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[Lesenswert] tschick – Wolfgang Herrndorf

Das Buch tschick von Wolfgang Herrndorf war mir zwar schon lange ein Begriff und das Artwork vom Cover hat sich ebenfalls bei mir eingebrannt, aber ich habe es erst die letzten Tage hingekriegt, es ENDLICH einmal zu lesen. Dabei liest es sich runter wie Butter, man will nicht mehr aufhören und schwupps, ist man am Ende des Nachmittages auch schon damit durch – herrlich!

Worum geht’s Der 14-jährige Maik kommt aus einem zwar reichen, sonder aber ziemlich kaputtem Elternhaus und ist in der Schule ein als langweilig geltender Außenseiter. Unglücklich verliebt ist er auch noch und hat einen sehr langweiligen Sommer alleine (Mutter in der Entzugsklinik, Papa mit der Geliebten unterwegs) vor sich. Doch er hat die Rechnung ohne den neuen Mitschüler Tschick gemacht, welcher beschliesst, dass die beiden zu einem nicht unbedingt legalen Abenteuer mit einem geklauten Lada „in die Walachei“ aufbrechen sollten.

Wie ist’s Wie ein wunderbarer, nach Freiheit und Abenteuer schmeckender Sommertag, wie ihn die meisten von uns bestimmt schon einmal erlebt haben. Die Charaktere des coming of age Romans sind ganz wunderbar beschrieben, die Story eines Roadtrips durch Deutschland nett und durchaus überraschend und ich musste viel lachen. So richtig laut. In der Öffentlichkeit. Das Buch macht einfach nur Spaß und genau wie diese Sommertage will man nicht, dass es vorbei geht. Da ich nichts von der Handlung verraten will, muss ich mir hier gerade echt auf die Zunge beißen, aber es sind definitiv einige sehr absurde Situationen dabei!

Einfach nur ein rundum gelungenes Lesevergnügen, welches durch den wunderbaren Schreibstil nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird. Von Wolfgang Herrndorf werde ich definitiv noch mehr lesen – und dieses Buch nicht weitergeben, sondern doch wirklich in meinem Regal behalten, da ich es noch einmal lesen mag.

ABSOLUTER LESETIPP von mir, da hat 2020 wirklich großartig angefangen! Ob im Urlaub, unterwegs oder wenn es draußen grau und nass ist, dieses Buch geht immer und macht euch garantiert gute Laune!

[Sehenswert] Marriage Story, Spinning Out & Queen of the South

Was macht man, wenn man ein krankes Hundetier zuhause hat, welches zunächst 24 Stunden Rundum-Beobachtung braucht und nachdem es ihm etwas besser geht, es draußen nass-kalt-grau ist? Genau, man nutzt den Netflix-Account eines Freundes bis zum bitteren Ende 😉 Da ich selten Zeit oder stabiles Internet habe, ist es schon einige Zeit her, dass ich mal eine Serie am Stück geschaut habe, aber genau so habe ich die letzten zwei Wochen mehr oder weniger verbracht..gut für euch, denn nun kann ich euch etwas über den sehr gehypten Film Marriage Story, die neue Netflix-Serie Spinning Out sowie die (zumindest von mir unterschätzte) mittlerweile vier Staffeln umfassende Serie Queen of the South erzählen!

MARRIAGE STORY (2020)

Man erlebt das Scheitern einer Ehe zweier sehr kreativer Menschen, die zunächst versuchen, alles für ihren Sohn und aufgrund ihrer gemeinsamen Geschichte richtig zu machen, am Ende aber doch einen anwaltsgeführten Rosenkrieg ausfechten. Von der Besetzung her musste mich der Film kriegen, ich mag Adam Driver und Scarlett Johansson sehr und auch Noah Baumbach macht per se gute Filme. Und ich will auch nicht abstreiten, dass mich der Film unterhalten hat, aber ich habe mehr erwartet.

Der Beginn kriegt einen gleich, die beiden hatten als Aufgabe ihres Meditatoren, Briefe an den jeweils anderen zu schreiben und aufzulisten, was sie an ihm mögen. Man merkt, dass beide Parteien sich sehr schätzen, dass viel Liebe zwischen ihnen existiert (hat) und irgendwie kann man gar keine Seite mehr unterstützen, da man will, dass es beiden gut geht – eben auch ohne das gemeinsame Happyend. Einige Szenen wirkten sehr künstlich (ok, ich habe noch keine Scheidung hinter mir..), die Dialoge etwas realitätsfern und die Charaktere zu überzeichnet. Aber vom Schnitt der Szenen und der gewählten Musik war ich wiederum angetan. Insgesamt ja, schaut ihn euch an, aber nochmal sehen muss man ihn auch nicht.

SPINNING OUT (2020)

Als ich den Trailer sah, wusste ich sofort, muss ich sehen! Was nicht an meiner Liebe zum Eiskunstlauf liegt, ganz im Gegenteil, sondern an Kaya Scodelario, welche die Hauptrolle der Eiskünstläuferin Kat spielt. Wer die Schauspielerin nicht kennt, kennt wohl auch nicht die Serie Skins (bitte die UK-Version und nicht, was man da für den US-Markt kopiert hat) und muss diese Bildungslücke dringend schließen. Nach wie vor eine meiner absoluten Lieblingsserien!

Die Serie hat eine Staffel und ist damit glaube ich auch beendet; zumindest erwartet euch kein unglaublicher Cliffhanger am Ende, ich hätte mir aber wohl auch noch eine weitere Staffel angesehen. Kat ist bipolar, ebenso ihre Mutter und trainiert gemeinsam mit ihrer Schwester täglich in der Eishalle, um irgendwann einmal zur Olympiade zu gelangen. Dann jedoch beendet ein tragischer Sturz fast ihr Leben und ihre Karriere. Dieses Trauma muss sie überwinden, was sie am Ende aber nicht alleine schafft (obwohl sie sich als lone wolf sieht), sondern mit Hilfe ihres neuen Partners. Natürlich ein bad boy, der auch ihr Herz schon irgendwie verletzt hat, aber Paarlauf könnte ihre nächste Karriere sein.

Es ist ein leichtes coming of age Drama, welches einen mitnimmt, nicht zu viele Überraschungen parat hat und einen Eiskunstlauf mehr wertschätzen lässt. Also genau das, was man will, wenn man ein verregnetes Wochenende hat, an welchem man sich von einem kranken Hundetier ablenken will!

QUEEN OF THE SOUTH (2016- )

Viel zu lange stand Queen of the South auf meiner Watch-List, denn ich habe die Serie komplett vergessen 😉 Leider gibt es sie nicht auf Spanisch bei Netflix, das in Kombination mit englischen Untertiteln würde mich noch glücklicher machen, aber gut! Ich mag in Mexiko spielende Serien sehr, hier haben wir das Leben von Teresa Mendoza im Vordergrund, deren Freund Guero für ein Kartell arbeitet. Er gibt ihr ein Telefon mit den Anweisungen, dass dieses nur klingeln wird, wenn er tot ist und sie dann fliehen muss. Als dies dann eintritt, beginnt für Teresa eine Flucht um Leben und Tod, wobei sie sich immer tiefer in die Kartellstrukturen begibt.

Staffel 1 fand ich absolut großartig und ich will das Buch von Arturo Pérez-Reverte, auf welchem die Serie basiert, unbedingt lesen. Schnell. Ich mochte das Erzähltempo, die unerwarteten Wendungen und die verschiedenen Charaktere sehr, die durchaus auch mal recht schnell sterben. Nicht wie bei GoT, aber trotzdem gut! Ich bin gerade am Ende der zweiten Staffel, welche ich nicht mehr ganz so grandios fand, aber man will doch immer „nur noch eine Folge mehr“ schauen, also fesseln tut sie mich und das macht eine gute Serie doch aus. Klar, einiges ist schon enorm unglaubwürdig, aber andererseits habe ich jetzt auch weniger Kartell-Erfahrungen, also vielleicht läuft der Hase wirklich so. Es sind vier Staffeln draußen, die fünfte wird ebenfalls produziert und ich würde sagen, so habe ich noch einiges zu tun, bis es Frühling ist oder ich wieder unterwegs 😉

Eso es todo, das sind meine aktuellen Serientipps, die ich mit euch teilen wollte. Habt ihr schon eine davon gesehen, wenn ja, wie gefällt sie euch? Und was schaut ihr aktuell? Bei Netflix kam ja einiges raus, ich war am Anfang doch sehr überfordert, was ich denn jetzt eigentlich schauen mag!

[Lesenswert] Die falsche Fährte – Henning Mankell

Beginnen wir 2020 doch mit meinem ersten Kurt Wallander Roman, welcher aber schon der 5. Fall des schwedischen Kommissares ist. Da ich kein wirklicher Krimi-Fan bin und meist pro Jahr nur eine 3-4 Bücher überdauernde „Lese-Phase“ in diesem Genre habe, stand „Die falsche Fährte von Henning Mankell“ viele Jahre lang in meinem „muss ich endlich mal lesen“-Regal. Aber endlich ist es vollbracht und nun kann ich euch ein bisschen über das Buch erzählen und ob es wohl in der fernen Zukunft noch einen weiteren Wallander-Krimi für mich geben wird!

Worum geht’s Kommissar Wallander wird aus Personalmangel zu einem unbedeutenden Ereignis geschickt, welcher jedoch im Selbstmord eines jungen Mädchens vor seinen Augen endet. Gleichzeitig beginnt ein Serienmörder in Schweden sein Untreiben, welcher seine zunächst willkürlich erscheinenden Opfer auf grausame Weise zurichtet. Die Ermittlungen bringen nach und nach Licht ins Dunkle, gleichzeitig zieht Wallander jedoch den Zorn des Mörders auf sich.

Wie ist’s Seien wir mal ganz ehrlich, ich musste mir Mühe geben. Erwartet habe ich einen süchtigmachenden, spannenden Schreibstil, welchen einen das Buch bis 3 Uhr nachts gefesselt lässt und immer „nur noch schnell ein Kapitel mehr“ denken lässt. Aber das war für mich leider nicht der Fall und die 500 Seiten haben sich wirklich gezogen. Es gibt kaum überraschende Wendungen, die Story wird so konzipiert, dass man als Leser schon früh weiß, was Sache ist und man sich eher ärgert, dass die Polizisten und Kommissare so lange brauchen und es eben alles so vor sich her „dümpelt“.

Gut beschrieben finde ich die Person Kurt Wallander allerdings und kann verstehen, wieso diese Krimis aufgrund dieser einzelnen Figur so erfolgreich sind. Es war wohl eher dieser Fall, der nicht nach meinem Geschmack war, ein anderes Buch aus der Reihe könnte mich vielleicht mehr fesseln. Denn man beginnt, emotional mit dem Kommissar zu leiden, lernt viel über seine Vergangenheit und aktuellen Gefühlswelten und das mochte ich sehr. Schade, dass der Rest so langweilig und teilweise einfach banal war!

Verfilmungen will ich mir bestimmt nicht anschauen, aber sollte ich über einen anderen Wallander-Krimi stoßen und mich die Buchrückseite und der angeteasterte Fall zumindest etwas ansprechen, würde ich Mankell noch eine zweite Chance geben, mich mit seinem Schreibstil für ein paar Stunden in eine andere Welt zu ziehen; oder zumindest zu lernen, dass wir beide einfach nicht zusammen kommen 😉

Habt ihr schon einen/mehrere Wallander-Krimi/s gelesen? Welcher hat euch denn besonders gefallen?

[Beauty] Aufgebraucht im Dezember 2019!

Bäm, 2019 wir haben fertig. Und das Jahrzehnt endet – zumindest was diesen Blogpost betrifft – eher etwas kläglich, denn es ist kaum etwas leergeworden. Was aber daran liegt, dass ich seit knapp zwei Wochen erst wieder in Deutschland bin und somit endlich mal wieder Originalgrößen verwenden kann (welche eben ihre Zeit brauchen). Somit sind diesen Monat doch wirklich nur 5 Produkte von mir verabschiedet worden. Ich bin ja schon gespannt, wie meine Jahresbilanz (kommt irgendwann nächsten Monat) aussehen wird!

Sheraton Shampoo & MGM Resorts Spülung Zwei Reisegrößen sind leer, diese hatte ich noch unterwegs dabei und beide fand ich eher mäßig. Meine Haare brauchen im Moment vermehrt Feuchtigkeit und das haben sie hier nicht bekommen.

Dove Original Deo Ich LIEBE dieses Sprühdeo auch wenn es Aluminium hat, schlecht für die Umwelt ist und man bestimmt meckern kann. Aber für unterwegs erledigt es einfach einen grandiosen Job, kann mir nicht auslaufen, hinterlässt keine weißen Ränder und gibt mir die Sicherheit, dass ich auch nach 20 Stunden im Zug bei 46 Grad nicht müffele. Das können nicht viele Deos und somit ist das mein Reise-Deo (und wir es wohl auch noch lange bleiben).

réell’e Intensiv Color Creme Dunkelblond Ich habe keine Ahnung, wie man diese DM-Eigenmarke ausspricht, aber diese Coloration ist meine go-to-Farbe. Reizt meine Haut nicht, macht einen schönen Glanz, meine Haare fühlen sich nicht zerstört an und sie hält – und für 1,55€ ist das einfach unglaublich gut. Wird – wie auch das Deo – immer wieder nachgekauft!

GUHL Repair & Balance Maske mit Manuka-Honig & Milch Ich wollte die Maske mögen, da sie so einfach zu verwenden ist (nur eine Minute Einwirkzeit). Aber die Verpackung ist – wie irgendwie immer bei GUHL – echt Mist, man kriegt viel zu viel Produkt pro Anwendung und es wird messy. Plus merke ich leider keinen enormen Pflege-Effekt, es ist für mich „nur“ eine Spülung und somit das Geld nicht wert. Dann lieber eine richtige Haarmaske, die man 5 Minuten einwirken lässt.

Zwei Proben, zwei absolute Lieblinge und ein Produkt, welches nichts für mich ist – mit dieser schönen Mischung endet also mein Jahr. Ganz gute Zusammenfassung, oder? Wirklich etwas Weihnachtliches habe ich nicht wirklich in Verwendung, wenn man von meinem Apfel-Vanille-EdT von H&M absieht und an diesem werde ich noch einige Zeit haben 🙂

[Lesenswert] ABC-Lesechallenge 2019 – Endstand!

Und da ist das Jahr auch schon wieder herum, in welchem ich versuchte, mich, wie die letzten Jahre schon, einmal titelmäßig durch das Alphabet zu lesen. Da einige Buchstaben wie Q & X doch etwas schwieriger sind und ich kein Buch kaufe, nur weil es den passenden Titel hat, mich aber null interessiert, bin ich in der Vergangenheit bisher nie erfolgreich gewesen. Und Spoiler: auch dieses Jahr ist es wieder nichts geworden 😉

Endstand: 19 von 26 Buchstaben „gelesen“

A good man in Africa – William Boyd (klick)
A handful of rice – Kamala Markandya (klick)
Artgerecht ist nur die Freiheit – Hilal Sezgin (klick)
Auf dem Jakobsweg – Paulo Coehlo (klick)

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Balzac und die kleine chinesische Schneiderin – Dai Sijie (klick)

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Chronist der Winde, Der – Henning Mankell (klick)
Close your eyes, hold hands – Chris Bohjalian (klick)

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D

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Eleanor Oliphant is completely fine – Gail Honeyman (klick)
Elefanten auf LSD und andere verrückte Experimente -Alex Boese (klick)
Erwartung – Jussi Adler Olsen (klick)

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Farbe Lila, Die – Alice Waker (klick)
Franny & Zooey – J. D. Salinger (klick)

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Gun Love – Jennifer Clement (klick)
Glass Palace, The – Amitav Ghosh (klick)

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Hundertjährige, der aus dem Fenster sprang und verschwand, Der – Jonas Jonasson (klick)

Hunger – Roxane Gay (klick)

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Ich habe Freunde mitgebracht – Lucy Fricke (klick)

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J

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Knots & Crosses – Ian Rankin (klick)

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Little Bee – Chris Cleave (klick)

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Marsianer, Der – Andy Weir (klick)
N
On love – Alain de Botton (klick)
Piranha to Scurfy – Ruth Rendell (klick)
Q
Rosie-Projekt, Das – Graeme Simsion (klick)
Reasons to stay alive – Matt Haig (klick)
Rules, The – Stacey Kade

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Sansibar oder der letzte Grund – Alfred Andersch (klick)
Schoßgebete – Charlotte Roche (klick)
See me – Nicholas Sparks (klick)
Seltsamsten Orte der Welt, Die – Alastair Bonnett (klick)
Spieler, Der – Fjodor Dostojewski (klick)
Sun and her flowers, The – Rupi Kaur (klick)

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Truth or Beard – Penny Reid (klick)

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Understudy, The – David Nicholls (klick)

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Von Mäuschen und Menschen – John Steinbeck (klick)

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When breath becomes air – Paul Kalanithi (klick)
White Woman on the Green Bicycle, The – Monique Roffey (klick)

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X
Y
Z

Da ich dieses Jahr aber einmal alle Bücher erfassen mag, die ich so lese, seht ihr in der Liste, dass sich mehrere Titel pro Buchstabe einfinden. Insgesamt bin ich somit bei 36 Büchern und ich finde sehr lustig, dass isch besonders bei dem Buchstaben S die Werke nur so tummeln! Aber da diese nicht in die Challenge reinzählen, dürfte das doch ok sein, oder? 🙂

Dafür, dass ich den Großteil von 2019 unterwegs war (und da nur ebooks hatte, welche ich nicht zähle) und häufig keine Zeit zum Lesen hatte, gar nicht so schlecht. Als ich vor Weihnachten wieder nach Deutschland kam und mich an die übrigen Buchstaben hätte setzen können, merkte ich, dass ich nicht wirklich Titel mit ihnen zuhause im Regal hatte bzw nur welche, die ich entweder schon kannte oder einfach nicht in der Stimmung für war. Und mich zu einem Buch zwingen nur des Titel Willens ist dann doch nicht meines.

Somit wird die Challenge auch 2020 wieder in Angriff genommen und in den öffentlichen Bücherschränken mal vermehrt nach Titel mit X,Y oder Z als Anfangsbuchstabe geschaut..das sollte doch zu schaffen sein!

Hat wer von euch auch bei der ABC-Challenge mitgemacht? Was war das beste Buch, welches ich 2019 gelesen habt?

[Beauty] Nagellack-Aufbrauchprojekt 2019 – Endstand!

Seit meinem letzten Update im Juli hat sich nur wenig getan bei meinen drei ausgewählten Aufbrauch-Kandidaten. Was aber hauptsächlich daran lag, dass ich wieder ein paar Monate wandern war und dort natürlich keinen einen Nagellack mitnahm und auch danach in sieben Wochen Indien kaum zum Lackieren kam. Aber ich bleibe dran, ich will meine Sammlung weiterhin verkleinern und habe immerhin konsequent allen Kaufimpulsen widerstanden!

So fing ich im Februar diesen Jahres mit diesen vier Nagellacken an, bis Juli hatte ich mich dann immerhin schon von dem Avon Lack in „rave“ verabschiedet, denn er wurde ein guter Alltagslack! Doch trug ich die anderen ausgesuchten Kandidaten nur sehr selten bzw nie bis zum Sommer, was sich jetzt zum Glück etwas geändert hat. Das erste Bild ist von Juli, das zweite Bild aktuell von heute:

Den Cien Nagellack in altrosa habe ich ein paar Mal lackiert und er ist mit zwei Schichten deckend. Die Farbe gefällt mir, die Haltbarkeit ist nur wirklich grottig, ab Tag 2 splittert er allerdings schon und das mag ich wirklich nicht. Den dunkelblauen p2 Sand-Lack trage ich nur auf den Fußzehen und somit wird er noch ewig halten. Persönlich finde ich den Effekt nicht sonderlich toll, das Ablackieren war ein absoluter Albtraum (deswegen nur auf die Füße) und die Farbe ist auch nur „ok“.

Häufig benutzt habe ich in letzter Zeit den Klarlack von Essence und hier sieht man auch einen guten Fortschritt. Da ich mittlerweile immer das Bürstchen ganz eindrehen muss, um an den Lack zu kommen, wird es aber doch etwas mühselig und somit würde ich sagen, er ist aufgebraucht! Denn komplett leer bekommt man Nagellack sowieso nicht und ich habe noch genug anderen Klarlack, an welchen ich mich jetzt herantrauen darf.

Für 2019 bleibt festzuhalten, dass ich insgesamt drei Nagellacke (einer war nicht in diesem Projekt) aufgebraucht habe und kein neuer Lack bei mir eingezogen ist, yeah! Wenn ich Mitte Januar ein bisschen Ruhe habe, werde ich mich einmal mit meiner kompletten Sammlung auseinandersetzen, welche bei der letzten Zählung noch immer dreistellig war und mir ein paar neue Kandidaten suchen, welche ich in 2020 vermehrt benutzen mag. Natürlich neben den beiden verbliebenen von hier, die werden weiterhin brav benutzt, dass ich ihnen vielleicht in einem Jahr goodbye winken kann!

Seid ihr auch so ein kleiner Nagellack-Junkie oder habt ihr nur 2-3 Farben zu Hause (bewundere ich ja ungemein)? Seid ihr vielleicht gerade auch dabei, einige Lacke gezielt aufzubrauchen? Und was kommt bei euch Weihnachten auf die Nägel? Normalerweise trage ich ja tannengrün von OPI, aber da muss ich dann morgen noch zum Lackieren ran, aktuell hatte ich keine Zeit und noch den Cien-Lack (in wunderschön abgesplittert) auf den Nägeln!

[Beauty] Be Delighted Body Mousse von Mary Kay!

In der kalten Jahreszeit verlangt meine Haut nach etwas mehr Pflege und so habe ich mich sehr gefreut, als mir das Be Delighted Body Mousse von Mary Kay (113g für 28€) zum Ausprobieren zugeschickt wurde. In der Vergangenheit habe ich schon mehrere Produkte der Marke ausprobiert und war einige Male sehr begeistert von ihren innovativen Ideen!

Das Body Mousse kommt in einer zuckersüßen, verspielten Verpackung daher, welche quasi „verschenk mich“ schreit. Solltet ihr also noch nach einem Geschenk suchen (und wer kann keine Hautpflege gebrauchen), vielleicht wäre das ja etwas! Aber gut, bei Pflege kommt es mehr auf die inneren Werte an, somit verrate ich euch nun, ob diese Creme denn auch etwas kann.

Es ist keine Bodylotion bzw -creme im herkömmlichen Sinne, sondern eben ein Body Mousse. Die Konsistenz ist fluffig leicht und schaumig, ein bisschen, als würde man sich mit einer Wolke eincremen und lasst euch sagen, ich finde es grandios! Denn das Eincremen geht superschnell, das sahnige Mousse zieht direkt in meine Haut ein und ich muss nicht frierend im Bad stehen und warten, dass ich meine Leggings anziehen kann. Es ist ein luxuriöses Gefühl und gibt mir einen kleinen SPA-Moment ohne Hektik, was besonders bei den Vorweihnachtstagen genau das Richtige ist!

Aber nicht nur die Konsistenz dieses Mousse macht mich glücklich, wir müssen über den Duft reden! Denn das ist ein sehr süßer, irgendwie fruchtig-beeriger (Himbeer?) und nach Zuckerwatte duftender Traum und für alle Foodie-Duftliebhaber definitiv etwas! Im Sommer kann man mich damit jagen, aber im Winter liebe ich solche Düfte und ach, dieser hier bleibt einige Zeit auf der Haut (und im Badezimmer) haften. Creme ich mich hier morgens ein, verzichte ich sogar auf ein EdP und sprühe erst nachmittags, wenn dieser Body Mousse Duft verzogen ist, nach – ja, man kann sagen, wir mögen uns.

Meine Haut fühlt sich direkt nach der Anwendung sehr weich und gut gepflegt an, sie strahlt und ich habe aktuell keine eine raue Stelle am Körper. Denn so toll Konsistenz und Duft auch sind, wäre die Wirkung grausig, wäre das Produkt ja nichts. Zum Glück ist das hier nicht der Fall, ihr bekommt trotz luftig-leichter Konsistenz enorm viel Pflege und meiner Haut reicht es, 2-3 Mal die Woche eingecremt zu werden.

Copyright Mary Kay

Würde das Be Delighted Body Mousse keine 28€ kosten, ich würde es sofort nachkaufen, aber so ist es doch eher etwas für die besonderen Momente und keine Bodylotion, die ich im Alltag ständig nutzen kann. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass ich mich dann auch am Duft schnell übersättigen würde, somit ist es vielleicht gar nicht schlecht, dass sie nun meine Dezember/Weihnachtscreme bleibt und ich mit ihr diese guten Erinnerungen verbinden werde. Und vielleicht gönne ich sie mir nächstes Jahr ja dann doch noch mal!

Benutzt ihr Produkte von Mary Kay? Wenn ja, welches ich denn euer liebstes Produkt, welches ich unbedingt einmal ausprobieren sollte?

[Lesenswert] The sun and her flowers – Rupi Kaur

Über die indisch-kanadische Autorin Rupi Kaur stolperte ich ehrlich gesagt über Instagram. Dort veröffentlicht sie immer mal wieder ihre – meist sehr kurzen – Gedichte und so habe ich dort mehr oder weniger ihren Erstling Milk and Honey komplett gelesen. In Indien stolperte ich in meinem Hostel nun erneut über sie, beziehungsweise ihren Nachfolger The sun and her flowers und musste es mir natürlich schnappen – vier glückliche Stunden später war ich damit dann auch schon durch, aber ich habe das Buch bestimmt nicht zum letzten Mal in der Hand gehabt!

Worum geht’s Ein wunderbar ansprechend gestalteter Gedichtsband, welcher auch einige Kurzprosa enthält. Thematisch ist er in vier Kapitel unterteilt (wilting, falling, rooting, rising/blooming) und es geht im Liebe in allen möglichen Formen, Identität, Entwicklung, Körper und Beziehungen.

Wie ist’s Optisch natürlich schon ein Hingucker und die einzelnen Grafiken harmonieren enorm gut mit den jeweiligen Texten. Teilweise hat man nur eine Zeile pro Seite, dann wieder etwas längeren Text, was eine gute Mischung bietet. Rupi Kaur hat einen sehr klaren Schreibstil, welcher tief treffen kann und nachhallt. In einigen ihrer Gedichte konnte ich mich sehr gut selbst erkennen, andere (es geht z.b. auch um sexuelle Gewalt oder Migration) waren sehr weit weg, sprachen mich aber trotzdem auf einer tieferen Ebene an.

Man kann das Buch sehr schnell runterlesen, was ich beim ersten Mal getan habe. Ich weiß aber, dass ich es in meiner Kollektion behalten und immer mal wieder hineinlesen mag. Dann vielleicht nur 2-3 Seiten, über welche ich aber länger nachdenken werde. Es eignet sich super als ein „Coffeetable“-Book, bringt Gespräche definitiv in Schwung, da man sofort ein Thema hat und ist – in meinen Augen zumindest – ein hervorragendes Geschenk für eigentlich jeden. Selbst Leute, die nicht gerne lesen, werde hier durch die Kürze und Gestaltung neugierig!

Wer einen ersten Eindruck von Rupi Kaur bekommen mag, schaut euch einfach mal auf ihrem Instagram-Account um. Wer sie schon kennt, wie gefallen euch ihre Bücher? Ist jemand schon bei einem ihrer Live-Auftritte gewesen? Sollte ich mal zufällig an einem Ort sein, wo sie auftritt, werde ich mir das definitiv ansehen, denn zumindest was ich auf Youtube von ihr gesehen habe, war großartig. Eine sehr starke, inspirierende Persönlichkeit!

[Lesenswert] Elefanten auf LSD und andere verrückte Experimente – Alex Boese

Vor schon einiger Zeit habe ich das Buch Elefanten auf LSD von Alex Boese aus einem öffentlichen Bücherschrank mitgenommen und als seichte Reiselektüre eingeplant gehabt. Dann kam ich aber irgendwie nie dazu und konnte nun endlich den Flug nach Indien (und zwei Zugreisen dort) zum Lesen dieses doch sehr informativen und abwechslungsreichen Buches nutzen!

Worum geht’s Der Wissenschaftsgeschichtler Alex Boese stellt auf 365 Seiten unzählige spannende, skurrile und teilweise verstörende Experimente aus Vergangenheit und Gegenwart vor. Hierbei gelingt es ihm, Leichtigkeit und Humor in die Thematik zu bringen, die einzelnen Studien aber immer mit genug Fachwissen (und weiteren Quellen zum Nachlesen) zu hinterlegen, um weitere Neugierde zu stillen. Solltet ihr ausgefallene und doch auch etwas intellektuelle Smalltalk-Themen suchen, das Buch wäre bestimmt eine gute Lektüre 😉 Eingeteilt in zehn Kapitel (u.a. Tierreich, Entwicklung oder auch Tod) und mit vielen Bildern untermalt, liest man sich hier schnell und nebenbei Wissen an.

Wie ist’s Kurzer Disclaimer: ich habe Psychologie studiert und somit natürlich Interesse an allen möglichen Experimenten. Gleichzeitig habe ich im Studium schon mit vielen der hier vorgestellten Versuchen Bekanntschaft gemacht, aber es gab trotzdem noch genug neue Experimente bzw. gingen einige Beschreibungen hier auch tiefer als im Studium oder ich hatte sie schlichtweg vergessen. Durch die Abwechslung der vorgestellten Studien wird die Lektüre nicht langweilig, der Schreibstil ist nicht ermüdend, sondern unterhaltsam und ich war sehr schnell mit dem Buch durch. Der Humor ist teilweise etwas flach, aber das könnte auch durch die Übersetzung zustande gekommen sein.

Man lernt nebenbei, hat wirklich lustige neue Smalltalk-Aufhänger, ich habe gleich mit meinem Flugnachbarn gequatscht (über den armen Elefanten und das LSD) und ich finde, dass das Buch wirklich eine gute, seichte Reiselektüre ist. Da die einzelnen, abwechslungsreichen Experimente immer kurz vorgestellt werden, kann man mal schnell „zwischendurch ein paar Seiten“ lesen und muss sich nicht enorm konzentrieren. Wenn man dann doch tiefer gehen will, hat der Autor einem weitere Literaturhinweise unter die einzelnen Experimente und in den Anhang gepackt, was ich sehr hilfreich finde.

Zwar habe ich vom Cover her nicht viel von dem Buch erwartet, aber ich wurde erstaunlich gut unterhalten, habe einige neue Experimente kennengelernt und würde das Buch – wäre ich in Deutschland – definitiv einer Freundin geben, die sich ebenfalls für diese Thematik interessiert. Wenn ihr euch also ebenfalls ein wenig mehr mit psychologischen Experimenten beschäftigen wollt, aber eben auf entspannender Leseebene, die sich nicht nach Arbeit und Anstrengung anfühlt, dann wäre dieses Buch vielleicht was für euch!

[Beauty] Sheer EdT von Tiffany & Co.

Gehört ihr auch zu der Fraktion Reisender, die sich im Dutyfree noch einmal genüsslich durch alle möglichen Düfte schnuppern, bis sie sich für einen entscheiden, welcher dann (zumindest auf der Haut) mit auf die Langstrecke darf? Irgendwie fühle ich mich im Flugzeug immer ungut und so ein Duft hebt da definitiv meine Laune (und gibt mir das Gefühl, dass auch meine Mitreisenden glücklicher sind, wenn ich lecker rieche). Da ich natürlich immer neue Düfte ausprobieren mag, habe ich mich dieses Mal für das Sheer Eau de Toilette von Tiffany & Co. (30ml für 57€) entschieden!

Tiffany war mir bisher primär als Schmuckmarke bekannt, aber irgendwie passt es sehr gut, dass sie auch Düfte herstellen. Ist bestimmt nicht neu, ist nur neu für mich 😉 Aber da ich jemand bin, den man mit einem Flugticket so viel glücklicher machen kann, bin ich einfach nicht die Zielgruppe von Tiffany, also nicht allzu verwunderlich. Düfte mag ich aber wiederum und hüpfe da auch mal vor Freude, wenn mich einer enorm anspricht!

Das Sheer EdT wurde von Daniela Andrier entwickelt, erschien schon letztes Jahr und ist ein blumig-frischer, cleaner Duft. In der Kopfnote befinden sich schwarze Johannisbeere und Mandarinenblatt; in der Herznote verschmilzen Rose und Ylang-Ylang und in der Basisnote kommen Irisblüten zum Tragen. Klingt leicht und sehr floral und das ist das Eau de Toilette auch!

Beim ersten Sprühen bekommt man definitiv eine sehr spritzig-frische Note, die ich wunderbar finde. Mir machen solche Düfte immer gute Laune, geben mir Energie und einfach diesen kleinen Push, um alles angehen zu können. Die Herznote verdrängt diese ersten Noten aber sehr schnell und man wird mit einem Blumenstrauss nur so erschlagen. Die Rose ist enorm dominant und wenn ihr keinen Rosenduft mögt, Hände weg von diesem EdT. Ich bin nicht der größte Rosenfan und war somit etwas enttäuscht, dass mir die erste Leichtig- und Spritzigkeit so schnell genommen wurde. Von Ylang-Ylang nehme ich nicht wirklich etwas wahr und auch die Irisblüten, die später kommen sollen, kann ich aufgrund der Rosigkeit nicht wahrnehmen.

Es bleibt für mich ein Rosenduft (in sehr schönem Flakon), welcher spannend beginnt, dann aber schnell in der Alltäglichkeit endet. Kein ausgefallener, aufregender Duft, an welchen ich mich enorm erinnern werde oder der aus der Masse heraussticht. Dadurch ist er natürlich sehr alltagstauglich und für eigentlich jede Gelegenheit tragbar. Aber ich habe da mittlerweile mehr Anspruch, besonders wenn es um einen Duft in dieser Preisklasse geht. Er ist nett, clean, unaufgeregt..aber einfach nicht ich. Nach etwa sechs Stunden konnte ich übrigens nichts mehr von ihm wahrnehmen, die Haltbarkeit ist somit leider nicht berauschend.

Habt ihr schon ein EdT von Tiffany & Co. ausprobiert? Oder habt ihr auch eben erst gelernt, dass die Marke auch Düfte anbietet? Wenn ja, welchen Duft habt ihr ausprobiert und wie hat er euch gefallen?

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