Schlagwort: Wandern

[Reisen] Unterwegs zum Pacific Crest Trail!

AAAAAAAAH, es ist soweit. Heute wird diese verrückte Idee, dass ich von der mexikanischen bis zur kanadischen Grenze laufen werde, real. Denn es geht mit Condor zunächst nach Las Vegas, wo ich den Tag verbringe (hallo all you can eat Buffet) und dann nachts in den Bus nach San Diego steigen werde. Morgen wird da dann Essen gekauft, der Rucksack „richtig“ gepackt bzw so wie ich zumindest denke, dass es geschehen sollte und am 17.5. stehe ich dann am südlichen Monument des Pacific Crest Trails. Und nehme die erste Etappe durch die Wüste von locker-flockigen 1000km in Angriff.

Da ich nicht ständig Internet (Strom, Wasser, ein Bett etc.) haben werde, kann ich hier nur in unregelmäßigen Abständen (vor-)bloggen. Mein Beauty-Herz weint zwar auch schon ein wenig, da ich kaum Sachen mitnehmen kann, aber mein Naturherz kann es gar nicht mehr erwarten. Wer Interesse hat, wie ist so sein wird, als „ganz normaler Mensch“ solch eine Fernwanderung in Angriff zu nehmen und was ich dabei so erlebe, unter Pacific Crest Trail 2018 habe ich hierfür einen kleinen Blog eingerichtet. Was natürlich ein komplett anderer Inhalt wie hier ist, aber wer Lust hat, ich würde mich sehr freuen! Wenn ihr mein Vorhaben unterstützenswert findet, ich habe mir auch eine Patreon-Seite eingerichtet sowie einen Paypal-Account.

Motivierende Kommentare sind da natürlich auch seeeeeehr gerne gesehen, denn in meinem privaten Umfeld glaubt kaum niemand, dass ich so etwas machen kann 😉 Aber ganz Widder bin ich doch sehr stur, wenn ich mir erst einmal etwas in den Kopf gesetzt habe! Und nun steige ich mit Vorfreude, Kribbeln und leichter „was zur Hölle hast du dir dabei gedacht“-Angst ins Flugzeug und kann es nicht mehr abwarten, die ersten Schritte auf dem Trail zu machen!

[Sehenswert] Downsizing & Wild bzw Pacific Crest Trail Vlogs!

Auch wenn ich eigentlich gerade so gar keine Zeit habe, musste ich mir doch etwas Abwechslung gönnen und meine Gedanken in ein paar andere, nichtdoktorarbeitsrelevante Richtungen lenken. Somit traf es sich ganz gut, dass ich zu Marktforschungszwecken mal wieder ins Kino gehen konnte..wobei ganz ehrlich, das ist nicht meins, ich will meine Filme pausieren und nicht über 90 Minuten am Stück an einen Sessel gefesselt sein.

Downsizing 

Worum geht’s Forscher haben eine Möglichkeit gefunden, den Menschen auf nur 12 Zentimeter zu schrumpfen und sind davon überzeugt, so die Welt zu retten. Dieser Prozess ist freiwillig, kann allerdings nicht rückgängig gemacht werden, wenn man sich für ein Leben als „Kleiner“ bezeichnet. Somit entstehen kleine Welten überall auf der Welt, wo die geschrumpften Menschen ihr neues Leben beginnen.

Wie ist’s Die Idee fand ich gut, sie regt zum Nachdenken an und hinterfragt kritisch-komödiantisch unsere aktuelle Lage und wo es mit der Welt wohl hingehen wird, wenn wir so weitermachen wie bisher. Es gibt lustige Momente, Matt Damon spielt hervorragend, aber dass natürlich wieder eine Liebesgeschichte hineingezwungen werden muss..also, die hätte man doch mal lassen können. Immerhin ist die Angebetete mal eine vielschichtigere Frau, was mir gefällt. Insgesamt aber ist es ein netter Film mit einer mal etwas anderen Thematik und auch wenn ich ihn nicht wiedersehen werde, würde ich sagen, dass man ihn sich ruhig mal ansehen kann. Danach hat man definitiv Gesprächsstoff und vielleicht auch Lust, sich selbst etwas mehr mit Umweltschutz und Konsumsverhalten zu befassen.

 

WILD

Wahrscheinlich bin ich mit die letzte Person, die sich diesen Film ansieht, aber hey, ich habe es hingekriegt! Da ich aber so viele schlechte Kritiken gelesen habe und lieber das Buch genießen wollte, habe ich mich lange dagegen gesträubt. Aber gestern war es dann endlich so weit und ich kann mir eine Meinung bilden.

Worum geht’s Der Film basiert auf den realen Erfahrungen von Cheryl Strayed, welche 1000 Kilometer auf dem Pacific Crest Trail gewandert ist, um wieder Perspektive und Bedeutung in ihrem Leben zu haben. Dabei trifft sie die unterschiedlichsten Menschen und macht prägende Erfahrungen und es gelingt ihr, sowohl den Tod ihrer Mutter als auch das Scheitern ihrer Ehe in Kombination mit Heroinsucht irgendwie zu verarbeiten.

Wie ist’s Ich weiß es nicht. Mir gefielen die Bilder und die Musik, aber die Geschichte, auch wenn sie real sein soll, wirkte sehr konstruiert und eben zusammengestückelt. Es fehlt (ohne dass ich das Buch gelesen habe, das werde ich jetzt aber mal) irgendwie Tiefe, alles wird angeschnitten und ich war nicht gefesselt. Ich pausierte den Film bestimmt 5-6 Mal, wollte ihn dann aber doch noch beenden und denke im Grunde, dass ich ihn lieber nicht hätte sehen sollen.

 

Homemade Wanderlust

Mit dem Kanal von Dixie, welche 2017 den gesamten Pacific Crest Trail gewandert ist, konnte ich dann doch mehr anfangen, da es sich real angefühlt hat, nicht so beschönigt und dramatisiert wie bei Wild. Die Videos sind fesselnd, ich glaube, ich habe ihre Reise jetzt komplett verfolgt und kann es gar nicht abwarten, selbst loszulaufen! Aber schauen wir morgen erst einmal, wie der Termin beim Konsulat verläuft und ich diesem Abenteuer mit dem Erhalt des sechsmonatigen Visums einen Schritt näher komme..bitte Daumen drücken 🙂

Hat sich wer von euch Downsizing schon angeguckt? Wie gefiel er euch? Und hat wer das Buch zu Wild schon gelesen? Ich habe große Hoffnungen, dass es besser ist und mich fesseln wird, auch wenn ich jetzt natürlich die doofen Bilder im Kopf habe..andere Sachen, die ich von Cheryl Strayed schon gelesen habe, fand ich nämlich großartig!

[Reisen] 4 Tage in Singapur! Oder auch 75km zu Fuß!

Mitte August musste ich Australien Lebewohl sagen und da ich keine Lust auf 1,5 Tage im Flugzeug und an Flughäfen hatte, buchte ich mir einfach nur einen Flug nach Singapur und legte dort einen kurzen Stopp ein. Ich war vor ewigen Zeit zwar schon einmal in dieser verrückten Stadt, aber so wirklich viel Erinnerung hatte ich nicht mehr. Somit war ich gespannt, wie es mir dieses Mal gefallen würde und ob ich mich doch an irgendwelche Sachen erinnern würde.

Geflogen bin ich günstig mit Scoot Airlines (die jetzt mit Tigerair zusammengelegt wurden) und der Flug war ok. Man bekommt nichts an Bord, wenn man nicht dafür bezahlt, somit habe ich mir einfach Essen und Wasser mitgenommen. Man darf zwar offiziell keine Lebensmittel von draußen konsumieren, aber wenn man sich nicht ganz dumm anstellt, geht es eben doch. 9 Stunden so ganz ohne wollte ich nämlich dann doch nicht erleben. Ansonsten kann ich aber nicht meckern, wir kamen pünktlich an und ich hatte was zum Lesen dabei (Entertainment in Form von iPads mit Filmen kostet nämlich auch wieder). Der Flughafen in Singapur ist enorm effizient, ich war quasi sofort im Land und hatte mein Gepäck. Praktischerweise ist er auch super an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, solltet ihr kein Geld für ein Taxi ausgeben wollen. Mein Couchsurfinghost holte mich ab und zeigte mir gleich mal eine ganz andere Welt, er war nämlich reich. So richtig reich und so sah ich mich kurze Zeit später in einem Penthouse mit eigenem Pool und solchen Annehmlichkeiten wieder. Doch, durchaus mal eine nette Abwechslung 😉

Da ich spät abends ankam, unterhielten wir uns einfach, bestellten leckeres indisches Essen und ließen den Abend dann ausklingen. Dank Jetlag war ich dann sehr früh wach, mein Host auch und eine Freundin kam noch vorbei, mit der es dann erstmal frühstücken ging. Keiner der beiden kommt aus Singapur, somit war es auch für sie etwas Neuland, aber wir saßen am Ende in einer unter Einheimischen gut bekannten Bäckerei, wo wir länger warten mussten, bis es dann verschiedene Kaffeespezialitäten und Brötchen mit Kaya-Butter gibt. War jetzt nicht unbedingt meines, irgendwie hatte das nicht so viel Eigengeschmack, aber man konnte es schon essen. Von dort liefen wir dann einfach mal zum East Coast Park und schauten uns ein wenig sonntägliches Strandleben an. Hier war echt einiges los und die Rollschuhbahn auf der „My heart will go on“ lief, war definitiv sehenswert. Da Singapur wundervoll heiß ist, gab es wieder kalten Tee zur Erfrischung und dann ging es in mein erstes Hawker Center. Das sind quasi eine Vielzahl von verschiedenen, günstigen Restaurants, wo man sich an verschiedenen Orten seine Sachen zusammensuchen und dann gemeinsam essen kann – also wie ein Mallfoodcourt, nur eben meist im Freien. Natürlich landeten wir beim Inder und natürlich war es ebenfalls ganz ausgezeichnet. Am frühen Nachmittag machte ich mich dann auf nach Little India, wo mein Hostel für die nächste Nacht war.

Hier begannen dann auch schon die Flashbacks, waren wir 2006 ebenfalls in dieser Gegend untergebracht. Wie der Name schon verrät, leben hier viele Inder, aber es ist sehr viel weniger trubelig, was mich schon fast enttäuscht hat. Mein Hostel war das The InnCrowd Backpackers‘ Hostel, welches auch vollkommen in Ordnung war. Ich schlief in einem 12-Schlafsaal, die Matratze war ok, das Wlan ebenfalls und es gab sogar heißes Wasser in der Dusche. Das im Preis inbegriffene Frühstück kann man allerdings getrost weglassen. Ich warf meine Sachen also auf mein Bett/in meinen Spind und machte mich zu Fuß einmal quer durch die Stadt, um mich mit einer ganz lieben Couchsurferin zu treffen.

Hada kommt aus Singapur und wir begannen unsere abendliche Tour mit einem Besuch in der National Gallery, wo sie bis vor kurzem gearbeitet hatte und wir somit nicht nur umsonst reinkamen, sondern eben auch hinter die Kulissen schauen konnten. Wahnsinnig spannend und da wir von Sekunde Eins einen Draht zueinander hatten, lachten wir die nächsten Stunden einfach mal durch. Von dort ging es dann Richtung Gardens by the Bay, wo wir uns natürlich die Lightshow ansehen mussten. Das war so ziemlich die Attraktion, die mir wirklich jeder nahelegte. Insgesamt ist Singapur schon sehr künstlich und surreal und als ich mich jetzt nachts mit zig Menschen im Regen auf dem Boden liegend wiederfand und beleuchtete Bäume, die mit Musik unterschiedlich angestrahlt wurden, ansah, musste ich mich doch kurz fragen, was ich hier eigentlich mache 😉

Danach trafen wir noch eine andere Couchsurferin von den Philippinen und marschierten eisessend (Rote Bohnen Eis in Toastbrot war auch mal eine Erfahrung) durch diverse Shoppingmalls, um noch eine zweite Lichtershow anzusehen. Am Ende saßen wir einfach lange Zeit noch an der Marina Bay, unterhielten uns und danach lief (!) ich durch die sehr leere, ruhige Stadt zurück zu meinem Hostel.

Tag 2 war ebenfalls sehr vollgepackt, aber ich wollte a) möglichst viel aus der Zeit machen, b) hatte ich mir mal richtig „frei“ genommen und somit auch genug Zeit und c) musste ich auf niemanden Rücksicht nehmen, der vielleicht lieber schlafen oder weniger laufen mag. Somit wurde das auch voll ausgekostet, mein Körper hasste mich am Ende zwar, das war doch etwas zu viel Bewegung und zu wenig Schlaf. Ich startete am Botanischen Garten, den ich dann auch in seiner Gänze erlief, ein paar Pausen machte und die vielen unterschiedlichen Bäume und Pflanzen bewunderte.

Von dort marschierte ich dann zur bekannten Orchard Road, wo ich durch ein paar der Shoppingmalls lief, aber das ist einfach nicht mehr meine Welt. Ich wollte auf ein Skydeck fahren, welches dann aber aufgrund Renovierungen geschlossen war und somit lief ich einfach zum Fort Canning Park und sah mir das Nationalmuseum an. Letzteres war durchaus beeindruckend, wenn ihr aber nicht genug Zeit habt, würde ich euch die National Gallery mehr ans Herz legen. Anschließend ging es nach Chinatown, wo ich diese superleckere Kaffee-Tee-Mischung trank und mir den südindischen Sri Mariamman Tempel ansah.

Bei Clarke Quay kam ich auch vorbei, das fand ich aber tagsüber schon sehr mallorca-haft und flüchtete Richtung Telok Ayer Markt. Von dort lief ich dann wieder auf anderen Pfaden zurück nach Little India und entdeckte unterwegs noch das neu eröffnete Parkview Museum, welches mit „On sharks & humanity“ eine verdammt gute Ausstellung bot. Dazu noch umsonst und in einem enorm beeindruckenden Gebäude, welches mich immer noch an Batman erinnert. Einen ganz kurzen Abstecher zur Haji Lane und zur Moschee musste ich auch noch machen – und während ich die Straße mit ihren vielen Restaurants und Shops eher weniger mochte, war die Moschee genau mein Ding und eine absolute Empfehlung von mir!

Abends traf ich mich wieder mit meiner lieben CS-Freundin und noch einem anderen Couchsurfer, der mir zig Mal sein Penthouse (direkt bei Clarke Quay) anbot, sodass ich irgendwann annahm. Zunächst gingen wir wieder enorm lecker indisch essen, danach machten wir uns zu dritt auf in seine Wohnung, wo wir den Abend mit einer spektakulären Aussicht und Gesprächen wie unter alten Freunden ausklingen ließen. Wenn ihr es noch nicht gemerkt habt, ich liebe Couchsurfing, weil man wirklich mit Menschen „connected“ und nicht mit anderen Reisenden dieselben Smalltalk-Themen durchkaut.

Am nächsten Morgen ging es früh wieder raus, ich wollte unbedingt zum MacRichie Reservoir und den dortigen Trail zur 250m-hohen Hängebrücke laufen. Da es kurz vorher regnete, war das eine sehr schwüle und matschige Angelegenheit, aber hey, ich war mitten im Dschungel, da schrien Affen und ich traf einen netten Griechen, der mit mir wanderte. Die 14km (so in etwa) sind durchaus machbar, nehmt nur genug Wasser mit und die Hängebrücke war eine riesige Herausforderung für meine Höhenangst. Aber so über den Bäumen war schon wunderschön. Bisschen doof ist, dass die Brücke schwankt und sie recht schmal ist – an den Seiten sitzen dann auch noch Affen, die einen durchaus angehen und versuchen, die Tasche zu klauen. Zum Glück hatte ich griechische Unterstützung, alleine wäre das noch einmal eine andere Nummer gewesen.

Von dort lief ich dann ewig an einer Autobahn entlang, traf erneut eine andere umherwandernde Touristin, mit welcher ich kurz in einem Hawker Center stoppte. Danach fand ich mich an der Metrostation vom Botanischen Garten wieder und machte mich schnell auf zu Haw Par Villa, einem ganz verrückter Ort. Von den Tiger-Balm-Erfindern gegründet, ist es eine Art Themenpark über chinesische Mythologie, in welchem verschiedene Geschichten nachgebaut wurden. Man kann durch die zehn Stufen der Hölle laufen, was ich dann auch getan habe und danach meine eigene hatte: ich kam auf die dumme Idee, meine Schuhe kurz auszuziehen und mich auf eine Bank zu setzen. Als ich sie wieder anziehen wollte, waren sie voller Ameisen, die ich dann erstmal zehn Minuten ausschütteln und mich dabei anpinkeln lassen durfte. Nunja, man lernt nie aus.

Danach ging es noch ins NTU Centre for contemporary art, wo ich mir verschiedenste kleine Ausstellungen anschaute und den gesamten Campus sehr genoss. Verschwitzt, abgehetzt und absolut underdressed marschierte ich dann die lange Auffahrt entlang ins Ritz Carlton und wurde sogar eingelassen. Hier hängt nämlich einfach so, recht unbeachtet verdammt spannende Kunst herum und man kann sich einen kleinen Guide geben lassen und diese dann erkunden. Wenn man dreist genug ist, kann man sich auch einfach an den Pool legen und das luxuriöse Leben genießen 😉

Danach musste ich schon wieder weiter, ich traf mich mit meiner Couchsurferin-mittlerweile-Freundin an der Harbour Front und wir liefen nach Sentosa. was auch ein ganz seltsamer Ort ist. Eine Insel bestehend aus Hotelkomplex, Freizeitpark und Golfanlage, aber man hatte eine schöne Aussicht auf das Meer und es fühlte sich ganz kurz nach Urlaub an, nur eben in künstlich hoch zehn. Hier zu übernachten soll sehr teuer sein, ich persönlich würde das absolut nicht wollen, aber Geschmäcker sind zum Glück ja verschieden! Danach liefen wir einfach eine Weile durch die Stadt, schnappten uns einen Bus zu meinem Hostel, gingen nochmal lecker südindisch essen und dann bemalte sie mir meine Hand noch mit Henna, was ihr Hobby ist. Mit der noch nassen Paste an der Hand liefen wir dann zur Metro und ich erwischte zum Glück noch die letzte Bahn zum Flughafen (das sollte man vorher lieber mal checken, die Bahnen hören nämlich recht früh auf). Hier schlief ich dann ein paar unbequeme Stunden, da ich mein Gepäck nicht abgeben und somit nicht in den „bequemen“ Bereich konnte und dann ging es schon weiter nach Delhi.

Singapur ist definitiv eine Erfahrung und für ein paar Tage auch spannend, aber vorstellen hier zu leben, kann ich mir irgendwie so gar nicht. Alles hatte dieses „playground for rich adults with too much time“-Feeling und da ich da nicht dazugehören mag und weniger Künstlichkeit in meinem Leben will, dürfen jetzt doch noch ein paar Jahre vergehen, bis ich wieder hin komme. Wobei alle Menschen, die ich dort kennengelernt habe, die Stadt für mich besonders gemacht haben, da ich einfach eine tolle Zeit mit wunderbaren Gesprächen und viel Lachen hatte. Noch sind wir auch alle miteinander in Kontakt und ich hoffe sehr, alle mal wieder, gerne an anderen Orten, wiederzusehen.

Seid ihr schon einmal in Singapur gewesen? Wenn ja, was hat euch besonders gut gefallen? 🙂 Ich glaube, ich habe bei meinem Bericht auch noch ein paar Sachen vergessen, aber ich streife einfach gerne nur halbwegs geplant durch die Gegend und entdecke dann unterwegs noch so viele Sachen, die mich begeistern. 

[Reisen] Ab in’s Outback! Tidbinbilla Nature Reserve zur Einstimmung!

Juhu, unser Roadtrip hat begonnen (und ich fluggs mal etwas vorgebloggt, denn ich habe keine Ahnung, wann wir wieder Wifi haben werden). Da wir ziemlich planlos drauflos fahren und als Ziel nur „Meer“ sowie „Outback“ im Kopf haben, kann ich gar nicht viel vorher sagen – der Blogpost wird nach dem hoffentlich tollen Abenteuer aber kommen. Stattdessen gibt es mal ein paar Worte über das Tidbinbilla Nature Reserve, welches gar nicht weit von Canberra entfernt liegt, aber ohne Auto eben doch bisher unerreichbar war. Das Reserve war das erste hier in Australien, wo wir Eintritt bezahlen mussten und es auch ein offizielles Visitor Center mit Ansprechpartner gab. Wir konnten leider erst nachmittags los und da um 17.00h die Sonne aktuell schon wieder untergeht, hatten wir also nur wenige Stunden Zeit. Diese haben wir genutzt, um uns den Eucalyptus Forest inklusive Koalas sowie das Sanctuary anzusehen, ein wenig durch die Gegend zu wandern, die Ruhe und den leckeren Waldgeruch zu genießen, sowie in Körperkontakt mit diversen Kängurus zu treten, die so überhaupt nicht scheu, sondern sehr an meinem iPhone interessiert waren.

Das Reserve ist sehr groß und bietet von 15minütigen Wegen bis hin zu 8-Stunden-Wanderungen alles, was man sich nur wünschen kann. Es liegt inmitten grüner Hügel, geht ganz gut rauf und runter, belohnt einen dann aber auch mit schönen Aussichten. Typisch amerikanisch kann man auch hier alles mit dem Auto erkunden. Wir waren unter der Woche da und hatten das gesamte Gelände ziemlich für uns alleine, was natürlich klasse war. Der einmalige Eintritt pro Auto kostet 12$, was jetzt auch nicht die Welt war und der Kaffee im Visitor Center war auch ganz lecker. Wir haben jetzt weder Schlangen noch Schnabeltiere oder Wombats (bis auf einen Überfahrenen :/ ) gesehen, aber dafür Koalas in semi-freier Wildbahn, die sich von uns nicht im Geringsten beim Futtern stören ließen. Allein ihnen beim Blätterrupfen zuzusehen, war schon ein meditativer Akt. Dank der vielen Seen sieht man viele Vögel, hier kommen Liebhaber bestimmt auf ihre Kosten und ich sah zwei gigantische Pelikane, bei denen ich froh war, dass sie brav auf der anderen Seeseite blieben. Irgendwie hatte ich diese Tiere etwas kleiner in Erinnerung – oder erfolgreich verdrängt.

Ich würde jetzt nicht sagen, dass man es unbedingt gesehen haben muss, aber wenn man schon mal in Canberra ist, sollte man Tidbinbilla mitnehmen und einfach ein paar Stunden in der Natur entspannen und ein paar Wege erwandern oder einfach mit den Kängurus in der Sonne sitzen. Der Weg dorthin ist ebenfalls landschaftlich sehr schön, es liegen viele große Felsen verstreut in der Gegend rum und wir haben noch an einer ehemaligen Satellitenstation gehalten, die aussah, als würde von hier aus gleich die nächste russische Mondmission starten. Zumindest hatte ich diesen Gedanken, als die Gebäude komplett unerwartet für mich plötzlich in der Landschaft auftauchten. Jetzt kann ich es aber gar nicht mehr erwarten, die ungezäunte australische Natur zu erleben und auch wenn wir es nicht bis Alice Springs schaffen, ich will ins Inland und zwar sofort 🙂

Falls wer einen Tipp hat, was wir zwischen Melbourne, Brisbane und irgendwo dazwischen ansehen sollen, nur her damit!

Lieblingsorte in Berlin (22): Binnendünenlandschaft Baumberge & Tegeler See

Vor längerem stolperte ich über einen Beitrag von einem Paar, welches am Wochenende immer zu einer anderen Endhaltestelle der Berliner U- und S-Bahnen fuhr und von dort loswanderte ins Abenteuer. Da wurde zwar gleich das ganze Wochenende gezeltet, was ich nicht ganz so prickelnd fand, aber die Idee an sich schon. Denn auch wenn ich jetzt schon lange immer wieder in Berlin wohne, die Gegend außerhalb des Rings ist mir fremd. Von Endhaltestellen fange ich da gar nicht an, wenn Potsdam nicht zählt, war ich wohl bei keiner 😉 Somit nahm ich meinen komplett freien Mittwoch als Anlass, mich doch einmal rauszuwagen. In den Norden sollte es gehen und nach ein wenig googlen entschied ich mich für die S-Bahn-Haltestelle Heiligensee, was nicht ganz der letzte Halt, aber eben noch in meinem gültigen Tarifbereich B liegt. Das „See“ im Namen gefiel mir bei 30 Grad natürlich auch gleich doppelt gut! Als ich so im Internet recherchierte, stieß ich auf die Binnendünenlandschaft Baumberge und war mehr als nur verwirrt. Es gibt eine Düne bei Berlin und ich hatte noch nie davon gehört? Verrückt! Nix wie hin. Von der S-Bahn-Station lief ich durch wunderbar idyllisch-verschlafenes Wohngebiet, mit tollen Häusern, noch tolleren Bäumen in den verwunschenen Vorgärten und nichts außer Vogelgezwitscher. Da fahre ich gerade mal zwanzig Minuten Bahn und fühle mich nicht, als ob ich noch in Berlin bin. Genau, was ich nach all dem Stress gebraucht habe!

Binnendünenlandschaft Baumberge

Navigiert habe ich mich mit Google Maps und das hat auch gut funktioniert, ein Schild a la „Richtung Düne“ fand ich nämlich nirgends und so lief ich quer durch Wald und Feld (und Kleingartenanlage, wo ich äußert unfreundlich angestarrt wurde..was will denn diese Fremde hier?!). Dass ich in den über 10.000 Jahre alten Baumbergen war, merkte ich primär daran, dass der Untergrund sandig war und es durchaus etwas auf und ab ging. Es gab einige ausgetretene Pfade, denen ich folgte und dann auch ein paar Eidechsen sah. Total lustig, dass es das hier gibt. Zwar nicht so spektakulär, wie ich es in Kanada erlebt habe, doch absolut besuchenswert, wenn man in der Nähe ist oder die Nase voll von Berlin hat 😉 Über noch ein paar mehr Schilder mit weiterführenden Erklärungen hätte ich mich gefreut, aber die gab es nur sehr sporadisch. Andere Menschen aber auch, ich war fast die ganze Zeit komplett alleine.

Tegeler Forst

Da mir das dann doch nicht genug war für meinen Halbtagesausflug, marschierte ich einfach quer durch den Tegeler Forst mit Ziel Tegeler See. Durch Zufall stolperte ich hier an dem ältesten sowie dem höchsten (siehe Bild unten) Baum Berlins vorbei, sah Rehe und fand weitere Naturpfade, wo mir Eigenheiten des Waldes erklärt wurden. Es gibt hier zig kleine Wege, aber auch gut asphaltierte Fahrradwege, je nachdem, wo man lieber läuft. Menschen trifft man auch hier selten und hätte man nicht ab und zu mal Strassenlärm gehört, würde man sich wirklich komplett in der Natur und nicht mehr in Stadtnähe wägen.

Höchster Baum Berlins

Bis ich am See ankam, war ich wirklich tiefenentspannt, aber auch etwas fertig, denn es war doch etwas heiß, um genau an diesem Tage dann 18km zu wandern *g* Am Tegeler See angekommen, musste ich dann erst an einigen Segelclubs vorbei, bis ich eine Bank mit Seeblick fand. Dort verbrachte ich dann einige Zeit in der Nähe des ältesten Baumes, welchem schon Goethe einen Besuch abgestattet hat..der war aber auch überall, der gute Mann 😉 Lesend in völliger Ruhe verbrachte ich hier den restlichen Nachmittag, bevor ich mich weiter nach Alt-Tegel aufmachte.

Tegeler See

Auf dem See waren einige Segler, Tretbootfahrer und auch Schwimmer unterwegs, doch das hat nicht weiter gestört. Laut wurde es erst an den Tegeler Promenaden, wo man Minigolf spielen oder Eisessen kann. Hier war gefühlt halb Berlin bei diesem tollen Wetter unterwegs und der Weg bis zur U-Bahn-Station Alt-Tegel war auch etwas stressig. In der Strasse reihte sich Eiscafe an Souvenirshop an Bäckerei und alles war voller Mensch. Der komplette Kontrast zu meiner vorherigen Waldruhe und hätte ich gekonnt, ich wäre umgedreht. Ging aber nicht, ich musste ja zurück in die Wohnung, von wo aus ich aber schon das nächste Ziel plane. Ab morgen schlafe ich auf der Couch von einem Freund in Neukölln, die optimale Ausgangslage um den Süden zu erkunden! Da ich Dienstag/Mittwoch ebenfalls frei habe, werde ich mich da definitiv aufmachen und vielleicht sogar noch die Kamera mitnehmen 🙂

Wenn ihr einen tollen Tipp für das Berliner Umland habt, lasst es mich doch sehr gerne wissen, 13 Tage habe ich ja noch, um auf Entdeckungsjagd zu gehen. Bisher war ich immer großer Spreewald-Fan und wollte immer nur dort hin, wenn ich einmal „raus“ musste. Das mag ich jetzt aber doch etwas ändern und nähere Ziele finden, wenn man eben nur einen halben Tag Urlaub von der Stadt braucht und nicht gleich ein Wochenende zur Verfügung hat! 

[Reisen] Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich

Seit ich das erste Mal von der Idee des Baumkronenpfades gehört hatte, stand für mich fest, dass ich mich irgendwann einmal trotz meiner enormen Höhenangst dort hinauf trauen werde. Nachdem ich letztes Jahr nun über diverse Hängebrücken in Kanada laufen musste, bin ich zwar noch immer mit Angst dabei, weiß aber, dass mich Höhe rational betrachtet nicht umbringt und man die Panik und den zu schnellen Herzschlag bis zu einer gewissen Höhe doch irgendwie noch mit ruhigem Atmen in Schach halten kann. Beste Voraussetzungen also, um mich in die Baumkronen zu begeben und somit ging es mit Mama in den Nationalpark Hainich im schönen Thüringen.

Baumkronenpfad Hainich

Dieser Nationalpark gilt als „Urwald mitten in Deutschland“ und ist von Eisenach bequem von der Autobahn aus zu erreichen. Die Landschaft wechselt sich mit Feldern, leichten Hügeln und Wäldern ab und war trotz Wochenende und tollem Wetter nicht überlaufen. Das Nationalparkzentrum liegt direkt am Buchenwald, man kann dort (solange man will für 1€) parken und sich direkt seine Eintrittskarten für den Baumkronenpfad kaufen. Erwachsene kosten 8,50€ und es gibt ermäßigte Tickets für Studenten für 3€. Somit war das auch kein sonderlich teures Vergnügen. Nachdem man die Karten hat, kann man sich entweder gleich die angrenzende Ausstellung ansehen oder zum Baumkronenpfad gehen, welcher 5 Minuten zu Fuß entfernt ist.

Baumkronenpfad Hainich

Wir wollten zunächst hoch hinaus und liefen durch den Wald zum Beginn des Baumkronenpfades. Dieser besteht aus einem Pfad aus zwei Schleifen zu je 238 und 308 Metern, welcher schön breit und nicht wackelnd angelegt ist. So haben auch Leute mit Höhenangst die Möglichkeit, sich hier rauf zu trauen. Dann gibt es noch einen Baumturm“, der 44 Meter hoch ist und eine tolle Aussichtsplattform mit genialer Sicht über das Thüringer Becken bietet. Ich habe mich hochgeschleppt, aber wieso muss man hier wieder solche Metalltreppenstufen nutzen, die Löcher haben, wodurch man runterschauen kann. Das ging gar nicht, ich konnte hier nur auf die Wand und das Geländer schauen, bis ich gut verschwitzt oben war 😉 Was sich aber gelohnt hat, nach ein paar Minuten konnte ich auch die Aussicht genießen und da der Turm aus Beton ist und stabil war, fühlte ich mich halbwegs wohl..bis ich wieder runter musste.

Baumkronenpfad Hainich

Für Abenteurer gibt es auch noch Kletterstationen, wo meine Mama ihren Spaß hatte, ich mich aber nur zu einer einzelnen Netzakrobatik überwinden konnte. Im Nachhinein fühlt man sich super, aber wenn man nur auf einem Netz in ca 20 Metern Höhe steht..das kostet einen schon Nerven! Ich habe die Kinder beneidet, die ohne Angst hier überall herumgeturnt sind.

Baumkronenpfad Hainich

Baumkronenpfad Hainich

An den beiden breiten Pfaden sind viele Schilder angebracht, die einem den Lebensraum Buchenwald und seine Bewohner näher bringen. Dies auf einfache, seichte Art und Weise, was schön gemacht war und auch nicht langweilig wurde. Natürlich kann man sich auch einer Tour anschließen, wo man noch mehr Erklärungen bekommt, wenn man möchte. Wir haben darauf verzichtet und waren nach knapp einer Stunde mit dem Baumkronenpfad durch.

Baumkronenpfad Hainich

Im Anschluß ging es nun zurück ins Informationszentrum, wo eine sehr schön gemacht, interaktive Ausstellung auf den Besucher wartet. Wir sahen uns einen Film über den Hainich und seine scheuen Bewohner, die Wildkatzen an und lernten viel über die gesamte Flora und Fauna der Region. In dem angenehm gestalteten Holzhaus kann man sich definitiv noch einige Zeit aufhalten und es hat mich an einige Besucherzentren in Kanada erinnert. Da der Hainich sehr gut zum Wandern geeignet ist, stehen einem die Mitarbeiter hier bei Fragen zur Verfügung und bietet auch genug Informationsmaterial an. Hätte meine Mama nicht Knieprobleme, wir wären noch zu der kurzer Wanderung zum Wildkatzendorf aufgebrochen.

Einziger Nachteil unseres Besuches im April war, dass die Bäume noch keine Blätter hatten, man sich also nicht wie in einem Blättermeer in den Baumkronen gefühlt hat. Dadurch hatten wir aber eben kaum andere Besucher, Ruhe, viel Platz und den ungebremsten Blick nach unten 😉 Ich fand es super so, werde mir aber einen anderen Baumkronenpfad (es gibt ja mittlerweile einige in Deutschland) noch einmal in voller Blätterpracht ansehen, damit ich beides erlebt habe. Ansonsten fand ich unser kleines „Urlaub vor der Haustür“-Abenteuer toll, wir haben uns noch ein wenig Eisenach (Lutherhaus! Wartburg!) und die Innenstadt von Erfurt (was bist du hübsch!) auf dem Weg angesehen und somit kenne ich wieder ein kleines Stück Deutschland mehr!

Seid ihr auch schon einmal auf einem Baumkronenpfad gewesen? Wenn ja wo und könnt ihr ihn empfehlen? Irgendwie macht man ja viel zu selten Kurzausflüge im eigenen Land, für mich gehts eigentlich immer nur mit dem Flugzeug weit weg..somit steht noch mehr hier entdecken für dieses Jahr auf der Agenda – Geheimtipps anyone? 🙂

[Reisen] Von Winnipeg nach Montreal!

Mein Vorhaben, von Vancouver zur Ostküste Kanadas zu fahren, hat in Montreal ein abruptes Ende genommen, genauer gesagt in Kirkland, irgendwo vor der Stadt. Dort auf dem Highway ging mein Auto während der Fahrt nämlich einfach aus und nie wieder an..RIP Wilson, wir hatten eine tolle Zeit und ja, ich bin definitiv sehr traurig, nun wieder autolos zu sein. In Deutschland macht mir das nichts aus, Kanada ist aber ein Autofahrerland und somit ist alles wieder etwas umständlicher. Jetzt aber zurück zum eigentlichen Trip!

Von Winnipeg aus, fuhr ich zunächst Richtung Südosten in die Stadt Steinbach und der Name lässt es schon erahnen, hier leben sehr viele Mennoniten! Angesehen habe ich mir ein Museum, welches aus alten Gebäuden von ihnen bestand und wirklich sehr gut gemacht war. Man fühlte sich in eine andere Zeit versetzt und wären die Moskitos nicht so bösartig gewesen, wäre ich noch länger dort geblieben.

Die ersten Nächte schlief ich im Auto, was in Manitoba bzw Ontario nicht ganz so leicht war wie in den nördlichen Provinzen, wo es an jeder Ecke Parkplätze gibt. Im Endeffekt findet man aber immer was oder stellt sich notfalls einfach in eine Straße in einem Ort, also keine Panik. Mich verschlug es zunächst nach Thunder Bay, wo ich mir das Kunstmuseum, das Stadtmuseum, die Terry Fox Statue und den Ouimet Canyon ansah. Letzteren fand ich grandios und dort schlief ich auch auf dem Parkplatz 😉 In dem Canyon kann man sehr seltene, arktische Pflanzen sehen, die hier eigentlich gar nicht wachsen und das war toll – außerdem ist man dort wieder mutterseelenallein.

Danach ging es zum Wandern in die Natur entlang des Lake Superior mit Stopp in Wawa (Schlafplatz am Wasserfall) und Sudbury, wo ich wieder einen tollen Couchsurfer traf! Die Natur am Lake Superior ist super und sowohl der gleichnamige Nationalpark als auch der Pukaskwa Park waren atemberaubend. Trotz Gewitter, Wind und Kälte, ich hatte eine grandiose Zeit und war traurig, nicht mehr Zeit zu haben!

Danach ging es städtisch weiter, ich hatte eine Nacht in Ottawa, wobei ich diese Stadt schon kenne. Somit wollte ich nur ins Parlament (welches wieder nicht offen hatte, da ist der Wurm drin), ins Laurier House, was ich schaffte und zum Byward Market, wo ich endlich einen Beaver Tail essen konnte. Dank toller Couchsurfer hatte ich eine gute Zeit, bevor ich dann in Montreal strandete.

Da ich immer davon ausgehe, dass alles im Leben aus irgendeinem Grund geschieht, blies ich also nicht lange Trübsal wegen des Autos, sondern stürzte mich hier ins sehr französisch geprägte Leben. Und was soll ich sagen, ich bin absolut begeistert von Montreal! Ein absolut heldenhafter Couchsurfer ließ mich lastminute für drei Tage in seinem Haus übernachten, zeigte mir viele tolle Plätze und Montreal hat mich umgehauen. So sehr, dass ich sogar mit dem Gedanken spiele, nach Deutschland nicht nach Toronto zu gehen, sondern hier zu bleiben..aber da muss ich doch noch mal 2-3 Nächte drüber schlafen, denn ohne gute Französischkenntnisse ist die Jobsuche hier nicht ganz so einfach. Aber seht mal die Aussicht vom Mount Royal, genial oder!

Wie bei jedem Roadtrip bisher hatte ich eine einmalig schöne Zeit mit einer Stadt-Natur-Mischung sowie vielen tollen Couchsurfern und Menschen, die ich einfach so zwischendurch kennengelernt habe. Selbst beim Autotod war jeder so hilfsbereit und nett, ach es ist einfach so kinderleicht, durch Kanada zu reisen 🙂 Ich kann es euch nicht genug empfehlen!

Sunday again.

[Gesehen] Mistresses

[Gelesen] nur Nachrichten, irgendwie komme ich zu nix

[Gehört] Fluxfm beim Streichen

[Getan] Renoviert; Winnipeg angesehen (Legislature, Kunstmuseum, Exchange District, Human Rights Museum, Chinatown, Boniface Museum..)

Winnipeg

[Gegessen] vegetarisches Thali; Kürbiskernmüsli; Bratkartoffeln & Tofu; nachgemachte Prinzenrollenkekse

[Getrunken] Lakritztee von Yogitea; ersten Pumpkin Spice Latte bei Starbucks

[Gedacht] bitte repariert mein Auto!

[Gefreut] es riecht nach Herbst & Winnipeg gefällt mir sehr

[Geärgert] dass ich es mal wieder geschafft habe, zwischen zwei Streitenden zu stehen 😉

[Gekauft] Eintritt für diverse Sachen & Süßigkeiten

Sunday again.

[Gesehen] 2 Folgen Call the midwife (nicht meins); Suits; Chasing Life

[Gelesen] The other side of the story – Marian Keyes

[Gehört] Björk; Amy Winehouse; Frittenbude

[Getan] zweimal im Secondhand-Shop gearbeitet; viel zu viele Wände & Türen gestrichen; noch einmal alles in Yellowknife angesehen; 10km gejoggt & beim Zumba gewesen

[Gegessen] vegetarische Platte beim Äthiopier; Oatmeal; Obstsalat; Erdnussbutter-Marmeladen-Brote; Pizza; Pilze mit Kartoffelbrei; Pasta

[Getrunken] Heiße weiße Schokolade; äthiopischen Kaffee; Mangosaft; Wasser

[Gedacht] 2 Tage Dauerregen und schon rostet mein Auto

[Gefreut] Couchsurfing-Zusagen von Yellowknife bis nach Winnipeg an nur einem Tag & und am Dienstag geht es endlich loohooos!

[Geärgert] über enorm schlechter Kundenservice hier im Independent Supermarkt

[Gekauft] Twizzlers & Soja-Schokomilch für den Roastrip; Nagellacke

Sunday again.

[Gesehen] Pretty Little Liars Finale; Suits; Chasing Life

[Gelesen] The Sixth Man – David Baldacci

[Gehört] Kill Bill 1 Soundtrack & Ludovico Einaudi

[Getan] diverse Gartenarbeiten; kleine Hikes rund um Yellowknife; viel mit meinem taiwanesischen Mitfreiwilligen gelacht; im Secondhand-Shop geholfen

Prospector's Trail Yellowknife

[Gegessen] Hanfherzen in jeglicher Kombination; selbstgemachte Mais-Pizza; Sauerkraut (nicht meins) mit Karotten & Kartoffelbrei; Oatmeal; Cornflakes; Nutella-Brote mit Banane

[Getrunken] endlich wieder Cola light; Iced Coffee; Kaffee; Tee & Leitungswasser

[Gedacht] Das ist nicht höflich, sondern verlogen. Gartenarbeit ist absolut nicht meins, aber hey, ich kann jetzt Bäume durchsägen.

[Gefreut] wie günstig die Autoreparatur war und wie schnell es gegangen ist 🙂

[Geärgert] Zickigkeit & dass ein Braunbär direkt um die Ecke erschossen wurde..armes verwirrtes Bärchen.

[Gekauft] eine neue Tankdeckelbefestigung & einen Ölwechsel