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[Reisen] Kurztrip nach Madrid!

Bevor ich nach Madrid kam, verband ich drei Worte mit dieser Stadt: Prado & Reina Sofia. Womit ich euch schon einmal denken könnt, wo ich mich besonders lange aufgehalten habe, nämlich in diesen beiden Kunstmuseen. Aber beim Herumlaufen durch die Stadt (der Prado ist täglich ab 18.00h, die Reina Sofia ab 19.00h kostenlos) habe ich noch so viel mehr spannende Ecken entdeckt, die ich euch vorstellen mag. Vor und nach Madrid war ich jeweils ein paar Tage in Barcelona und dachte eigentlich, dass mir die katalanische Küstenstadt sehr viel mehr gefallen würde. Oh, was habe ich mich getäuscht, Madrid hat mein Herz im Sturm erobert und ja, ich sage es jetzt schon, hier könnte ich definitiv ein paar Wochen bleiben! 

Nach Madrid bin ich von Barcelona (Reisebericht #1) aus mit Iberia geflogen, was schnell und günstig war und dann mit dem Zug in die Innenstadt gefahren. Dort stieg ich an der Atocha Station aus, welche mir von Freunden auch zum Ansehen ans Herz gelegt wurde. Was ich dann direkt tat und wirklich angenehm überrascht war – diese Mischung aus Palmengarten mit vielen Schildkröten gibt dem Ganzen eine entspannende Atmosphäre, was konträr zu all dem Menschengewusel um einen herum steht. Danach lief ich gemütlich zu meiner Unterkunft, dem Way Hostelwelches ich auch uneingeschränkt weiterempfehlen kann (allein, dass es jeden Morgen gratis Kaffee und Churros gab, hat mein Herz glücklich gemacht). Auf dem Weg bemerkte ich dann nahe der Station Lavapies, dass sich hier ein indisches Restaurant an das nächste reiht und hörte vereinzelt Hindi. Somit konnte ich gar nicht anders, als mir gleich mal typisch spanisch ein vegetarisches Thali zu gönnen. Nein, es kommt nicht an die aus Varanasi heran, aber das indische Essen war gut. Und es blieb nicht bei dem einen 😉

Madrid lässt sich prima zu Fuß erkunden, was ich die drei Tage dann auch ausgiebig getan habe. Am ersten Nachmittag/Abend ging es aber gleich zum Prado, wie viele Jahre wollte ich schon in diese heiligen Hallen! Dann plötzlich davor zu stehen, hat sich sehr surreal angefühlt, ich war ganz hibbelig! Man kann wie gesagt täglich ab 18.00h umsonst hinein, was ich auch ausgiebig genutzt habe. Dazu kommt ihr am besten schon knapp 30 Minuten vorher und reiht euch in die Schlange ein, damit ihr recht weit vorne steht, wenn es dann losgeht (ich hatte Buch und Abendessen dabei, damit es nicht langweilig wurde). Denn ihr habt nur zwei Stunden Zeit, bis das Kunstmuseum leider schließt und somit ist es unmöglich, bei einem kostenlosen Besuch alles zu sehen. Wenn ihr denkt, dass es dann enorm voll ist, muss ich sagen, dass sich das wirklich verlaufen hat und besonders die letzten 45 Minuten stand ich oftmals alleine in einem der Räume – und besser geht es dann doch nicht! Highlights für mich waren natürlich die Werke von Goya, Velázquez, Bosch, Botticelli, Bruegel, Rembrandt, Rubens..ach, ich könnte eigentlich jeden Künstler aufzählen! Aber auch das Gebäude an sich begeistert und würde ich in Madrid wohnen, ich habe das Gefühl, ich wäre jeden Abend hier..oder würde in eine Jahreskarte investieren und einfach diskret in den Keller ziehen!

Nachdem ihr im Prado gewesen seid, könnt ihr gleich zum Reina Sofia laufen, um eure Dosis moderner(er) Kunst zu bekommen. Hier habt ihr täglich von 19-21.00h freien Eintritt, was natürlich super passt. Highlight in diesem Museum ist Picasso’s Guernica, aber auch die anderen permanenten Ausstellungen, die mir vorher nicht bekannt waren, haben mich sehr begeistert und dazu gebracht, auch hier dreimal vorbeizuschauen! Mein Wissen an modernen, spanischen Malern wurde definitiv um Welten erweitert und hat mich so neugierig gemacht, mehr in diese Welt einzutauchen! Wenn ihr noch könnt, das Caixa Forum hat ebenfalls wechselnde, spannende Kunstausstellungen, ich sah mir bisschen Andy Warhol an.

Zwar gibt es noch sehr viele andere sehenswerte Kunstmuseen und Galerien, ich habe aber etwas Abwechslung gebraucht und wollte unbedingt (seit ich in Mexiko gewesen bin und dort nirgends ein Maya-Dokument finden konnte) den „Madrid Codex“ im Museo de América ansehen. Das Museum ist etwas verstörend, da es allerlei zeigt, was die Spanier von ihren Eroberungsraubzügen mitgebracht haben und leider sind die Texte nur selten auf englisch übersetzt, womit ich nicht sagen kann, inwieweit dies hier kritisch aufgearbeitet wurde. Doch sind die restlichen Artefakte ebenfalls sehr interessant und ich hatte meinen Spaß auf den drei Ebenen des Museums. Welches übrigens einen tollen Blick auf die Berge ermöglicht, was ich von Madrid aus irgendwie gar nicht erwartet hatte.

Im Museo Arqueológico National musste ich auch einfach vorbeischauen und blieb am Ende über drei Stunden, so begeistert war ich! Es gibt eine Unmenge anzuschauen und dazu passend sind viele Informationen aufbereitet, wodurch der Besuch erneut sehr lehrreich war (Todesvorstellungen & -riten in den verschiedenen Epochen war genau meins und die Ägyptenabteilung ebenfalls). Besonders schön fand ich, dass außerhalb des Museums die Höhle von Altamira nachgebaut wurde und ich somit die dortigen Höhlenmalereien erleben konnte. Nicht weit weg ist die Nationalbibliothek, welche ebenfalls eine kleine Ausstellung hat, jedoch leider nur Informationstafeln auf Spanisch. Und als Ethnologin darf ich natürlich auch nicht vergessen, dass es ein Ethnologisches Museum in Madrid gibt, welches ich mir auch angesehen habe, es ist aber sehr klein und durchaus nett, aber wenn ihr nur begrenzt Zeit habt, schaut euch lieber das Museo de América an, das ist definitiv sehenswerter!

Jetzt aber mal ein bisschen mehr Dinge an der frischen Luft! Der Tempel von Debod stand hier weit oben auf meiner Liste und ich finde immer noch verrückt, dass in Madrid ein altägyptischer-unternubischer Tempel komplett wiederaufgebaut wurde. Leider war er geschlossen, aber auch von außen war er schön anzusehen – ich habe hier einfach eine Snackpause gemacht und dann vom Hügel aus noch die Aussicht auf den Palacio Real und das Umland genossen. Die mexikanische Nonne und Dichterin Juana Inés de la Cruz trifft man in Madrid auch an jeder Ecke, in dem kleinen Park rund um den Tempel kann man eine schöne Statue von ihr bewundern.

Apropos, gleich um die Ecke ist das Cervantes-Denkmal und da musste ich wirklich ein paar Minuten draufstarren, so überwältigend war dies! Und mir wieder einmal bewusst machen, dass ich immer noch nicht Don Quijote, das wohl bekannteste Werk des berühmtesten, spanischen Schriftstellers, gelesen habe, Schande über mein Haupt.

Den Palast und die gegenüberliegende Almudena Kathedrale habe ich mir nur von außen angesehen, beides kann man aber besichtigen. Einmal in der Woche findet hier eine Wachablösung statt, die mit der britischen Zeremonie vergleichbar sein soll, da ich diese aber nicht gesehen habe, kann ich leider auch nicht mehr dazu sagen. Ich sah mir den Plaza de Oriente am Teatro Real an und schlenderte dann einfach durch die Straßen, entdeckte da ein Monument, da eine Kirche, dort wiederum einen kleinen Platz. Besonders bekannt sind der Puerta del Sol und der Plaza Mayor, somit lief ich da auch vorbei, aber ich sage mal so, Plätze sind weniger mein Interessensgebiet.

Da war der riesige Parque de El Retiro viel mehr meins, den ich für Ausruhpausen zwischendurch genutzt habe. Dass direkt neben mir plötzlich ein gigantischer Baum einfach so umfiel, war auch mal ein Erlebnis, dieses Geräusch hatte ich vorher auch noch nicht gehört! Die meisten Menschen bewundern hier den angelegten See, fahren Tretboot und lassen sich die Sonne auf die Nase scheinen. Nicht geschafft habe ich es in den Casa de Campo, dieser Park soll ebenfalls traumhaft sein, wenn ihr etwas mehr Zeit habt!

Verdammt gut einkaufen kann man in Madrid natürlich auch, die Innenstadt quillt nur so über vor Geschäften, es gibt einige Fußgängerzonen, was angenehm ist und besonders die Calle Gran Vía ist Anlaufstelle vieler Touristen. Jede nur erdenkliche Fastfood-Kette scheint es hier auch zu geben und auch wenn ich eigentlich nicht so bin, ich konnte weder zu Tim Hortons (Kanada-Erinnerung in Form eines Double-Double) noch zu Taco Bell nein sagen. Beides habe ich nicht kommen sehen und war somit ganz unerwartet im 7. Himmel 😉 Tapas habe ich übrigens in Madrid nur bei 100 Montaditos gegessen, wo sie supergünstig sind – wenn man etwas trinken geht, bekommt man häufig aber auch Tapas umsonst auf den Tisch gestellt (nur leider nicht unbedingt vegetarisch).

Es gibt noch so vieles, was ich mir in Madrid anschauen will oder erneut besuchen mag, aber ich muss gestehen, ich hatte es nicht erwartet. So plante ich meinen Reise nämlich, dass ich zunächst nach Barcelona, dann nur kurz nach Madrid und dann wieder nach Barcelona fuhr, im Nachhinein hätte mir aber weniger Barcelona gereicht und dafür hätte ich mehr Madrid gewollt. Mal sehen, wann ich es erneut nach Spanien schaffe..vielleicht sind ja 2019 ein paar Wochen drinnen!

Seid ihr schon einmal in Madrid gewesen? Wie hat es euch gefallen und habt ihr noch einen Tipp, was man unbedingt ansehen sollte?

[Reisen] Städtetrip Barcelona #1

Mitte März ging es für mich von Frankfurt aus (mit Lufthansa für nur 80€ insgesamt) für etwas über eine Woche nach Barcelona und davon will ich euch heute ein wenig erzählen. Obwohl ich sehr viel reise, auf dem spanischen Festland war ich bisher noch nie und es war einfach dringend Zeit, nicht nur mein Spanisch auszutesten, sondern zu sehen, wovon so viele schwärmen, wenn es um die Küstenmetropole geht. Weit weg ist es ja wirklich nicht und ich bin es auch nicht gewohnt, nur mit Handgepäck zu fliegen, aber ach, was war das entspannt! Und so schnell! Von wegen drei Stunden vorher am Flughafen sein, Schlange am Gepäckaufgabe-Counter stehen, etc..ich sollte wirklich häufiger solche europäischen Kurztrips machen (sagte sie und hat den Flug nach Las Vegas schon gebucht *g*).

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Der Flughafen von Barcelona ist super an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden und ich habe gleich einen Tipp für euch. Statt mit einem der Busse oder der Metro zu fahren und viel zu viel Geld zu bezahlen, fahrt mit dem Zug. Der fährt ebenfalls zentrale Stationen an, braucht auch nicht länger und kostet wenn ihr euch eine 10-er Karte am Automaten direkt am Bahnsteig kauft, knapp 1€. So günstig und bequem bin ich selbst in Delhi noch nicht an den Flughafen gekommen 😉

Übernachtet habe ich einmal bei einem Couchsurfing-Host direkt in der Innenstadt, was grandios war und dann noch im Fabrizzios Terrace Youth Hostel. Ich mage beide Varianten, da man bei ersterem eben einen direkten Einblick in das Leben dort erhält, bei zweiterem aber unabhängiger ist und auch andere Reisende kennenlernt – somit war ein geteilter Aufenthalt genau das Richtige für mich. Das Hostel kann ich uneingeschränkt empfehlen, die Lage nahe der Sagrada Familia ist großartig, die Terrase traumhaft und die Tatsache, dass es den ganzen Tag über Kaffee und Frühstück gab, muss ich auch kurz erwähnen. Für einen nachmittäglichen Zwischenstop war die Lage ebenfalls super! Jetzt aber zu den Dingen, die ich mir den Tag über so angesehen habe, wobei ich mich heute mehr auf die Outdoor-Sachen fokussiere und morgen dann mehr auf die Museen eingehen werde!

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Natürlich war mein erstes Anlaufziel die Familia Sagrada von Gaudi, welche übrigens 2026 endlich fertig werden soll. Bucht euch die Tickets vorher im Internet (ich machte das einen Tag im Voraus), das kostet nicht mehr, erspart euch aber das lange Anstehen an der Kasse und das blöde Warten (man kann die Karten dort nicht für „sofort“, sondern nur für ein paar Stunden später erwerben). Ich habe mir noch einen Podcast über den Bau der Kathedrale heruntergeladen und mich dann circa 1,5 Stunden in ihr vergnügt. Das Lichterspiel durch die bunten Glasfenster ist traumhaft, durch die Bauarbeiten ist es aber doch sehr laut und die Masse an Menschen hat mich dann dazu veranlasst, mich erst an die Seite zu setzen und dann (mit nur einem Blick in das dazugehörige Museum aka ein Raum mit Schildern) das Gelände zu verlassen. Man kann auf die Türme per Aufzug hoch, das wollte ich aber nicht wirklich, Aussicht kriegt man auch anders!


Da es ein toller Tag war, entschied ich mich, von dort zu den Bunkers del Carmen hinaufzusteigen, was doch etwas anstrengend war, euch aber mit einem tollen Blick belohnt. Von hier kann man zum MUHBA Museum oder auch zum Park Guell (wo ich übrigens nicht war) laufen, ich habe aber einfach nur in der Sonne sitzend die Aussicht über die Stadt und das Meer genossen. Auf dem Rückweg legte ich dann eine erneute Pause im Parc de les Aigües ein und schaute den Papageien (!) zu – eine sehr ruhige, kleine Oase mitten in der Stadt!


Wer Natur mag, aber kein Auto hat, um die Umgebung zu erkunden, in den Parc Montjuic habe ich mich wirklich verliebt. Hier stehen so viele tolle Pflanzen (mein Kakteen-Herz hüpfte) und Bäume, man hat erneut grandiose Aussichten, es gibt aber auch einen Friedhof, einen Botanischen Garten, verschiedene Bauwerke und angelegte Parkanlagen sowie Museen zu entdecken. Ich hatte gar nicht genug Zeit, mir alles anzusehen (oder mit der Gondel zu fahren), aber sollte ich wieder nach Barcelona kommen, wäre das eine meiner ersten Anlaufstellen! Von dort kann man bequem zum Hafen laufen, sich das Maritime Museum, das Kolumbusdenkmal (der steht auch überall..) und das Einkaufszentrum Maremagnum anschauen. Nicht, dass ich letzteres unbedingt sehen wollte, ich musste einfach nur mal auf’s Klo und dass es da kostenloses WIFI gab, hat dann auch nicht geschadet. Einkaufen könnt ihr dort natürlich auch oder neben dran ins Aquarium gehen, das habe ich aber beides nicht getan.


Wenn wir jetzt schon am Meer sind, Barcelona hat natürlich auch einige Strände zu bieten und was war es toll, auch dort einfach hinlaufen zu können (hier kommt ihr an massig afrikanischen Straßenhändlern vorbei, die u.a. sehr schöne Tücher aus Indien anbieten). Begonnen habe ich am Barceloneta, wo ich mit ein paar alten Männern Domino spielte, den Möwen und glücklichen Hunden etwas zuschaute und dann mit einem Kaffee in der Hand weiterwanderte. Man kann gar ewig am Strand entlanglaufen, mein liebster Strand ist recht weit weg, nämlich der Playa de Llevant. Hier befindet sich auch das Museum Blau, welches ich architektonisch sehr spannend fand und wieder ein Einkaufszentrum, das Diagonal Mar, wo viele wegen Primark hinfahren.

Wenn ihr noch nicht genug gelaufen seid, kann ich euch noch den Parc de la Ciutadella ans Herz legen. Hier gibt es auch einen Zoo, den ich mir nicht angesehen habe, aber insgesamt ist der Park schön angelegt, man hat einen riesigen Brunnen, einen Teich, wo Leute Tretboot fahren, viel Grünfläche zum Liegen, Palmen und auch das katalanische Parlament, welches man sich von außen anschauen kann. Einen Triumphbogen findet man auch, mit welchem ich irgendwie nicht gerechnet hatte und somit verwirrt davor stand 😉


Barcelona ist eine erstaunlich grüne Stadt, ich war sehr überrascht, wie viele kleine und große Parks man findet, um einen kurze Pause zu machen, zu picknicken und sich in ein Buch oder einen Podcast zu vertiefen. Die Bewohner der Stadt waren sehr entspannt und immer zu einem kurzen Plausch bereit, wobei ich jederzeit mein holpriges Spanisch angewendet habe und dafür viel Lächeln zurückbekam (also keine Angst, man pocht nicht darauf, dass ihr Katalan sprecht). Da es noch kein Strandwetter war, saß ich dort auch immer ziemlich alleine, was sehr entspannend war und mit einem heißen Kaffee auch gar kein Problem, also Frühling als Reisezeit passt meiner Meinung nach super und es ist eben noch nicht zu überlaufen und überteuert!

So, das war es mit der heutigen Natur, morgen folgt dann die Kultur 🙂 Wenn ihr noch einen Park oder Strand in Barcelona entdeckt habt, der Erwähnung verdient, lasst es mich doch in den Kommentaren wissen!

Sunday again.

[Gesehen] Grey’s Anatomy

[Gelesen] was ich mir in Barcelona & Madrid so angesehen habe

[Gehört] White Noise zum Einschlafen

[Getan] Spanien entdeckt, genauer gesagt Barcelona – Tarragona – Madrid; im Prado gewesen; im Reina Sofia gewesen; in der La Sagrada Familia gewesen etc etc 🙂

[Gegessen] Churros; Tapas; Baguette mit Tzaziki; Palak Paneer

[Getrunken] viel Kaffee & Orangensaft

[Gedacht] Lärmempfinden ist echt sehr individuell

[Gefreut] viele neue, spannende Menschen kennengelernt

[Geärgert] wenn jemand einen einfach nicht in Ruhe lasse kann

[Gewünscht] dazu passend in Ruhe gelassen zu werden 😉

[Gekauft] nur die gewöhnlichen Reiseausgaben, also Hostel, Essen und bisschen Eintrittsgelder

[Reisen] Let’s do Europe!

Mit langfristigem Planen habe ich es so gar nicht und wenn man mich fragt, was ich in sechs Monaten oder einem Jahr machen werde, kann ich da eigentlich nie drauf antworten. Da ich ungebunden bin, kann ich flexibel entscheiden, wann ich wo leben mag und für wie lange (wenn die jeweiligen Visumsvorschriften mitspielen). Anfang Januar habe ich euch meine ziemlich lange Travel-List vorgestellt und da ich gerade schöne Dinge in meinen Schreibpausen brauche, habe ich da doch schon einfach mal was für März und April gebucht. Für mich noch weite Ferne, aber hey, jetzt habe ich etwas, worauf ich mich freuen kann, wenn die Doktorarbeit endlich abgegeben ist 🙂

Da ich zunächst noch etwas in der „Nähe“ bleiben muss, schaue ich mir endlich ein wenig mehr von Europa an. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich bin ja der „weit weg und das mehrere Monate“-Reisende und kurze Städtetrips kriegen mich normalerweise so gar nicht. Ich will in dem anderen Land leben, die Menschen kennenlernen, Lieblingsorte entdecken und nicht nur in drei Tagen die Sehenswürdigkeiten abklappern. Aber genau das, ok nicht so ganz, werde ich im März machen und im Süden beginnen.

9 TAGE BARCELONA & MADRID

Mit Lufthansa habe ich einen Hin- und Rückflug für 88€ von Frankfurt nach Barcelona gefunden und da konnte ich dann doch nicht nein sagen 😉 In die Stadt will ich schon Ewigkeiten und ich habe irgendwie die Angst, dass es mir da so richtig gut gefallen wird. So in „da könnte ich mir vorstellen zu leben“-gut. Ich bleibe also erstmal drei Tage dort, dann geht es drei Tage nach Madrid (wo es jeden Abend in den Prado gehen wird) und dann wieder nach Barcelona. Eigentlich wollte ich das mit dem Nachtzug fahren, aber wie ich jetzt gelernt habe, gibt es diesen nicht mehr und so fliege ich innerspanisch und mein Herz weint bei dem Gedanken, was ich da an Co2 mit verschwende, hmpf.

2-3 WOCHEN IN DER TOSKANA

Ende März geht es zum House-Sitten in den nördlichsten Flecken der Toskana, genauer gesagt in die Nähe von Pontremoli und ach, da freue ich mich schon wahnsinnig drauf. Das Ehepaar, auf dessen Haus, Hof und Kleinzoo (Hunde, Katzen, Hühner, Enten) ich aufpassen darf, klingt supernett, sie wohnen sehr abgeschieden an einem Berg, lassen mir ihr Auto da, damit ich die Gegend erkunden kann und haben direkt um sich traumhaft klingende Natur, die ich mit den Hundchen erwandern mag. Bisher habe ich noch nie ein Haus gesittet, aber ich glaube, dass das eine interessante Zeit wird, in der ich auch genug für meine mündliche Prüfung lernen kann. Es klingt einfach so, als sollte es das sein und danach kann ich ja fast sagen, ich habe mal in Italien gelebt 😉

Das dürfte es dann aber auch erstmal wieder mit Europa gewesen sein, ich habe nämlich für den Sommer eine total verrückte Idee, welche ich realisieren mag. Da hängt es aber leider nicht an mir, sondern an der Bürokratie, da ich dafür Genehmigungen und ein Visum brauche, worauf ich noch warte. Sobald das aber feststeht, werde ich euch hier an all den Vorbereitungen dieses Abenteuers teilhaben lassen..und wenn es an irgendwelchen externen Faktoren scheitert..schauen wir dann, wohin es geht!

Macht ihr gerne kurze Städtereisen? Wenn ja, welche Stadt in Europa könnt ihr denn empfehlen? Und wer Tipps für Barcelona, Madrid oder Genua und Mailand hat, nur her damit 🙂

[Reisen] Travel-List 2018!

So langsam wird meine Reise-Liste, die ich auf meinem Smartphone abgespeichert habe, länger und länger. Dabei war ich letztes Jahr mit zehn Ländern schon ziemlich gut unterwegs, aber ach, kaum bin ich zurück in Deutschland, kribbelt es mich schon wieder. Ich dachte mir, ich teile mal mit euch, wo ich so hin will..natürlich ist das alles nicht in einem Jahr machbar und rein theoretisch will ich auch jedes Land der Welt sehen, aber hier mal meine Top-Reiseziele (in keiner sonderlichen Reihenfolge).

Ich bin sehr schlecht im „nur wenige Tage wohin“-Reisen, somit kommen Städtetrips bei mir immer viel zu kurz. Dabei will ich schon seit Jahren die folgenden Orte für ein paar Tage besuchen und sollte das jetzt einfach mal machen. Mit Barcelona Anfang Februar liebäugele ich schon, das wäre dann auch der erste Trip für dieses Jahr!

  1. Barcelona
  2. Amsterdam
  3. Sarajevo
  4. Dubrovnik
  5. Aarhus
  6. Portland

Länderbedingt bin ich ziemlich über den Globus verteilt, ich will definitiv dieses Jahr nach Mittel- oder Südamerika, ansonsten bin ich ziemlich offen für alle diese Länder:

  1. Papua-Neuguinea
  2. Chile (Atacama-Wüste!)
  3. Belize
  4. Philippinen
  5. Vietnam
  6. Jersey & Alderney
  7. Grönland
  8. Estland
  9. Namibia
  10. Neuseeland

Nach Indien soll es dieses Jahr auch wieder gehen, also nach Varanasi, das würde ich dann aber flugtechnisch irgendwie – vielleicht mit Vietnam oder Neuseeland – verbinden. Laut meiner App bin ich erst in 18% der Welt gewesen, es lassen sich also bestimmt viele spannende Zwischenstopps einbauen!

War ich die letzten Jahre komplett frei in meiner Zeiteinteilung und konnte einfach wann ich wollte weg, muss ich dieses Jahr leider ein wenig schauen. Was auch entscheidet, ob ich den Pacific Crest Trail laufen kann, ein hike-thru-permit, um quasi von Mexiko nach Kanada laufen zu dürfen, habe ich mir schon geholt. Damit wäre ich allerdings locker 4,5 Monate beschäftigt und mal schauen, ob ich mir das zeitlich „leisten“ kann oder leider dieses Jahr doch zurücktreten muss und jemand anderem diese Chance ermöglichen werde. Da sich dies erst in ein paar Wochen entscheidet, werden sich auch die anderen Reisepläne danach richten.

Aber wo auch immer es mich 2018 hinverschlagen wird, ich freue mich schon enorm, noch mehr von unserer wundervollen Welt zu entdecken! Habt ihr schon Reisepläne für dieses Jahr? Was sind denn eure Wunschziele?