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[Reisen] New York City, here I come!

Das Schöne am Leben ist ja, dass man nie so genau weiß, wo es einen hintreibt. So habe ich dieses Jahr weder erwartet, dass ich zweimal in Australien sein werde, noch dass ich es endlich nach Mexiko schaffe. Passiert ist beides trotzdem und das ist einfach nur toll. Die letzten 3,5 Wochen war ich nun in meiner ehemaligen Heimat Montreal und habe den Herbst mit all seinen Farben bestaunt. Und ein weißes Eichhörnchen gesehen! Quasi das Einhorn unter den Hörnchen oder so 😉 Da ich bei der Einreise einen etwas schlecht gelaunten Grenzbeamten hatte, bekam ich nur ein Visum für einen Monat und somit geht es heute Nacht von hier mit dem Bus in wohl 8 Stunden nach NYC.

Wie lange ich bleibe, weiß ich noch nicht, denn New York ist verdammt teuer (Lottogewinn, du darfst gerne eintreffen). Aber ich muss der Stadt, die irgendwie jeder außer mir liebt, noch eine Chance geben. Bisher war ich zweimal dort und jedes Mal doch wieder froh, wenn ich mit dem Mietwagen flüchten konnte. Somit gibt es noch eine dritte Chance, mich vielleicht doch noch in ihren Bann zu ziehen, jetzt, wo ich alt bin 😉

Die Serie „Younger“, die ich letztes Jahr aufgrund akuten Seriennotstandes angefangen habe, hat mir auf jeden Fall ein wenig Lust auf Brooklyn und Williamsburg gemacht, hier werde ich bestimmt ein paar Stunden durch die Gegend streifen. Auch der Centralpark fehlt mir noch, bisher war ich nämlich immer nur im Winter in NYC und habe mich somit primär drinnen aufgehalten – hoffen wir, ich bekomme noch ein paar schöne Tage ab! Und wenn nicht, wird es wohl weiter südlich gehen, so richtig Lust auf Winter habe ich nämlich noch nicht.

NYC-Tipps, die vielleicht etwas ausgefallener sind (oder sich um vegetarisches Essen drehen), wären absolut genial, ich bin mir sicher, dass einige von euch schon da waren! Wenn ja, seid ihr auch so vernarrt in die Stadt wie gefühlt jeder? Oder ist noch jemand da draußen, der sich dachte „naja, ist halt ne große Stadt“ 😉

Sunday again.

[Gesehen] nach drei Wochen ohne wirklich gutes Internet habe ich mal meine Youtube-Abos durchgeklickt

[Gelesen] A Visit from the Goon Squad – Jennifer Egan

[Gehört] 2 Hearts – Digitalism; Somebody like you – Adele

[Getan] Montreal erlaufen, viele bekannte Ecken besucht und neue Orte entdeckt; an einem wissenschaftlichen Artikel geschrieben; viel (Fach-)Literatur zu mir genommen und endlich meine Spanisch-Edx-Kurs weitergemacht

[Gegessen] Bagels mit Erdnussbutter & Marmelade; Gemüsesuppe; Spaghetti mit Gemüse; Pittaschen mit Salat und Hummus

[Getrunken] Kaffee bei Tim Horton’s (und ich finde ihn immer noch nicht sonderlich gut)

[Gedacht] zurück nach Montreal zu kommen, fühlt sich irgendwie wie Zeitreisen an 

[Gefreut] einen guten Freund wiederzusehen und über die tolle, frische Luft hier in Kanada

[Geärgert] dass ich nur ein 4-Wochen-Visum für Kanada bekommen habe, das ist leider echt pure Willkür des einzelnen Grenzbeamten und man kann nichts machen

[Gewünscht] zu wissen, was ich in 4 Wochen machen werde

[Gekauft] Dill Pickle Chips von Lays, meine kleine kanadische Obsession

[Reisen] Bonjour Montréal!

Vor etwas über zwei Jahren kam ich während meines Working Holiday Jahres nach Montréal und da mein Auto mir hier verendete, blieb ich schließlich fast vier Monate in dieser sich sehr europäisch anfühlenden Metropole. Sonntagabend bin ich von Mexiko aus hier angekommen und ach, was fühlt es sich gerade seltsam an! Irgendwie nach Zeitreisen, da sich gefühlt so wenig verändert hat, ich wieder in „meinem“ Zimmer sitze, welches mir ein guter Freund abgetreten hat und irgendwie darauf warte, dass ich morgens durch den Schnee zur Arbeit stapfen muss.

Was ich natürlich nicht muss, auch wenn ich den sehr unfreundlichen Grenzbeamten bei der Einreise nicht davon überzeugen konnte, dass ich nicht illegal in meinem schlecht bezahlten, ehemaligen Job arbeiten mag. Ich habe mich nämlich erdreistet und wollte ein Visum für 3 Monate (bis 6 kann man als deutscher Tourist) und der freundliche Mann gab mir trotz Nachweis von ausreichend finanziellen Mitteln, Krankenversicherung etc blabla jetzt vier Wochen. Was meine Reisepläne jetzt auf jeden Fall etwas konkreter werden lässt, wenn ich am 31.10. wieder ausreisen muss und ich wohl einfach nur etwas südlicher in die USA flüchten werde. Lustig, dass ist doch eigentlich andersherum!

Alle Nationalparks in Kanada feiern dieses Jahr ihr 150-jähriges Bestehen mit kostenlosem Eintritt und ich hoffe, dass ich hier noch ein wenig sehen kann, bevor der Schnee wieder zuschlägt. Winter in Montréal kenne ich ja schon und ganz so schlimm ist es auch nicht, dass ich das nicht erneut erleben werde. Gerade ist es allerdings wunderschön, blauer Himmel, Sonnenschein und die frische, klare Luft, die ich so vermisst habe. Dass ich vorhin auf dem Weg zum Einkaufen einen Mann traf, der sein Schwein Gassi führt, hat meine Laune auch um einiges gehoben und somit wird sich jetzt nicht mehr geärgert, sondern das Beste aus der wenigen Zeit gemacht.

Ansonsten plane ich, viele Lieblingsorte erneut in der Stadt zu erkunden, besonders die Kunstmuseen sind großartig, neue Stellen zu entdecken und einfach viel zu laufen sowie ein paar meiner Freunde zu treffen. Das Laufen macht hier nämlich richtig Spaß, da es so viele niedliche Häuser zu entdecken gibt und gleichzeitig viel Natur in Form von Parks zum Verweilen einlädt. Zeitlich werde ich es jetzt zwar nicht bis an die Ostküste schaffen, aber zumindest Québec City dürfte für 1-2 Tage drin sein. Dahin war ich damals unterwegs, als mein Auto vor Montréal auf der Autobahn einfach starb und sich nicht wiederbeleben lassen wollte. Im zweiten Anlauf klappt das doch hoffentlich.

Einen Kaffee bei Tim Hortons habe ich mir vorhin schon geschnappt, aber nein, den Hype um „Timmys“ werde ich einfach nie verstehen..meine kanadische Obsession sind und bleiben da doch die Dill Pickle Chips von Lays, aber die Idee von Gurken-Chips geht für viele andere wiederum mal gar nicht 😉 Und ja, genau die futtere ich gerade beim Tippen und grinse dümmlich vor mich hin – wobei das leckere mexikanische Essen schon gut fehlt!

Das wäre es dann erstmal mit meinem „wo bin ich und wo will ich hin“-Update und es wird in den nächsten vier Wochen also bestimmt den ein oder anderen kaandarelevanten Beitrag geben. Doch erstmal muss ich noch meine Mexiko-Eindrücke mit euch teilen, was bin ich verliebt in dieses Land! Wenn wer von euch gerade in Montréal ist und Lust auf Kaffee hat, meldet euch doch – und für einen Tipp, was ich mir denn unbedingt ansehen muss, bin ich natürlich auch immer mehr als nur dankbar!

[Reisen] Last Day of Montreal!

Wie immer, bevor ich einen neuen, liebgewonnenen Ort verlasse, wache ich mit einem zwiegespaltenen Gefühl auf. Die letzten 3,5 Monate habe ich in Montreal verbracht und nach einem etwas holprigen Start, da ich kaum Französisch spreche, mich sehr gut eingelebt. Ich habe einige tolle Sachen entdeckt, mir die Stadt zu eigen gemacht und fühle mich hier wohl. Aber gleichzeitig ist da wieder die Neugierde auf andere, neue Orte, die mich eben weitertreibt. Der einfache Weg (hier, wir sponsorn dich für ein richtiges Arbeitsvisum, hier, du kannst weiter bei mir wohnen) ist nicht meiner. Veränderung ist, was mich glücklich macht. Wenn ich in ein komplett neues Umfeld geworfen werde, nichts verstehe, von dem, was um mich herum passiert, aber nach und nach kapiere, was man warum wie macht. Immer wieder von Neuem mit dem kulturellen Lernen beginnen quasi.

Meinen letzten Tag werde ich nicht, wie sonst, damit verbringen, noch einmal alle Lieblingsorte zu besuchen, sondern bei der Arbeit. Den Job, bzw die Art der Vollzeitarbeit, werde ich nicht vermissen, einige meiner Kollegen hingegen schon, die mich sehr herzlich empfangen haben und es hingekriegt haben, dass ich Spaß bei einer Sache habe, für die ich mich vorher null begeistern konnte. Danach muss ich noch zur Bank, meinen Koffer packen, alles, was nicht hineinpasst, zur Kleiderspendebox bringen und schlafen. Denn um 5.00h morgen früh geht es schon los nach Toronto und ich hoffe sehr, dass mich die Landschaft diesmal etwas mehr begeistern wird, die ich unterwegs mit dem Bus sehen werde.

In Toronto werde ich noch eine Nacht bleiben und (wenn alles passt) ins Royal Ontario Museum, ins Kunstmuseum und ein bisschen einkaufen gehen. Denn da sind noch ein paar kanadische Dollar, die ausgegeben werden wollen und Iceland Air erlaubt mir ja auch netterweise zwei Gepäckstücke, yay!

Mit gemischten Gefühlen geht es jetzt also zum letzten Mal durch meinen Alltag hier, ich werde es genießen, da ich eben weiß, dass es nur noch heute so sein wird und ich absolut keine Ahnung habe, wo ich in einem Monat bin und was ich erleben werde! Im Moment gehe ich von Berlin aus, aber die Welt ist so groß und ich will noch so viel sehen..ob diese Reiselust wohl irgendwann abebbt?

[Reisen] Endlich Schnee!

Seit etwas über einem Tag haben wir statt 16 nun eher -16 Grad in Montreal und es schneestürmt. Für mich natürlich ein kleines Highlight und ich freue mich so, durch den Schnee zu stapfen. Zwar geht das im Moment nur vor und nach der Arbeit, aber hey, besser als nichts! Nachdem wir Weihnachten ja frühlingshafte 16 Grad hatten, ich Kanadier im T-Shirt traf und so gar keine Stimmung aufkommen wollte, war ich schon stark enttäuscht. Denn wenn ich eine Vorstellung von kanadischem Winter hatte, dann doch von viel Schnee und kalten Temperaturen. Jetzt hat sich das ja endlich geändert und ich freue mich, noch weitere vier Wochen damit zu erleben!

Ich dachte mir, ich teile meine kleinen Eindrücke mit euch, auch wenn es nur iPhone-Bilder sind, meine richtige Kamera habe ich unterwegs nicht dabei gehabt. Los geht es morgens von meiner Wohnung am Parc Laurier vorbei zur Metro, im Büro habe ich (normalerweise sehr weiten) Blick über Montreal, wobei das Fenster jetzt zuschneit *g* und abends dann wieder im Dunklen zurück zu meiner eingeschneiten Straße, ich liebe es! Absolut verrückt finde ich ja, dass die Kanadier auch bei diesem Wetter mit dem Rad fahren, mein Mitbewohner hat Winterreifen für sein Fahrrad, ich dachte echt, ich hätte mich verhört. Nie im Leben käme ich auf diese verrückte Idee!

Schnee Montreal

Schnee Montreal

Winter Montreal

Winter Montreal

Winter Montreal

Für mich geht es heute Abend (mit Rollkoffer, das wird ein Spaß) endlich zum Busbahnhof und somit in den langersehnten Urlaub. Mein bester Freund hat sich gerade schon die Niagarafälle angesehen und sammelt mich dann morgen in London, Ontario (kreative Namensgebung ftw) ein..mal sehen, was wir die nächsten zwei Wochen so erleben werden und wie oft wir das Auto freischippen müssen 😉

Lustigerweise bin ich jetzt dank Schnee in Weihnachtsstimmung, mal sehen, wann ich die Weihnachtslieder jetzt wieder aus dem Kopf kriege. Geht das noch wem so, dass Schnee=Weihnachten ist?

Fröhliche Weihnachten aus Kanada!

Ihr Lieben,

ich hatte zwar eigentlich ein Schnee-Bild im Kopf, wenn ich an diesen Post gedacht habe, aber da macht uns das Wetter auch in Montreal einen Strich durch die Rechnung. Nichtsdestotrotz wünsche ich euch allen wundervolle Weihnachtstage im Kreise eurer Lieben, Zeit für Erholung und ein paar entspannte, glückliche Tage, ohne dass man ständig auf die Uhr (oder das Smartphone) schauen muss! 

Christmas Market Montreal

Hier will trotz Weihnachtsmarkt und Weihnachtskonzerten nicht wirklich Stimmung aufkommen, was aber auch daran liegen dürfte, dass ich heute den Tag ganz normal arbeiten darf. Man feiert in Kanada erst am 25. morgens und das werde ich auch, indem ich nicht um 5 aufstehe, sondern endlich einmal nach Monaten wieder ausschlafe! Mein Weihnachtsgeschenk an mich selbst 🙂

Christmas Concert Montreal

Mein bestes Geschenk kommt dann kurze Zeit später in Form meines besten Freundes und einem gemeinsamen Roadtrip durch Ostkanada bzw die amerikanische Grenzregion..ich bin schon gespannt, wo genau wir überall landen werden. Bis dahin werde ich mir die Weihnachtslichter hier noch alleine ansehen, dekorativ kann sich meine Stadt definitiv sehen lassen..man folgt hier dem ‚go big or go home‘-Motto!

Christmas lights montreal

Wenn wer noch Platz hat, esst ein paar Kekse und Lebkuchen für mich mit!

[Beauty] Burt’s Bees & EOS Mini-Haul!

Ganze drei Produkte verdienen eigentlich noch nicht die Bezeichnung „Einkauf“, aber ich halte mich noch immer beim Shoppen brav zurück. Erstmal muss ich sehen, was der USA-Urlaub so an Kosten und Einkäufen mit sich bringt, um das restliche Geld danach in Kanada unter die Leute zu bringen. Da es hier aber überall schon so wunderschön weihnachtlich dekoriert ist (mit Lautsprechern und Musik in vielen Straßen), konnte ich aber doch nicht ganz wegsehen und war „nur mal kurz“ in der Drogerie.

EOS Lippenpflege

Von EOS durfte dieses 2er-Set Lipbalm in Strawberry Sorbet & Wildberry mit. Bisher habe ich nur die nachgemachte Version aus der amerikanischen Drogerie gehabt und bin sehr gespannt, was das Original so kann. Plus war es pink und mit vielen positiven Worten verziert, ich konnte nichts dagegen tun! Gekostet hat es mich circa 4,50€, der Preis ist etwas humaner als in Deutschland. Beide Sorten sind sehr fruchtig, ich kann nicht so genau sagen, welcher welche Sorte sein soll, aber da sie beide lecker sind, ist das ok! Die Pflegewirkung finde ich jetzt auf die ersten Versuche hin in Ordnung, aber nicht außergewöhnlich genial. Es ist eher eine Pflege, die ich in der Tasche haben und auftragen werde, wenn ich Lust auf Geschmack habe – die „richtige“ Pflege gibt es dann wohl über Nacht mit anderen Produkten.

Burt's Bees Handcreme

Bei Burt’s Bees werde ich generell schnell schwach, ich liebe die Produkte einfach und auch wenn ich normalerweise darauf achte, dass meine Sachen primär vegan sind, hier mache ich die gewollte Ausnahme. Das Sortiment in Kanada ist so riesig und einfach in jeder Drogerie/Supermarkt zu finden, die Verlockungen warten also echt an jeder Ecke. Nach zigmal Nichtkaufen habe ich nun nachgegeben und die so wunderschön verpackte Almond & Milk Hand Cream (für ca. 9,50€) mitgenommen, die so himmlisch gut riecht und einfach nur DIE Winterpflege schlechthin ist. Ich hatte sie vor längerer Zeit schon einmal und war so begeistert, dass ich sie jetzt einfach nachkaufen musste – Montreal und seine Kälte sind schuld, so *g* Sie ist sehr reichhaltig, braucht aber auch einen Moment, bis sie eingezogen ist, weswegen ich sie besonders gerne als Overnight-Pflege in Kombination mit Handschuhen für den Extrakick Pflege benutze.

Burt's Bees Grapefruit Shower Gel

Duschgel ist eigentlich wirklich das letzte, was ich mir kaufen dürfte, davon habe ich in Deutschland noch eine ganze Menge, die auf mich wartet. Aber gegen den Winterblues und das Aufstehen um 4.30h hilft definitiv das Burt’s Bees Citrus & Ginger Body Wash. Der Geruch alleine macht schon wach, versorgt mit Energie und guter Laune und erinnert mich an einen Duft von LUSH (auf den ich jetzt natürlich nicht komme, vielleicht Happy Hippie?). Die scharfe Ingwernote sorgt hier noch einmal für die Extrakick während des Einschäumens und macht das Duschgel sehr außergewöhnlich, aber genau nach meinem Geschmack. Der Geruch bleibt nach dem Duschen noch einige Zeit auf der Haut und auch im Bad, wird aber so dezent, dass er nicht in mein Parfüm reinfunkt (das kann ich nämlich gar nicht leiden). Das Duschgel war an dem Tag im Superangebot für gerade einmal 2,50€.

Da es den Kiehl’s Adventskalender in Kanada nicht gibt, habe ich mir eben so eine kleine Freude gemacht. Kennt ihr die Sachen schon, wie findet ihr sie? 🙂 Gibt es irgendeine (Naturkosmetik)-Marke, die ich mir in Kanada unbedingt ansehen sollte?

[Reisen] Es wintert in Montreal & mein Heilmittel gegen schlechte Laune!

Die letzten Tage ist es verflucht kalt geworden hier in Montreal und ich habe heute früh (es war kurz nach 6, das ist nicht meine Zeit) die Person verflucht, die auf die Idee kam, Monitore in die Metro zu hängen. Da knallte mir nämlich die nette Wetteranzeige von aktuell -12 Grad entgegen und hat mich nicht wirklich motiviert, die Metro wieder zu verlassen und doch weiter zur Arbeit zu gehen. Nichtsdestotrotz lief ich heute nach der Arbeit meine täglichen 12 Kilometer nach Hause, da ich den Sonnenschein das Tageslicht von noch 30 Minuten genießen wollte. Ganz ehrlich, würde ich permanent hier leben, ich wäre genau so deprimiert wie die meisten Kanadier, die ich dieses Jahr getroffen habe. Eigentlich alle sagten mir, da hilft nur Bier..und Schnapps..nein danke 😉

First Snow Montreal

Über Schnee hingegen freue ich mich immer sehr, da hat das Frieren wenigstens einen Sinn. Plus riecht die Luft einfach so klar und frisch und gesund (Placebo-Effekte wirken bei mir immer *g*). Fies ist allerdings, dass sich unter dem Schnee hier überall Eis befindet und man so durch die Gegend rutscht. Normalerweise lese ich beim Laufen ein Buch, das konnte ich gestern nicht, sonst wäre ich definitiv ausgerutscht. Wobei ich meinen Nike-Schuhen eingestehen muss, dass sie mehr Haftung haben als meine Stiefel.

Um die Menschen hier glücklich zu stimmen, ist schon seit bestimmt zwei Wochen überall Weihnachtsbeleuchtung und -dekoration angebracht, was verrückt ist! Kaufhäuser, Shoppingmalls, Banken, Kirchen, überall wird man bestrahlt und ja, Weihnachtsmusik wird auch schon fleißig in den Geschäften gespielt. Aber auch wenn man an Privathäusern vorbeiläuft, sieht man drinnen schon geschmückte (!) Tannenbäume stehen. Ich liebe Weihnachten, aber das ist selbst mir zu früh (und ja, ich kaufe die ersten Lebkuchen in der letzten Augustwoche). Bringt aber definitiv mehr Licht in den Tag, der gegen 16.30h in kompletter Dunkelheit verschwindet. Da ich den ganzen Tag in künstlichem Neonlicht bei abgedunkelten Fenstern (und Klimaanlage, es ist so skurril) sitze, nutze ich jede „helle“ Minute aus und erfreue mich danach eben an den ganzen Lichtern.

Jetzt wollte ich euch eigentlich mein tolles Eisbären-Video einblenden, aber irgendwie ist bei Instagram gerade der Wurm drin, somit konnte ich es nur verlinken. Definitiv eines meiner Highlights in Kanada! Eisbären unter Wasser zu erleben, war ein Traum von mir, bis nach Churchill hoch, habe ich es leider dieses Mal nicht geschafft – aber so konnte ich wenigstens diese Bärchen in Winnipeg sehen. Die werden übrigens, sobald sie gesund gepflegt oder (re)sozialisiert sind, wieder in die Freiheit entlassen und wer weiß, vielleicht sehe ich einen von ihnen ja wieder. Denn sobald ich genug Geld habe, wird es in the polar bear capital gehen, wie Churchill auch genannt wird (googelt mal Bilder, das sieht so genial aus).

Heute ist zwar Thanksgiving, aber das tangiert in Kanada niemanden. Den darauffolgenden Black Friday hat man aber übernommen und ich werde mich dort auch mal umsehen, da ich eigentlich einen neuen MP3-Player brauche und noch bei Bath & Body Works vorbeischauen will. Wobei ich zumindest ersteres auch am Cybermonday bekommen könnte, schauen wir mal, wie sich meine Shoppinglaune entwickelt. Zumindest werde ich bei meinem jetzigen Job alle zwei Wochen bezahlt, was durchaus nett ist und habe schon das erste Gehalt auf meinem Konto. Das meiste Geld wird zwar für meinen USA-Silvester-Roadtrip mit meinem besten Freund draufgehen, aber das ist ja noch laaaaaaange hin!

Sunday again.

[Gesehen] Scandal; HTGAWM; Grey’s Anatomy; Homeland; Bones

[Gelesen] The Whole Truth – David Baldacci; A Walk Across the Sun – Corban Addison

[Gehört] nichts, ich brauche dringend einen neuen MP3-Player

[Getan] 3 Tage Training zum Gamestester absolviert; Montreal erlaufen; im Museum of Modern Art gewesen; Little India zufällig gefunden; über 80km gelaufen

 

[Gegessen] vegetarisches Thali; Quinoa mit Tomaten, Bohnen & Reis; Oatmeal; Erdnussbuttertoast; Nüsse

[Getrunken] Lakritztee; Kaffee; grüner Tee; Orangen-Mango-Saft mit Gerstengras

[Gedacht] wie unendlich langsam die Zeit vergeht, wenn man etwas machen muss, was einem absolut keinen Spaß macht

[Gefreut] bei einem unerfolgreichen Bewerbungsgespräch konnte ich viele Hunde streicheln; dass ich durch Zufall Little India durchlaufen habe

[Geärgert] ich hasse den Nahverkehr in Montreal, das ist so umständlich alles

[Gekauft] Metrotickets und Lebensmittel

[Reisen] Montreal in a nutshell!

Da mir heute echt die Zeit fehlt (in 6 Stunden muss ich schon wieder aufstehen und zum letzten Probearbeitstag), fasse ich euch mal ganz kurz zusammen, an was ich in Zukunft immer denken werde, wenn ich an Montreal denke 🙂

Montreal Squirrel

„Oh hallo! Na du Süßer, wie geht es dir? Oh du bist aber zutraulich“

Montreal Squirrel

„Ja, aber sowas von und jetzt rück raus mit den Nüssen!“

Montreal Squirrel

„Wie gibt’s nicht? Ich mach mich vom Acker, dahinten sind die netteren Menschen!“

Jeden Tag laufe ich hier durch Parks oder einfach nur Straßen entlang und treffe so viele wunderschön flauschige, zuckersüße Eichhörnchen. So atemberaubend das kanadische Wildlife insgesamt ist, jeder denkt ja nur an Bären und Elche, diese kleinen Nager haben einfach mein Herz erobert und als ich vor kurzem in Deutschland war, hat mir echt was gefehlt! Wir brauchen auch mehr Hörnchen und hier habe ich sie in noch jeder Stadt (!) und natürlich jedem Ort und auch in jedem Wald gefunden..mein Herz hüpft trotzdem jedes Mal aufs Neue!

Statt Eichhörnchen gucken, also acht Stunden Videospiele testen..bisher kein so guter Tausch, ich habe ja noch Hoffnung, dass mein Bewerbungsgespräch am Freitag bei der Hundepension besser läuft und ich dann wenigstens Hunde streicheln darf!