selbst nach, eingelegte Chilis findet man nämlich auf so ziemlich jedem Tisch! Zwischen Nord- (Chiang Mai), Süd- (Koh Jum) und Hauptstadtthailand konnte ich übrigens keinen wirklichen Unterschied merken, aber das liegt wahrscheinlich am fehlenden Fischgenuss!?

Ich liebe Sachen mit grünem Tee und somit musste dieser Matcha Donut als gesunder Snack einfach mit, ich habe ihn inhaliert und war glücklich, der größte Donutfan werde ich aber nie. In Chiang Mai stolperte ich über diesen Gemüsewrap und ach herrlich war er, am liebsten hätte ich noch einen verputzt; mittags gab es Kürbis mit Reis, was verdammt und unerwartet süß war. Die thailändische Küche „würzt“ aber eh sehr viel mit Zucker, woran ich mich erstmal gewöhnen musste. In Fruchtform finde ich das ja super und einen Passionsfruchtsaft gibt es eigentlich jeden Tag als Erfrischung zwischendurch.

Wenn es richtig heiß ist, habe ich meist wenig Lust auf etwas „richtiges“ und somit sind Smoothies (hier in Banana Berry in der Seescape Gallery in Chiang Mai) genau meins – abends darf es dann gerne vegetarisches Pad Thai sein, was als Streetfood verdammt günstig und sattmachend ist. Da ich meinen Auslandsaufenthalt ohne Flug (und Leben in Thailand) geplant habe, musste ich ein bisschen auf’s Geld achten, Thailand ist definitiv nicht Indien, was das angeht. Gegönnt habe ich mir aber doch einen Kit Kat Blizzard von Dairy Queen, wenn ich es schon einmal kann. Das war die Überraschung für mich, was in Thailand an amerikanischen Fastfood-Ketten vertreten ist. Einen Erdbeer Slurpee von Seveneleven musste ich auch probieren, aber nee, das ist nicht wirklich meines!

Im Morning Glory (ebenfalls in Chiang Mai) habe ich mein liebstes Gemüse-Tofu-Curry in Thailand gegessen. Das war so aussergewöhnlich gut gewürzt und knackig-frisch, in vier Tagen musste ich hier zweimal essen und wäre am liebsten noch mal hin! Hat wer Getränke statt Mittagessen gesagt? Hier haben wir einen Passionsfruchtsmoothie, grünen Tee mit Zitrone und einfach nur einen Eistee. Solche Getränke gibt es günstig an jeder Ecke und ich muss mich immer stark zusammennehmen, nicht ständig Nachschub zu holen! Mein Plastikgewissen weint etwas, hier hat man alles in Plastikverpackung und dann kommt nochmal Plastik drum und eine Tüten drüber und ach, schlimm!

Mein erstes Morning Glory (Wasserspinat und anderes Gemüse) war bisher das schärfste Gericht und ich habe es sehr genossen. Wasserspinat schmeckt jetzt nicht sonderlich anders wie regulärer Spinat, aber optisch gefiel’s mir sehr gut. Hier seht ihr einen Passionsfruchtsmootie und einen Matcha Latte mit Bubbles, bei beidem misslang die Kommunikation und ich bekam den doofen Plastiktragegriff. Lecker waren sie aber beide, die erste Bubble spuckt ich nur aus, da ich gar nicht sah, dass die dabei waren und dachte, ich hätte gerade einen Käfer im Mund. Einen kurzen Schock später habe ich mich dann mit ihnen arrangiert. Ganz weihnachtlich (wieso auch immer) kamen diese Schokokekse daher, die mein Abendessen auf der 14-Stunden-Zugfahrt waren. Müsste ich jetzt nicht nochmal haben, aber hey, weihnachtlicher wird es wohl nicht mehr!

Oben haben wir wieder Pad Thai, dieses Mal aber mit winzigen Garnelen, die ich raussortieren musste, die ältere Verkäuferin und ich waren wieder lost in communication und wegwerfen wollte ich es auch nicht. Oben rechts ist so ein „deute einfach drauf“-Gericht und ich habe keine Ahnung, was das grüne, runde Gemüse ist, aber lecker war’s. Am Busbahnhof habe ich mir Reis mit zwei Gerichten ausgesucht, man mag hier Ei und auch wenn ich das normalerweise nicht esse, hier hat es der Hunger reingetrieben (nächste Woche in Indien ist das dann wieder vorbei). Im Bus bekamen wir als Verpflegung dieses Brötchen mit Mungbohnenfüllung, was geschmacklich einfach bedeutungslos war, aber ich bin mehr als nur fasziniert, dass es bis zum 12.12.59 (!!!) haltbar ist, was zur Hölle ist da denn drin?!

Ich hatte Lust auf Pommes und das Veggiesandwich dazu war auch nicht verkehrt; natürlich gab es dazu noch eine große Menge Ketchup. Iced Coffee und Passionsfruchtsmoothie, wer hätte es gedacht, ich übertreibe echt nicht, was meinen Konsum in den letzten Wochen angeht, aber das kriege ich in Indien dann eben nicht mehr. Ab und an gab es auf der Karte nichts vegetarisches bis auf Fried Rice mit Gemüse und dann habe ich das eben gegessen, nicht mein Lieblingsessen, aber auch nicht schlecht, nur meist bisschen langweilig.

Um den Beitrag abzuschließen, hier noch einmal zwei Pad Thai Varianten (man beachte bitte die fast identische Salatgurkendeko), die ich so an zwei Tagen ass und beide sehr lecker fand, langsam reicht es jetzt aber auch. Ganz gesund gab es auch zweimal Lays Chips zum Abendessen, die originale Sorte mag ich, die Sweet Basil Chili Sorte war eher fragwürdig. Ebenso werde ich leider nicht mit Drachenfrucht warm, so sehr ich es auch will. Denn es ist so ein einfacher Snack, einfach nur aufschneiden und loslöffeln, aber der Geschmack in Kombi mit der Konsistenz ist irgendwie nicht meines – den Thai Ice Tea dabei fand ich um Welten besser und hätte mir lieber noch einen holen sollen statt der gesunden Frucht.

Ihr seht, verhungert bin ich absolut nicht, Thailand war gut zu mir. Die letzten Tage in Bangkok werde ich noch mein restliches Geld verfuttern und bestimmt noch ein, zwei Blizzards sowie Thai Ice Teas zu mir nehmen. Wenn ihr ehrlich bin, freue ich mich aber schon wieder wahnsinnig auf Indien und all meine Lieblingsgerichte, die ich die nächsten zwei Monate verputzen kann. Indien > Thailand, wenn ich eine kulinarische Gleichung aufstellen müsste..was sagt ihr, mögt ihr die thailändische Küche? Könnt ihr mir noch ein vegetarisches Gericht verraten, was ich unbedingt probieren müsste? Oder habt einen Essenstipp für Bangkok parat? 

Mein 1-Tages Juice Detox Cleanse von Juice Fresh!

Disclaimer vorneweg: ich hätte von selbst nie im Leben bei Juice Fresh eine 1-Tages Juice Cleanse gekauft, da ich mir a) nicht vorstellen konnte, dass es was bringt und b) ich keine 45€ für sechs Säfte ausgeben würde, egal welche Wunderwirkung sie auch haben würden! Nach dieser Negativität kommen wir jetzt aber zum eigentlichen Thema und zwar eben angesprochener Saft Detox. Ich hatte sie bei einem Bloggewinnspiel gewonnen und war natürlich schon sehr neugierig darauf zu sehen, ob ich an mir selbst (positive) Veränderungen wahrnehmen würde. Da ich sehr gerne Säfte trinke, fand ich die Idee, einen Tag nichts anderes zu mir zu nehmen, auch nicht übel! Vor einer Woche holte ich meine Tagesration im Store in der Mall of Berlin ab und war zunächst etwas enttäuscht. Trotz vorherigem Emailkontakt war mein Paket nämlich nicht da, die Mitarbeiterin wusste von nichts und so war es erst einmal ein etwas unangenehmes Hin und Her, bis ich schließlich ein „Ersatzpaket“ bekam. Die normalen Pakete bestehen aus sechs verschiedenen, kaltgepressten Säften, die alle zwei Stunden getrunken werden sollen, ich erhielt nun einige Säfte doppelt, da eben einige nicht mehr verfügbar waren. Zwar etwas langweilig, war aber nicht zu ändern, da ich an dem Tag noch von Berlin zurück nach Frankfurt fahren musste.

Juice Fresh Berlin
Man startet den Tag mit gemüselastigen Säften, bevor es zu den Fruchtzuckerbomben geht und endet eigentlich mit einem Cashewdrink, der nur leider auch nicht mehr da war. Schade, darauf hatte ich mich besonders gefreut! Die Säfte kommen in 500ml-Flaschen zu euch und sind unverdünnt, mir waren sie teilweise „too much“ und ich habe sie noch mit Wasser verdünnt. In solch einem Saft sind bei zu 3kg Obst/Gemüse verarbeitet! Nach Saft 3 wollte mein Mundinnenraum nämlich nicht mehr, der fühlte sich an wie nach einer Ananas-Orgie 😉 Ich hatte den gesamten Tag über kein Hungergefühl oder Verlangen, die Säfte schmecken enorm lecker und sind spannende Kombinationen und sie sättigen definitiv! Auf allen Säften findet man genaue Nährwertangaben, was drinnen ist und zusammengerechnet nimmt man etwa 1200 Kalorien zu sich.

 Juice Fresh BerlinVon oben links im Uhrzeigersinn nahm ich den Tag über die folgenden Säfte zu mir: The More The Merrier (Apfel, Mangold, Staudensellerie, Salatgurke, Weizengras, Zitrone und Romana), Power Up (Ananas, Apfel, Minze, Ingwer und Mangold), Yogi Flow (Karotte, Orange, Apfel, Zitrone und Kurkuma) sowie Power Balm (Ananas, Apfel, Zucchini und Zitronenmelisse). Anschließend hätte es noch einmal Yogi Flow sowie Power Balm geben sollen, aber ich war einfach fertig und wollte keinen Saft mehr. Somit habe ich die beiden Säfte die nächsten beiden Tage jeweils zum Frühstück getrunken und mein Saftdetox-Kur etwas verlängert.

Mir haben alle Säfte sehr gut geschmeckt und ich hatte das Gefühl, meinem Körper endlich einmal alle Sachen zukommen zu lassen, die er so braucht. Der Tag war angenehm, da ich unterwegs war und mir keine Gedanken über das Essen machen musste. Es gab einfach alle 2,5 Stunden einen Saft, wobei ich diesen nicht in 5 Minuten runterkippte, sondern auch eher in 20 Minuten genüsslich trank. Nach den ersten vier Säften war es aber auch genug und da ich kein Hungergefühl bekam, trank ich stattdessen nur noch stilles Wasser (und einen grünen Tee, Schande über mein Haupt, aber mir war so kalt). Außer einem guten Gefühl und einem etwas wunden Mund habe ich aber keine Veränderungen gemerkt, keine strahlendere Haut etc am nächsten Tag. Ich glaube aber leider auch gar nicht an diesen ganzen Detoxkram, dass hierdurch jetzt Schadstoffe aus meinem Körper herausgespült werden etc. Früher habe ich schon einige Male über längere Zeiträume gefastet, wo man wirklich sehen konnte, was da über die Haut zum Vorschein kommt, das war hier in knapp 24 Stunden natürlich nicht der Fall. Wahrscheinlich muss man solch eine Detoxkur eben auch länger oder mehrmals im Jahr durchführen, um Resultate zu sehen.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich positiv davon überrascht war, wie sättigend die Säfte waren und wie lecker sie waren. Besonders Gemüsesäfte sind nicht meines, aber The More the Merrier und Power Balm sind meine Favoriten! Die werde ich mir wohl in Zukunft selbst zuhause versuchen nachzumachen, denn preislich kann ich mir die Juicefresh-Säfte nicht leisten. Detox hin oder her, lecker war’s auf jeden Fall!

Wer Interesse an solch einer Saftdetox-Kur hat, kann sich ja mal im Laden direkt beraten lassen und die Säfte probieren, vielleicht ist es ja was für euch. Man bekommt auch noch einen Gutschein für ein Hard Candy Fitnessstudio (jupps, die Kette von Madonna) dazu, somit reguliert sich der Preis wieder etwas. Die Tageskur liegt wie gesagt bei 45€, die 3-Tageskur bei 135€ und die 5-Tages-Cleanse bei 225€. Man kann sich aber auch einfach Säfte selbst zusammenstellen, da findet man im Internet mehr als genug Rezepte für eine eigene Saftkur!

Ich bleibe wohl bei meinem täglichen Frühstücks-Orangensaft mit Weizengras, der mich mit Vitaminen versorgt und gleichzeitig aufweckt! Aber ich dachte mir, ich erzähle euch einfach mal ein wenig von meinen Erfahrungen, wenn ich schon in den Genuss kam, diese Juice Cleanse einmal auszuprobieren. Hat wer von euch schon eine Detox-Saftkur gemacht? Das scheint ja jetzt der neue Trend zu sein 😉 Oder Heilfasten? Auch hier habe ich es immer alleine zu Hause gemacht, da ich es nicht eingesehen habe, Geld zu bezahlen, um nichts zu essen *g* Genug Anleitungen findet man hierzu ja auch und notfalls fragt man eben seinen Arzt. Achja, zum Abnehmen habe ich das nie getan und auch die Saftkur sah ich nicht als Abnehmweg an, da würde mein Körper und sein mieser Stoffwechsel nämlich nie im Leben mitmachen!