[Yummi] Vegetarische Teller-Einblicke!

Was soll ich sagen, die letzten Wochen waren sehr eis-lastig und das ist vollkommen ok für mich 😉 Aber ich habe auch ein bisschen was gekocht und war dann im Urlaub auch häufiger im Restaurant essen – also insgesamt ist es eine ganz bunte Mischung auf meinem Teller geworden!


Am finnischen Vappu (dem 1. Mai) gibt es traditionell Wurst mit Kartoffelsalat und da habe ich mir natürlich auch einfach vegane Wurst mit selbstgemachten Kartoffelsalat gemacht, was ich immer wieder gerne esse. Bei dem ersten Eis 2024 griff ich zu einer für mich neuen Sorte namens Oh My! Banoffee Pie von Ben & Jerry’s, aber leider war sie etwas enttäuschend-langweilig und mir einfach nicht bananig genug. Zwei Reste-Essen hatte ich dann auch direkt mal: einen Reis-Körner-Salat und den traurigsten Salat-Dürüm aller Zeiten, aber da es danach in den Urlaub ging, wollte ich nichts mehr einkaufen. Mit genug Gewürz war es ja trotzdem ganz lecker.


Eines meiner go-to-Gerichte, die schnell gehen, ist immer noch Tofu-Gemüse-Wokpfanne mit Reis und süßsaurer Soße und besonders die knackigen Zuckerschoten machen mich jedes Mal glücklich. Meist legen ich den Tofu selbst ein, hier war ich aber faul und habe auf den schon eingelegten von Lidl mit Garam Masala-Würzung zurückgegriffen. Wer ist noch Team „Salz & Essig“-Chips? Fand ich sie als Kind absolut ekelerregend, mag ich sie mittlerweile echt gerne, genau diese Sorte war allerdings irgendwie so trocken, dass ich sie nicht mehr kaufen werde. Aber das Gute ist, hier reicht mir echt immer eine Handvoll Chips und ich bin zufrieden. Das beste Eis von Ben & Jerry’s ist meiner Meinung nach seit jeher Chunky Monkey, da die Kombi aus Bananeneis und Walnuss hervorragend ist. Brauche ich nicht sehr oft, aber wenn, dann darf es direkt die halbe Packung sein. Zum Nepalesen ging es auch mal wieder und ich hatte ein leckeres Veggie-Thali und besonders die Raita ist dort immer so cremig, dass ich mich hineinlegen könnte!


Nach Jahren habe ich mich mal wieder selbst an Pizzateig gewagt und dieses Rezept auf Chefkoch war der absolute Hammer! So einfach und so genial lecker, er hat sogar Blasen geschlagen! Ich war hin und weg und will unbedingt wieder Pizza selbst machen, dann auch mit spannenderen Belägen. Eine der besten Erfindungen der letzten Jahre sind für mich Spinatstäbchen, da sie knackig und gleichzeitig so cremig-spinatig sind..dazu gibt es immer was anderes, dieses Mal gab es einen Couscoussalat, den ich einfach aus allem, was noch so da war, zusammengewürfelt habe. Bei meinen Eltern gab es dann erst einmal ein riiiesiges Stück Käsekuchen mit Pfirsich und wie immer mein absolutes Staunen darüber, dass es meiner Mama Spaß macht zu backen. Mir macht es da mehr Spaß, ein Eis zu kaufen und wenn ihr aus dem Umkreis Offenbach kommt, fahrt zu Köhler nach Hainburg. Absolut grandios leckeres Eis und spannende Sorten..plus kostet eine echt große Kugel hier 1,20€? Ich bin immer verwirrt, wie günstig und gleichzeitig gut es hier ist!


Zum Glück liebt meine gesamte Familie indisches Essen und so haben wir uns diese vier Portionen Gemüse, Linsen und Paneer mit viel Knoblauch- und Zwiebelnaan geteilt. Manchmal muss ich beim Essen mit meinem Körper tanzen, weil es so lecker ist und das war hier absolut der Fall! Dann habe ich mir mal etwas Gesundes gegönnt und fünf Tage lang einen Hohes C Super Shot Energie getrunken. Lecker und sauer, aber Energie bekam ich dann doch mehr von meinem Kaffee! Zum Thailänder ging es auch und ich schnappte mir dieses simpel aussehende Gemüse-Kokoscurry, welches hervorragend gewürzt war. Nicht ganz so fotogen war diese Mohnschnecke, aber geschmeckt hat sie himmlisch! Mohn esse ich eigentlich nur auf Brötchen, aber als ich sie so liegen sah, überkam es mich und das war dann auch wieder überraschend lecker.


Seid ihr aktuell auch schon so Eis-verrückt? Ansonsten mag ich auch Obstsalat aktuell wieder sehr gerne und hach, diese grandiose Bärlauchcreme, die es bei Aldi gibt, kann ich auch täglich futtern 😉

[Beauty] Liftactiv B3 Serum von Vichy!

In der Apotheke bekam ich ein paar Pröbchen des hauttonausgleichenden Liftactiv B3 Serums von Vichy (30ml um 30€) zugesteckt, welches ich natürlich sehr gerne ausprobiere. Mit der Marke Vichy, welche auch für empfindliche Haut geeignet ist, habe ich in der Vergangenheit schon gute Erfahrungen gemacht und bin somit immer neugierig, was sie sich wieder innovatives ausgedacht haben.

Bei diesem Serum handelt es sich nun um eine Pflege, die bei Hyperpigmentierung, Verfärbungen und Falten verwendet werden kann und da sage ich nie nein. Das Serum mit Wasser aus vulkanischem Gestein aus Vichy soll das Hautbild erneuern, es ebenmässiger erscheinen lassen, die Hautbarriere stärken und gleichzeitig Falten verringern. Geeignet ist es für alle Hauttypen.


Drinnen sind wie uns der Name schon erraten lässt, erst einmal Vitamin B3 (Niacinamide), dann Glykolsäure als Peeling Aktivstoffe und Vitamin C, welches als Antioxidant wirkt und die Haut vor äußeren Einflüssen wie Umweltverschmutzung und UV-Strahlung schützt. Wobei ihr nach dem Serum natürlich noch eine weitere Tages-/Nachtpflege und gegebenenfalls einen Sonnenschutz benutzen solltet.

Auftragen könnt ihr das Serum je nach Bedarf morgens und abends, wobei ihr nur etwa 2-3 Tropfen benötigt. Ich konnte mit den 1ml Pröbchen ungefähr 3-4 Mal mein Gesicht bedecken, man kann hier sehr sparsam dosieren. Die Textur ist leicht, lässt sich problemlos in die Haut einmassieren und zieht vollständig ein. Man hat danach ein sehr angenehmes Hautgefühl und es liegt nichts auf oder klebt unangenehm. Dass auf Duft-, Farbstoffe und Alkohol verzichtet wird, finde ich ebenfalls super.

Bei solch einem Serum erwarte ich keine Wunderwirkung über Nacht, denn das funktioniert weder bei dunklen Flecken noch bei Fältchen sonderlich gut. Vitamin B nutze ich schon von The Ordinary sehr gerne und habe hier über Monate hinweg tolle Resultate erzielt. In diesem Serum nun habe ich es noch mit Anti-Aging kombiniert, aber auch feste, glatte Haut zu erhalten, dauert einfach. Somit habe ich heute nur einen allerersten positiven Eindruck für euch!

Ich mag die Textur, ich mag das Hautgefühl direkt nach der Anwendung sowie auch Stunden später. Das Serum funktioniert gut mit meiner weiteren Tagespflege (ich nutze Vitamin B3 gerne morgens und nachts andere Wirkstoffe) und hat auch keine Probleme mit Foundation oder Puder. Dass es duftfrei ist, muss ich nochmal betonen, da ich es einfach so unnötig finde, Gesichtspflege mit Duft herzustellen. Klar, diese riecht dann kurzfristig nett, aber sie kann die Haut einfach unnötig reizen und da benutze ich doch sowieso lieber ein EdT.

Aufgrund der enthaltenen Glykolsäure hatte ich Angst, dass meine Haut vielleicht ein bisschen zickig reagiert und mir schuppende oder gerötete, trockene Stellen im Gesicht beschert. Davon ist aber überhaupt nichts eingetreten und auch bei der Anwendung selbst hatte ich keinerlei Probleme mit Brennen, Jucken oder anderen Reaktionen. Stattdessen hat sich das Serum fast kühlend und beruhigend auf meiner Haut angefühlt.

Bisher finde ich, dass meine Haut einen gesunden Glow hat und etwas mehr strahlt, wodurch sie auch ebenmässiger wirkt. Aber bei den neuen Pickelmalen wird es noch einige Zeit dauern, bis sie aufgehellt sein werden. Was die Fältchen betrifft, bilde ich mir zumindest ein, dass meine Stirn und Lachfalten weniger sichtbar sind!


Bisher gefallen mir die Pröbchen so gut, dass ich mir den Kauf des Serums durchaus vorstellen kann, wenn meine andere Pflege aufgebraucht ist. Denn ich habe absolut nichts zu meckern und ob die Pflege wirklich effektiv bei mir wirkt, kann ich sowieso erst nach einigen Wochen/Monaten sagen. Der erste Eindruck war auf jeden Fall sehr positiv und ich freue mich, dass ich so viele Pröbchen zum Testen bekommen habe.


Falls jemand von euch, schon (längere) Erfahrungen mit dem Liftactiv B3 Serum von Vichy gemacht hat, freue ich mich natürlich sehr über euer Kommentar!

[Lesenswert] Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio!

Seit dem Jahre 2012 stand das Buch Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio nun bei mir im Schrank, denn ich bin ehrlich, selbst hätte ich es mir nie gekauft. Aber da es ein Geschenk ist, habe ich mir immer wieder gesagt, dass ich bestimmt „irgendwann einmal Lust darauf haben würde“ und nein, der Zeitpunkt ist nicht eingetreten. Aber ich wollte endlich ein bisschen Platz in meinen Regalen schaffen und ihm somit endlich eine Chance geben. Was soll ich sagen, es ist immer noch nicht mein Interessensgebiet, aber die 780 Seiten ging verdammt schnell rum, denn plötzlich wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und wissen, wie es mit den verschiedenen Charakteren weitergeht!


Im Jahr 1909 kommt die junge Italienerin Cetta gemeinsam mit ihrem Sohn Natale per Schiff nach New York, um dort ihren Traum nach einem besseren Leben wahrwerden zu lassen. Doch statt einem traumhaften Leben in Freiheit voller Möglichkeiten, erwartet die beiden der harte Alltag in der Lower East Side voll von Kriminalität, Elend und Armut. Der junge Natale muss in dieser Welt schnell erwachsen werden und lernen, wie er sich in ihr behaupten kann..und als plötzlich Ruth in sein Leben tritt, verändert sich alles.

Für mich sind Romane in dem 20er Jahre New York Setting nicht so interessant, weswegen ich das Buch auch so lange nicht in die Hand nahm. Aber es war am Ende doch sehr spannend geschrieben, da es in recht kurzen Kapiteln auf verschiedenen Zeitebenen und an verschiedenen Orten (und eben nicht nur in New York) spielte und man so recht schnell involviert war und wissen wollte, wie es mit den einzelnen Personen weitergeht. Natale bzw Christmas (wie er bei der Ankunft in den USA umgetauft wird) ist ein sehr sympathisch beschriebener Charakter, dessen Leben man gerne verfolgt, mit ihm lacht, leidet und auf diese bessere Zukunft hofft, die seine Mutter sich wünscht. Aber auch Ruth, die er zufällig kennenlernt, wächst einem als Leser schnell ans Herz.

Durch die vielen kleinen, gut beschriebenen Details bekommt man ein sehr gutes Gefühl dafür, wie das Leben damals in den verschiedenen sozialen Schichten gewesen sein dürfte, wie die Leute ausgesehen und gesprochen haben, und ich mag, dass das Buch authentisch wirkt. Man hat das Gefühl, dass Luca Di Silvio hier viel Zeit mit Hintergrundrecherchen verbracht hat und auch Wortschatz verwendet, der in den damaligen Kreisen wohl genutzt wurde. Beim Lesen hat man einfach viele Bilder im Kopf und kann manchmal quasi mitriechen und schmecken, was die jeweiligen Charaktere gerade erleben. Interessant fand ich die Geschichte rund um das Radio, was damals ja eine tolle Erfindung war!

Es passieren in diesem Buch einige überraschende Dinge, die ich nicht habe kommen sehen, welche einerseits absurd, andererseits aber irgendwie doch glaubwürdig sind und in die Zeit passen. Daran hatte ich meine Freude, doch andererseits gibt es auch sehr viele brutale Schilderungen von roher Gewalt, die ich nicht unbedingt gebraucht hätte. Also manchmal hätte eine Andeutung ohne so viele Details ausgereicht, denn das hat mich teilweise ganz schön verfolgt und somit mir hier keinen reinen epochalen Familien-Wohlfühlroman beschert (sondern eher die harte Realität).


Insgesamt wurde ich gut unterhalten und habe definitiv mal wieder etwas außerhalb meiner Komfortzone gelesen. Die zwei weiteren Bücher des Autoren, deren Titel zumindest ähnlich klingen, muss ich jetzt aber auch nicht unbedingt lesen. Da habe ich einfach noch zu viele mehr meinem Geschmack entsprechenden Bücher auf meinem Lese-Stapel! Habt ihr das Buch zufällig gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen?

Sunday again.

[Gesehen] nur paar Youtube-Videos

[Gelesen] Abgeschnitten – Sebastian Fitzek & Michael Tsokos; Single Mothering – Anna Härmälä; Nachmittage – Ferdinand von Schirach

[Gehört] Mordlust & Zeit Verbrechen Podcast

[Getan] viel Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden, die noch in der Nähe wohnen, verbracht; durch den Wald gestapft; ein bisschen Wärme getankt

[Gegessen] Gemüse-Curry beim Thailänder; Veggie-Burritos; Kinder Countrys & meinen Schokohasen von Kinder (der Beste!); Erdbeeren; soooo leckeres Mango-, Butterkeks & Kirsch-Joghurt-Eis in Hainburg

[Getrunken] viiiiel Kaffee und kalten Tee

[Gedacht] Hallo Birkenallergie 😉

[Gefreut] ich durfte bei einer Marktforschung zum Thema Eis mitmachen

[Geärgert] mein Körper fand die Kälte-Hitze-Umstellung dieses Mal nicht so toll

[Gewünscht] dass man irgendwann mal zu seinem Termin drankommt, egal wo 😉

[Gekauft] Leggings & Fahrradhandschuhe zum Wandern; bisschen Tee

[Beauty] Cicaplast Baume B5+ Hautpflege von La Roche-Posay!

[ANZEIGE] Dank brandsyoulove hatten 500 Tester die Möglichkeit, sich die Cicaplast Baume B5+ Hautpflege von La Roche-Posay einmal ganz genau anzusehen und ich durfte auch mitmachen. Von La Roche-Posay habe ich in der Vergangenheit immer mal wieder ein paar Produkte (oft als Proben aus der Apotheke) ausprobiert und war mal mehr und mal weniger angetan, da einfach nicht alles zu meinen Hautbedürfnissen passte.

Heute nun will ich euch den vielseitig einsetzbaren Cicaplast Baume B5+ (150ml für ca 5€) etwas näher vorstellen und von meinen ersten Erfahrungen mit diesem reparierenden, beruhigenden und schützenden 3-in-1 Repair Balsam für geschädigte und irritierte Haut berichten. Pünktlich zum Eintreffen des Pakets bekam ich nämlich eine seltsam rötlich gepunktete Stelle am Arm (ich tippe auf eine Sonnenallergie), die ich dann gleich damit eincremte, da der Balsam gegen Irritationen, Rötungen, Narben, Wunden und andere geschädigte Haut für Kinder und Erwachsene anwendbar ist.


Drinnen im Cicaplast Baume B5+ sind u.a. Panthenol, Tribioma und Madecassoside. Panthenol (B5) hilft dabei, den natürlichen Regenerationsprozess der Haut(barriere) zu unterstützen und diese zu stärken – gleichzeitig wird die Haut aber auch noch beruhigt. Tribioma war mir bisher unbekannt, doch soll dieser präbiotische Komplex dafür sorgen, dass die Haut sich schneller regeneriert und das Hautmikrobiom wieder ins Gleichgewicht gebracht wird. Der hautberuhigende Wirkstoff Madecassosid unterstützt ebenfalls die Hautregeneration und Zellerneuerung.

Alle Inhaltsstoffe laut Hersteller sind: AQUA • HYDROGENATED POLYISOBUTENE • DIMETHICONE • GLYCERIN • BUTYROSPERMUM PARKII BUTTER / HEA BUTTER • PANTHENOL • PROPANEDIOL • BUTYLENE GLYCOL • ALUMINUM STARCH OCTENYLSUCCINATE • CETYL PEG/PPG-10/1 DIMETHICONE • TRIHYDROXYSTEARIN • ZINC GLUCONATE • MADECASSOSIDE • TRIBIOMA • MANGANESE GLUCONATE • SILICA • ALUMINUM HYDROXIDE • MAGNESIUM SULFATE • DISODIUM EDTA • COPPER GLUCONATE • CAPRYLOYL GLYCINE • CITRIC ACID • ACETYLATED GLYCOL STEARATE • POLYGLYCERYL-4 ISOSTEARATE • TOCOPHEROL • PENTAERYTHRITYL TETRA-DI-T-BUTYL HYDROXYHYDROCINNAMATE • CI 77891 / TITANIUM DIOXIDE


Ich denke bei dem Wort Balsam immer an eine etwas dickere, klebrige Konsistenz, die nicht gut in die Haut einzieht. Was zum Glück absolut nicht der Fall beim Cicaplast Baume B5+ ist, denn dieser ist leicht, flüssig, lässt sich gut verteilen und zieht schnell in meine Haut ein. Danach habe ich ein angenehmes, beruhigtes Hautgefühl und ich überlege, ob ich ihn vielleicht in den Kühlschrank lege, um dieses Gefühl noch etwas durch Kälte zu verstärken. Nichts juckt, brennt oder reagiert irgendwie unangenehm nach dem Auftragen des Balsams auf meine betroffene Stelle am Arm.

Pro Körperpartie benötigt man hier nur sehr wenig Produkt, eine erbsengroße Portion war bei mir mehr als ausreichend und ihr könnt den Balsam zweimal täglich auf die zuvor gereinigte Körper-/Gesichts- oder Lippenstelle auftragen. Bei mir war die Sonnenallergie nach zwei Tagen schon kaum mehr sichtbar und an Tag 3 dann vollständig verschwunden. Zurück blieb nur gesunde, weiche Haut und somit kann ich sagen, dass der Cicaplast Baume B5+ einen mich zufriedenstellenden, guten ersten Eindruck macht!


Es ist praktisch, so einen kleinen Allrounder für diverse Hautprobleme und für alle Altersgruppen geeigneten Balsam in der Hausapotheke zu haben. Ich werde ihn in nächster Zeit bestimmt noch häufiger anwenden dürfen. Einziger kleiner Kritikpunkt: so eine 40ml Tube ist nach Öffnen leider nur sechs Monate haltbar und somit würde ich da in Zukunft wohl einer eine kleinere Version kaufen, damit sie mir nicht schlecht wird, bevor ich sie aufbrauchen kann.

[Beauty] Purifying Mud Sheet Gesichtsmaske von AHAVA!

Nach zwei Flügen und einem kleinen Klimaschock von Schnee zu 27 Grad wollte ich meiner Haut eine Extraportion Pflege schenken und schnappte mir die Purifying Mud Sheet Mask von AHAVA, da ich diese bei einem Gewinnspiel gewonnen hatte. AHAVA ist eine Marke, die etwas höherpreisig ist und somit griff ich nur selten zu ihren Produkten. Kaufen könnt ihr die Vilesmaske (12€) und weitere Produkte der Marke auf jeden Fall bei der Drogerie Müller oder einfach online.


Die vegane Purifying Mud Sheet Mask besteht aus zwei Teilen, wodurch man sie in der Theorie noch leichter perfekt auf das Gesicht auflegen kann. Wobei mir die Teile etwas zu klein waren und meine Wangen nicht komplett bedeckt haben, aber ich habe auch ein breites Gesicht. Die Maske soll – wie ihr Name schon sagt – die Haut gründlich reinigen, den Teint zum Strahlen bringen und das Hautbild frischer, ebenmässiger sowie glatter erscheinen lassen.

In den Produkten von AHAVA und somit auch in dieser Gesichtsmaske ist reinigender Schlamm aus dem Toten Meer enthalten, welchen meine aknenafällige, zu Unreinheiten neigende Haut liebt. Dann fügt AHAVA noch ihren eigens entwickelten Osmoter hinzu, welcher Mineralien des Toten Meeres enthält. Somit bekommt ihr hier sowohl eine reinigende, als auch feuchtigkeitsspendende Gesichtsmaske!

Die genauen Inhaltsstoffe sind laut Hersteller: Aqua (Mineral Spring Water), Kaolin, Glycerin, Hydroxypropyl Methylcellulose, Bentonite, Cellulose Gum, Silt (Dead Sea Mud), Butylene Glycol, Hydroxyacetophenone, Allantoin, Maris Sal (Dead Sea Salt), Maris Aqua (Dead Sea Water), Niacinamide, Phoenix Dactylifera (Date) Fruit Extract, Dunaliella Salina (Dead Sea Alga) Extract, Sodium Hyaluronate, Acetyl Hexapeptide-8, PEG-60 Hydrogenated Castor Oil, Chlorphenesin, Xanthan Gum, Phenoxyethanol, Charcoal Powder, Iron Oxide Black (CI 77499), Parfum (Fragrance), Isopropyl Alcohol, Hydrogenated Polydecene, 1,2-Hexanediol, Citric Acid, Potassium Sorbate, Sodium Benzoate.

Die Anwendung is kinderleicht: Maske auf das gereinigte Gesicht kleben und dann 20 Minuten einwirken lassen. Dabei trocknet die Maske leicht an, was ihr spürt, da sie härter wird, aber auch sehen könnt, da sie heller wird. Danach entfernt ihr beide Teile und reinigt euer Gesicht von den schlammigen Resten.


Meine Erfahrungen mit der Purifying Mud Sheet Mask

Das Anbringen der Maske war sehr einfach, sie hielt gut, rutschte nicht herum und passte (bis auf die äußeren Wangen) super auf mein Gesicht. Sie hatte einen kühlenden Effekt, was ich super fand und keinen sonderlich starken Geruch. Nach kurzer Zeit fing meine Haut (keine offenen Wunden, Pickel etc) an zu brennen, was nicht sehr unangenehm war, aber eben doch spürbar – da passierte also irgendetwas.

Nach 20 Minuten nahm ich die Gesichtsmaske ab und ging duschen, denn ich hatte definitiv einige schlammig-braune Rückstände auf der Haut. Meine Gesichtshaut fühlte sich zunächst etwas gespannt an, doch war dieses Gefühl nach wenigen Minuten schon wieder verschwunden. Allerdings schrie sie nach dem Abtrocknen nach mehr Feuchtigkeit, da sie sich trocken, gleichzeitig aber auch wahnsinnig weich anfühlte. Somit gab es ein Serum sowie Tagescreme und meine Haut war glücklich.

Aber nicht nur das: meine Haut fühlte sich intensiv gereinigt und samtig-weich an und sah gleichzeitig sehr strahlend und gesund aus. Insgesamt wirkte mein Teint weniger fahl & trockenheitsfältchenbedingt knitterig, sondern ich sah einfach ausgeruht und nach mit Energie versorgt aus. Also Anwendung bisschen brennend, aber Gefühl und Aussehen danach top!


Benutzt ihr Produkte von AHAVA? Wenn ja, welches könnt ihr denn besonders empfehlen? Oder habt ihr eine andere Marke mit Totem Meer Salz/Schlamm, die ich unbedingt ausprobieren sollte? Als ich vor fünf Jahren vor Ort war, habe ich mich mit vielen lokalen Produkten eingedeckt, nur sind diese jetzt schon lange aufgebraucht.

[Beauty] Brilliant Haar Glossing von Schwarzkopf!

[ANZEIGE] Dank trnd hatte ich gemeinsam mit 1999 anderen Testern die Möglichkeit, das Brilliant Haar Glossing von Schwarzkopf einmal auszuprobieren. Theoretisch mag ich die Idee dieser seit einiger Zeit von verschiedenen Marken erscheinenden Produkte zur Glanzbehandlung sehr gerne, denn sie sollen einem ermöglichen, den Zeitraum zwischen zwei Tönungen/Colorationen dank enthaltenen Farbpigmenten zu verlängern. Dadurch haben die Haare mehr Regenerationszeit und man selbst steht auch nicht alle sechs Wochen im Bad, hat aber gleichzeitig gesund glänzende und frisch aussehende Haare dank eines schnellen Farb- und Pflegeboost.

In der Theorie also super, aber in der Umsetzung habe ich in der Vergangenheit jedoch bisher keine besonders tollen Erfahrungen gemacht (mit z.B. Syoss) beziehungsweise bei keinem Produkt bisher wirklich einen großen Effekt gesehen.


Das vegane Brilliant Haar Glossing von Schwarzkopf (150ml für 5,95€) soll einem glänzendes, tiefenwirksam gepflegtes, farbaufgefrischtes Haar im Handumdrehen zuhause zaubern. Es gibt sieben Farbnuancen und ich habe mich für Hellbraun entschieden, da dies aktuell meine Farbe ist und man das Glossing ähnlich wählen soll. Was ich super finde: es gibt das Produkt sowohl in der 150ml-Tube für mehrere, regelmäßige Anwendungen als auch in Einzelsachets, womit man es erst einmal ausprobieren kann. Halten soll sich der Farbton etwa sechs Haarwäschen im Haar, was bei mir so etwa zwei Wochen wäre und definitiv schon eine gute Verlängerung!

Die genauen Inhaltsstoffe sind laut Hersteller: Aqua (Water, Eau), PEG-8, Cetearyl Alcohol, Behentrimonium Chloride, Phenoxyethanol, Isopropyl Myristate, Glyceryl Stearate, Stearamidopropyl Dimethylamine, Isopropyl Alcohol, Parfum (Fragrance), Prunus Armeniaca (Apricot) Kernel Oil, Polyquaternium-37, Macadamia Ternifolia Seed Oil, Cocos Nucifera (Coconut) Oil, Glycerin, HC Blue No. 16, Dicaprylyl Carbonate, Panthenol, Basic Yellow 57, Citric Acid, N,N‘-Bis(2-Hydroxyethyl)-2-Nitro-p-Phenylenediamine, Sucrose, Basic Brown 17, Basic Red 76, Citronellol, Sodium Chloride, Limonene, Lauryl Glucoside, Benzyl Alcohol


Die Anwendung ist kinderleicht: wie auch eine Haarmaske trägt man das Glossing gleichmäßig auf das handtuchtrockene Haar auf. Dabei muss man allerdings Handschuhe tragen, was ich zunächst nicht wusste und auch kurz irritiert war, denn ich habe keine Plastikhandschuhe zuhause (die sind ja immer bei den Colorationen dabei). Aber gut, wenn man das weiß, kann man sich vorbereiten. Mindestens 5 Minuten müsst ihr das Glossing einwirken lassen, könnte es aber auch länger auf den Haaren lassen, um den Effekt vielleicht noch zu intensivieren. Danach spült ihr die Haare gründlich aus und könnt sie wie gewohnt trocknen/stylen.

Also für eine Farbauffrischung ist das schnell und einfach gemacht, nur kommen wir jetzt zur Praxis und hach, wie auch bei den anderen Produkten sehe ich einfach keinen Unterschied! Glänzen meine Haare intensiver? Ja! Sehen sie dadurch gesund aus? Ebenso ja! Aber hat sich irgendwas an der eigentlichen Farbe aufgefrischt, intensiviert, den Ansatz oder an vereinzelten grauen Haaren getan? Nein, nein, nein und nein.

Und somit ist das für mich zwar wieder ein nettes „ich kriege extra Glanz und Pflege“-Produkt wie auch meine Haarmaske eines ist, aber nichts, um den Zeitraum zwischen meinen Colorationen schnell mal zuhause zu verlängern. Was schade ist, denn an und für sich wäre so ein Produkt grandios und ich finde ja toll, dass man in diese Richtung entwickelt und produziert, jetzt muss es nur noch auch bei meinen Haaren funktionieren und ich bin glücklich!


Habt ihr das Brilliance Haar Glossing von Schwarzkopf schon ausprobiert? Wie sind eure Erfahrungen? Wenn jemand einen Tipp für ein wirklich gut funktionierendes Haarglossing hat, sehr gerne her damit!

Sunday again.

[Gesehen] Star Trek Enterprise (ich bin fast mit der 3. Staffel durch)

[Gelesen] Single Mothering – Anna Härmälä; All about Flags – Robin Jacobs & Ben Javens

[Gehört] System of a Down beim Essen, nachdem ich behauptete, dass das ein spezieller Musikgeschmack sein..ich bleibe dabei 😉

[Getan] zum ersten Mal in München zwischengelandet; einen alten Volvo V50 gekauft, der hoffentlich bis zum Nordkap kommt

[Gegessen] selbstgemacht Veggiepizza (& der Teig war mega!); Spinatstäbchen; Reis mit Tofu-Gemüse in süßsaurer Soße; saure Kracher von Maoam; ein Veggie-Thali beim Inder

[Getrunken] viiiiel Kaffee & Earl Grey; Wasser mit Vitaminbrausetabletten

[Gedacht] Fake it (wenn es um Professionalität beim Autokauf geht, sah ich da nach ein paar YT-Videos schon aus, als ob ich Ahnung hätte, nach was ich da gucken muss)

[Gefreut] ich mache diesen Sommer 3 Wochen frei & das hatte ich das letzte Mal Anfang 2020

[Geärgert] und da ist mir doch nach über 4200km auf dem PCT die Zeltstange beim Aufbauen zuhause gebrochen..ein herzzerschmetterndes Geräusch war das :/

[Gewünscht] sofort eine Ersatz-Zeltstange zu finden (mein Modell wird nämlich nicht mehr gebaut..)

[Gekauft] einen Volvo V50, Busticket & Unterkünfte für meine Wanderung auf dem E1 diesen Sommer, yay! (meine Kreditkarte ist noch ein wenig überfordert, da ich sie sonst eher selten nutze)

[Beauty] Alles, was man über Daith Piercings wissen sollte!

Einerseits habe ich schon genug Piercings in meinen Ohren und andererseits kann man davon doch irgendwie nie wirklich genug haben. Jedenfalls juckt es mich schon seit einiger Zeit und da ich nun mit dem Gedanken spiele, mir ein Daith Piercing stechen zu lassen, dachte ich mir, erzähle ich euch mal ein wenig mehr über dieses in den letzten Jahren immer beliebter gewordene Ohrpiercing!



Ein Daith Piercing ist ein Piercing, das durch die kleine Knorpelfalte, welche fast waagerecht innerhalb der Ohrmuschel verläuft und sich direkt oberhalb des Gehörgangs befindet. Ich habe mal versucht, euch diese Stelle im Bild oben genau einzuzeichnen. Es hängt somit auch von eurer Anatomie ab, ob das Piercing bei euch überhaupt gestochen werden kann, denn nicht immer ist diese Knorpelfalte intensiv genug ausgebildet. Diesen Bereich bezeichnet man nun als Daith-Bereich (kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „Wissen), woher das Piercing seinen Namen hat und erfunden haben soll es – wie auch schon das Rook-Piercing – Erik Dakota in den 90er Jahren. Also kein traditionelles Piercing, welches die Menschheit schon seit Ewigkeiten trägt, sondern etwas Neueres, da man sich an den festen Knorpel heranwagt.

Interessanterweise nutzt man genau diesen Punkt am Körper auch in der TCM Akupunktur, wenn man Migräne behandelt und natürlich solltet ihr da immer vorher euren Arzt konsultieren, aber man kann sich wohl auch ein Daith Piercing gegen Migräne stechen lassen. Es ist nicht medizinisch bewiesen, aber wenn man sowieso ein neues Ohr-Piercing haben mag, wieso nicht an dieser Stelle, die dann vielleicht auch noch eine positive Nebenwirkung hat? Wobei natürlich jedes Piercing auch seine Risiken hat und es somit über erst nach reiflicher Überlegung zum Stechen kommen sollte.

Fangen wir mir den Schmerzen an, welche natürlich individuell unterschiedlich sind. Aber da das Daith Piercing durch den dicken Knorpel gestochen (oder gestanzt, sprecht da mit dem Piercer eures Vertrauens) wird, sollte der Schmerz intensiver als eben am weichen Ohrläppchen sein. Im Internet fand ich häufiger die 6/10 Schmerzbewertung und da würde ich bei meinem anderen Knorpelpiercing (welches ein Rook ist) zustimmen. So schlimm war der Schmerz nicht, aber mein Piercer musste da ganz schön viel Kraft aufwenden und die Nadel ging etwas langsamer durch, wodurch es länger dauerte. Dramatisch war das aber nicht, sondern absolut aushaltbar für mich.

Die Heilungszeit ist bei solch einem Knorpelpiercing ebenfalls länger, typischerweise dauert sie irgendetwas zwischen drei bis zwölf Monaten. Es ist natürlich enorm wichtig, diese frische Wunde an eurem Körper gut zu pflegen, regelmäßig zu reinigen und nicht daran herumzuspielen. Ja, ich weiß selbst, wie leicht das gesagt ist, aber je mehr man daran herumspielt, umso länger dauert der Heilungsprozess oder noch schlimmer, das Piercing entzündet sich und wird unnötig schmerzhaft. Ich konnte bei meinen Ohr-Piercings oft wochenlang nicht auf der jeweiligen Seite schlafen beziehungsweise musste ich meine Hand unter den Kopf legen. Aber so war die frische Piercingstelle vor unnötigen Berührungen, Druck und Reibungen geschützt und konnte gut abheilen, wobei ich da sehr penibel bei der Pflege war und auch keine Mützen etc trug.

Eine der attraktiven Eigenschaften von Daith Piercings ist ihre Vielseitigkeit im Stil und bei der Schmuckauswahl. Von minimalistischen Ringen bis hin zu auffälligen Steckern oder geschmückten Ringen gibt es eine riesige Auswahl, die es euch ermöglicht, euren persönlichen Stil auszudrücken und natürlich auch, dass ihr das Schmuckstück oft wechseln könnt.

Sehr beliebt sind gerade und gebogene Barbells, aber auch Captive-Ball-Ringe sind hier eine tolle Option. Da meine Piercings alle sehr schlicht und silbern sind, würde ich mich hier wahrscheinlich für eine sehr filigrane Variante des Captive-Ball-Rings entscheiden, wie ich ihn auch an meinem anderen Ohr als Rook trage. Wobei ich auch mir gut vorstellen kann, hier hin und wieder zu einem etwas auffälligerem Design oder einem anderen Material zu wechseln und vielleicht mal etwas mutigeren Schmuck zu tragen.

Mir gefällt das Daith Piercing sehr gut, da es außergewöhnlich, aber nicht so „alle Blicke sofort auch sich ziehend“ ist, sondern eher ein kleines Understatement auf den zweiten Blick, welches man durch verschiedenen Schmuck immer wieder in einen anderen Kontext setzen kann. Positiv finde ich, dass ich den Schmuck an meinen Ohren selbst wechseln kann und nicht zum Piercer muss oder wie bei meinen Dermal Anchors nur die Option „rein“ und „raus“ habe 😉 Man hat hier einfach mehr Gestaltungsfreiheit und das ist großartig!

Natürlich muss ich noch einmal kurz betonen, dass jedes Piercing ein Eingriff am Körper ist, welcher mit Risiken verbunden ist. Somit überlegt es euch genau, bevor ihr euch ein Piercing stechen lasst – und geht nur zu einem Studio, welches vertrauenserweckend ist! Lernt gerne aus meinem Fehler: ich habe mir spontan mit 18 Jahren mein erstes Zungenpiercing in einer absolut unseriös erscheinenden Bruchbude stechen lassen, weil ich es sofort haben musste. Ich hatte noch Glück, dass ich nur mit Schmerzen, einer Entzündung sowie enormer Schwellung der Zunge und dem finanziellen Verlust konfrontiert wurde UND das Piercing später noch einmal problemlos bei meinem Piercer stechen lassen konnte. Welches ich auch 21 Jahre später noch glücklich trage! Und nun viel Spaß beim Piercen! 😉

[Lesenswert] Honor von Thrity Umrigar

Manchmal muss man nur ein Buchcover sehen und weiß einfach, dass das ein absoluter Lesegenuss werden wird. So geschehen ist das bei mir vor kurzem mit Honor von Thrity Umrigar, wo mich die farbenfrohen Mangos einfach sofort angesprochen haben und ich dann aber doch nicht habe kommen sehen, wie schrecklich-gut dieses Buch sein wird.


Die in den USA lebende Journalistin Smita kehrt nach Mumbai zurück, obwohl sie sich eigentlich geschworen hatte, nie wieder einen Fuß in ihr ehemaliges Heimatland Indien zu setzen. Doch eine Freundin bittet sie um Hilfe und schnell findet sich Smita nicht – wie geplant – an der Seite des Krankenbettes wieder, sondern wird mit der Berichterstattung eines Gerichtsverfahren beauftragt, an welchem ihre Freundin arbeitete.

Hierbei geht es um den Fall einer hinduistischen Frau, die gemeinsam mit ihrem muslimischen Ehemann von ihren eigenen Brüdern im Namen der Ehre lebend verbrannt werden sollte. Während die damals schwangere Meena schwer verletzt überlebt, stirbt ihr Mann noch in dieser Nacht und Meena beschliesst, dass sie nicht einfach schweigen und das „Dorfrecht“ beachten wird, sondern für Gerechtigkeit kämpfen will. Für ihre Tochter, die nun ohne Vater aufwachsen muss. Während Smita nun aufs Land fährt und auf das Urteil wartet, hat sie die Gelegenheit, Meena, ihre Tochter, die verbitterte Schwiegermutter sowie die sich im Recht glaubenden Brüder und den „Dorfchef“ kennenzulernen.

Ein absolut gewaltiges, diverse Emotionen weckendes Buch, welches sich vor allem um das Thema Hindu-Nationalismus, die Rolle(n) der Frauen und Ehre dreht. Wie auch die Hauptperson Smita habe ich selbst schon sehr viele Menschen in Indien in Städten und auf dem Land kennengelernt und diverse Meinungen zu Themen wie interreligiösen Hochzeiten, dem Verhältnis von Hinduismus und Islam sowie viele Erzählungen von der traumatischen Aufteilung des Landes in Pakistan und Indien zu hören bekommen. Besonders was dieses für mich verrückte Konzept der Ehre mit Menschen macht und zu welchen Taten es sie bringen kann, brachte mich auch bei der Lektüre indischer Tageszeitungen immer wieder an die eigenen Grenzen, da ich Indien eben auch sehr, sehr mag (wie unsere Hauptperson auch feststellen muss).

Genau wie dieses Buch, welches ich nicht aus der Hand legen konnte, obwohl mir manchmal geradezu übel wurde, wenn ich wieder eine Ungerechtigkeit las und mir vor Augen halten musste, dass so auch in der Realität mit Menschen noch immer umgegangen wird. So sehr Indien immer den Fortschritt lobt und die Städte einem das auch gut zeigen, so scheint auf dem Land (besonders in Nordindien, wo ich unterwegs bin) oft die Zeit stehengeblieben zu sein.

Thrity Umrigar schreibt fesselnd, atmosphärisch sehr dicht und schafft es, dass einem die verschiedenen Hauptpersonen schnell ans Herz wachsen und man mit ihnen mitleidet bzw an anderen und ihrer Denkweisen nahezu verzweifelt. Wir haben zwei Storylines, die wunderbar ineinander verwebt werden, denn wir erfahren einmal Meenas Geschichte mit all ihren schrecklichen Momenten, und dann auch die Geschichte von Journalistin Smita, deren Familie Indien damals eben nicht freiwillig verlassen hat. Diese Vergangenheit wird durch die aktuelle Situation wieder komplett aus der Verdrängung geholt und Smita muss sich damit auseinandersetzen, diese in Bezug auf das heutige Indien verarbeiten und gleichzeitig für Meena da sein, die ihr in dieser für sie schrecklichen Zeit vertraut.


Für mich ein absoluter Lesetipp, aber auch nichts für den entspannenden Sommerurlaub, denn dieses Buch entfacht viel Negativität wie Wut, Traurigkeit, Verzweiflung, Übelkeit, aber auch gaaaaaanz wenig Hoffnung. Von Thrity Umrigar will ich unbedingt mehr lesen, sie schreibt genau nach meinem Geschmack! Habt ihr zufällig schon etwas von ihr gelesen?

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