[Reisen] Unterwegs auf den Lofoten!

Eigentlich wollte ich letztes Jahr das Lofoten Longcrossing wandern, aber da dies logistisch (& finanziell) dann doch irgendwie komplizierter war als erwartet, ging es am Ende im August 2025 mit dem Auto von Oulu aus einmal durch Schweden und Nordnorwegen. Das Jahr davor war ich schon am Nordkap wandern (große Empfehlung!) und 2025 sollten es dann endlich die Lofoten sein. Welche durch Social Media wirklich enorm beliebt sind – also auch absolut zu recht, die Natur ist phänomenal, aber eben leider auch sehr überlaufen. Dazu dann aber später mehr 😉 Wir waren Anfang August dort, also auch direkt in der Hauptsaison, aber ich wollte möglichst gutes Wetter haben – was wir mehr als bekamen, die ersten Tage war es einfach 28 Grad heiß?


Ich dachte, ich gebe euch mal unseren genauen Reiseplan, welcher ein bisschen zu ambitioniert war (also es war viel Autofahren auf Straßen, die entweder nicht so gut, sehr voll oder mit niedrigem Tempolimit waren) und ich hätte lieber 1-2 Tage mehr Zeit und weniger Kilometer pro Tag im Auto gemacht. Also plant lieber ein paar Tage mehr ein, denn es ist wunderschön dort oben in Nordnorwegen!

Ach und Oulu ist jetzt nicht unbedingt die schönste Stadt der Welt, aber Oulu ist Europäische Kulturhauptstadt 2026, so gibt es z.B. mit AirBaltic günstige Flüge ab Frankfurt via Riga (da empfehle ich einen 1-2 Tage Aufenthalt) und ein Auto mieten ist hier nicht ganz so teuer wie in Norwegen. Plus bekommt man sehr viel Natur und den nördlichste Ikea der Welt in Happaranda zu sehen, wenn man von Oulu auf die Lofoten fährt und kann auch einen Abstecher nach Rovaniemi zum Weihnachtsmann machen 😉

Da ich alles zwischen Oulu und der schwedischen Grenze schon gut kenne, sind wir morgens einfach direkt bis nach Haparanda durchgefahren. Hier oder noch auf finnischer Seite in Tornio lohnt sich ein kurzer Stop, es gibt ein kleines, aber feines Stadtmuseum, ein Kunstmuseum und besagten Ikea, wo man günstig essen kann. Danach ging es stundenlang mehr oder weniger gerade aus durch einen grünen Tunnel, wo ab und zu Rentiere am Straßenrand standen und wir immer mal wieder anhielten, um uns kurz von den Moskitos attackieren zu lassen. Diese waren sehr zahlreich, das hatte ich nach wenigen Stechmücken in Finnland nicht kommen sehen.

Ziel dieses ersten Tages war Kiruna, da das die größte Stadt im Umkreis mit dem günstigsten Hotel (120€ für 2) war. Welches weder günstig noch seinem Preis angemessen war, aber ich sage es jetzt schon, überall in Skandinavien bezahlt man sehr viel und bekommt eher mäßige Zimmer. Oft in spektakulärer Lage, aber bequem und einladend oder schallisoliert ist etwas anderes. Hier gab es allerdings eine Gemeinschaftssauna und einen Pool, welchen man nutzen konnte, was nach dem langen Sitzen super war.

In Kiruna selbst haben wir uns ein bisschen die Altstadt angesehen und besonders die Kirche. Das habt ihr vielleicht mitbekommen, diese Kirche und andere Häuser müssen aufgrund der Miene umziehen und sie haben die komplette Kirche auf ein Gerüst und sie dann gaaaaaaanz langsam ein paar Kilometer weiter transportiert. Wir waren leider zu früh, um dieses Spektakel live zu erleben (ich sah dann später den Livestream), aber alleine zu sehen, wie sie eingepackt wurde, war spannend! Die große Miene kann man sich hier auch anschauen, ich wollte aber lieber über der Erde bleiben und die Sonne so lange es ging genießen.

Am nächsten Morgen ging es los und wow, nach wenigen Kilometern hörte die Straße auf, asphaltiert zu sein und ich fuhr Ewigkeiten über Schotter. Kenne ich von den Northwest Territories aus Kanada schon und bin somit recht entspannt, hier brach aber gleich mal was am Auto ab und klapperte dann für die restlichen 1400km 😉 Mit einem Mietwagen würde ich hier definitiv noch vorsichtiger sein, denn insgesamt sind die Straßen hier oben durch das Wetter echt in einem schlechten Zustand und die Schlaglöcher sehr tief.

Erster Stop heute war der Abisko Nationalpark, wo u.a. der Kungsleden startet (noch so ein „wollte ich eigentlich wandern“-Ort). Hier sind wir drei kurze Rundwanderungen gelaufen, welche alle absolut herrlich waren und die Menschenmassen hielten sich in Grenzen. Also der Parkplatz und das Besucherzentrum waren voll, aber sobald man ein paar Hundert Meter gelaufen war, war man ziemlich alleine. Wundervolle Wasserfälle, Flüsse, Seen und einige nachgebaute Sami-Häuser – wir hatten Spaß!


Anschließend fuhren wir durch das schwedisch-norwegische Grenzgebiet und wow, ist es hier schön! Bergig, man sah noch Schnee, absurd große Seen und überall Steine. Ich war sehr glücklich und hätte am liebsten hier eine Nacht verbracht. Häuser gibt es hier, aber die sahen alle eher privat aus, schade. Die Grenze war unspektakulär und kurze Zeit später hatte man einen tollen Blick auf Narvik, wo wir nicht hinfuhren, sondern direkt weiter gen Lofoten. Wir machten diverse Stops, weil es einfach zu schön ist, um direkt vorbeizufahren, ich musste häufiger meine Kombination „Höhenangst + über Brücken fahren“ überwinden und am Ende kamen wir in Sandtorgholmen bei unserem Hotel (154€ für 2) an.


Die Lage war mega, direkt am Wasser und wir hatten tollen Meerblick vom Bett aus. Der Strand vor der Tür mit türkisem, soooo klarem Wasser lud zum Spazieren ein und wir haben hier so viele Seeigel gefunden! Ein paar Schafe als Nachbarn gab es auch noch und hach, es war so erholsam, dass wir auf der Rückfahrt nochmal für einen kurzen Spaziergang gestoppt habe.

Am nächsten Tag ging es mit vielen Zwischenstops (halt, wie schön ist das!) nach Svolvaer, wo wir eigentlich den Tjeldbergtinden wandern wollten. Als wir versuchten, das Parkticket zu lösen (Parken ist ein großes Problem, die kleinen Städte sind nicht auf die vielen Touristen vorbereitet und es gibt akuten (Park-)Platzmangel), als die Welt unterging. Im strömenden Regen wollten wir nicht hoch wandern, um keine Aussicht zu haben und so gingen wir spontan in das sehr kleine Aquarium.


Anschließend gab es wieder viele kurze Halte, manchmal an sehr vollen Stränden, manchmal sehr alleine in der Natur und am Ende kauften wir dann noch kurz was zum Abendessen in Leknes ein. Unsere Unterkunft Statles Rorbu (133€ für 2) war auch wieder direkt am Wasser (wobei der Meerblick hier etwas unbezahlbar war und wir hatten somit nur eine Terasse mit Hausblick) und wir konnten noch eine kleinen Spaziergang machen, wo wir am Ende den Sonnenuntergang auf einem großen Felsen (Mortsund) erleben durften. Hier fühlte es sich richtig nach „ich bin am Ende der Welt“ an und das raue Wetter mit starkem Wind war grandios!



Juhu, endlich etwas weniger Kilometer dachte ich. Aber nach einiger Diskussion beschlossen wir, jetzt auch wirklich bis ans Ende, nämlich nach Å. Das waren nochmal Hin- und Zurück 150km und da das eine einspurige, sehr volle Straße ohne Seitenstreifen (hallo all ihr Fahrradfahrer!) war, dauerte das sehr lang. Aber es war so malerisch, all diese kleinen Fischerorte mit den roten Stelzenhäusern und direkt dahinter diese mächtigen Berge, und ich verstehe auch wirklich, wieso hier jeder hin will. Zum Ende hin wurde es seeeeeeehr voll, wir bekamen aber am Å Aussichtspunkt noch einen Parkplatz und liefen dort dann für vielleicht eine Stunde herum. Ich bin sehr froh, dass ich dort gewesen bin, Vögel mit dem Fernglas beim Füttern ihrer Jungen beobachten konnte, ein bisschen über die Felsen klettern und mir die raue Meeresluft durchs Gesicht blasen lassen konnte.



Mit vielen Zwischenhalten (ein Strand war absurd schön, aber ich finde den Namen gerade nicht mehr), ging es dann bis nach Fiskebøl. Von dort kann man nämlich eine Fähre nach Melbu nehmen, was einerseits ein tolles Erlebnis und anderers eine super Zeitersparnis ist, da man keinen großen Umweg fahren muss. Gekostet hat das für unser Auto um die 11€ und die Fahrt dauert nur 25 Minuten. Man konnte sowohl drinnen als auch auf dem Deck die Aussicht genießen und das war wunderbar. Danach fuhren wir direkt nach Sortland, wobei ich eigentlich noch das Hurtigrutenmuseum in Stokmarknes besichtigen wollte, aber der Tag war schon zu lang.


Sortland oder auch die blaue Stadt, habe ich ausgesucht, da das Hotel dort nicht so teuer war (272€ für 2 Nächte), aber das einzig Gute hier war das Frühstück im Billardsalon nebenan. Also dreckig, laut und unser Meerblick war zwar gegeben, aber dass da noch zwei gigantische Parkplätze und eine Straße dazwischen waren, wurde verschwiegen. Ich nenne mal nicht den Namen, aber geht bitte in das Scandic-Hotel, welches nicht viel teurer war 😉

Das Wetter war morgens leider nicht so schön und es war Regen vorhergesagt. Somit entschieden wir uns gegen die Fahrt nach Nyksund, um die Dronningruta zu laufen. Denn das sind zwar nur 15km, man soll aber 5-8 Stunden einplanen und nee, da wollte ich wenn zumindest blauen Himmel. Stattdessen liefen wir also erst mal durch Sortland, was nicht allzu lange dauert und ja, das war nett, aber nicht so „wow, hier muss man gewesen“ sein.


Dann suchten wir uns – das Wetter wurde nämlich besser, in den Lofoten geht das sehr schnell – eine Wanderung in der Nähe und fanden Steiroheia. Direkt bei Sortland geht es gut den Berg hoch, zunächst noch auf einem Weg, später klettert man direkt über die Felsen und trifft viele nette Schafe. Welche schneller und weniger jappsend als ich da hochlaufen. Unterwegs gibt es noch eine Hütte zum Ausruhen und hach, es war herrlich! So viele tolle Aussichten, so viel schöne Natur direkt um einen herum und endlich die Ruhe, die ich hier in den Hotels vermisse. Also ja, die Dronningruta ist vielleicht bekannter, aber so ein Tag ohne viel Autofahren einfach nur in der Natur war genau, was ich gebraucht habe.

Hallo du mein Lieblingstag, welcher so unerwartet kam! Ich muss kurz ausholen: mein Freund ist kein Freund von Booten oder Schiffen und hat sich schon monatelang auf den 7. Tag mental vorbereitet. Denn da habe ich ihm etwas geschenkt, was wir in Andenes machen werden und ein sehr kleines Boot beinhaltet. Als ich aber schaute, was man so zwischen Sortland und Skarsteindalen machen kann, fand ich Bleik. Und Bleik ist allen ein Begriff, die wie ich großer Papageintaucher-Fan sind. Denn dort gibt es direkt vorm Strand einen großen Felsen, wo sich im Sommer etwa 100.000 (!!!) dieser niedlichsten aller Vögel treffen.


Jetzt kann man an diesem Strand in Bleik entlanglaufen, Schafe am Strand streicheln und diesen Felsen in der Ferne sehen (sehr idyllisch, haben wir auch gemacht und viele andere, sich jagende Vögel beobachtet), aber die Papageientaucher sieht man nicht, man kann höchsten erahnen, dass da viel durch die Luft fliegt.


Oder man kann eine Puffin Safari buchen, wo man auf einem älteren Boot mit einem älteren sehr sympathischen Mann für 1,5 Stunden näher an diese Insel heranfährt. Also natürlich nicht zu nah, man will die Puffins ja nicht stören, aber eben so, dass man sie mit und ohne Fernglas gut sehen kann. Was für mich ein absoluter Traum war und die schlechten Handybilder können das gar nicht zeigen, aber man kann die niedlichen Vögel so gut erkennen, da sie sehr nahe über einem fliegen und neben einem im Wasser eintauchen oder auf der Oberfläche dahingleiten.


Bei der Rückfahrt ging dann die Welt unter und es wurde ganz schön wild auf dem Wasser, aber zum Glück dauert es nicht allzu lange. Das Gewitter hatte richtige Endzeitstimmung und wir mussten noch zu unserem Hotel auf einem Berg fahren. Ich war sehr gespannt, denn das Hotel war in einer ehemaligen Militäranlage und die Bewertungen waren sehr durchmischt, da anscheinend primär Angeltouristen dort übernachten, welche laut und müffelnd sein können. Ganz ehrlich, wir hatten einen gigantischen Raum (80€) mit bequemem Betten, zwei Couchen, Tischen, Sesseln und einem Bad, welches mit seiner Heizung sogar unsere Kleidung wieder trocken bekam. Dazu eine sehr saubere Gemeinschaftsküche, die wir zum Kochen benutzten und das Highlight: einen Saal mit Billard- und Tischtennistischen, die man kostenfrei benutzen durfte. Was wir dann vollkommen alleine taten, während das Gewitter draußen richtig Spektakel machte. Es klingt komisch, aber für mich war das ein perfekter Tag!

Am nächsten Morgen mussten wir früh losfahren, denn wir hatten in Andenes eine Wal-Safari gebucht. Ich habe diese schon in Kanada und den USA gemacht, war immer wahnsinnig begeistert und wollte meinem Freund dieses Erlebnis auch einmal geben. Und jetzt kommt das ABER (& ich verlinke den Anbieter auch nicht): es war schrecklich. Statt – wie ich es kenne – mit einem Speedboat rauszufahren, wurden hier Massen an Leuten rangeschifft und es ging in insgesamt drei vollbesetzten Booten los. Was erstmal ewig dauert, bis jeder angezogen, geprüft und im Boot war. Dann fuhr man gar nicht so weit raus, das braucht man hier nicht, weil der Meeresgrund schnell tief wird und dann dümpelte man. Was nicht gut ist, so wurden in unserem Boot gleich mal ein paar Leute seekrank.


Wir fanden dann einen männlichen Pottwal, der in der Nähe eines beschäftigten Fischerboots frühstückte und sahen ihn genau drei Mal kurz an der Oberfläche und sofort wieder abtauchen. Dabei war diese Situation einfach schrecklich, drei Boote umkreisten diesen Wal und es fühlt sich nur falsch an, wie hier „Jagd“ gemacht wurde, um ihn immer wieder zu finden, wenn er auftauchte. Denn wenn man keinen Wal sieht, hat der Anbieter eine Garantie, dass man eine zweite kostenlose Fahrt bekommt – und die wollen sie einem natürlich nicht geben. Somit waren diese – meine drei Videos vom Wal sind keine Minute lang insgesamt) – paar Sekunden aus der Ferne bei starkem Wellengang etwas Dunkles im Wasser sehen, genug, um ihren Auftrag erfüllt zu haben und es ging ohne Erklärung oder zurück. Also Wal & check, fertig. Viel früher als geplant und alles ohne Erklärung – meine Erwartung war, dass wir noch zu einem anderen Ort fahren, wo sich normalerweise Orkas aufhalten, aber das wurde nicht mal erwähnt und insgesamt haben wir einfach kaum Infos über die Tiere und über ihre Forschung (was sie sehr betonen, weil das legitimiert ja, dass man Massen an Touristen hier hinbringt).

Eine absolut unschöne Erfahrung und ich war sehr traurig, denn ich wollte mit diesem Geschenk eine einmalige Erfahrung teilen und es war überhaupt nicht wie bei meinen vorherigen Trips mit EINEM kleinen Boot, Ruhe, einem Guide, der viel erzählt und man fühlt, wie wichtig ihnen die Tiere sind. Unser Guide wusste nichts über das Tier, ich habe dann von einem anderen Guide an Land Infos über Name, Alter etc bekommen. Enttäuschend :/

Danach liefen wir einmal komplett durch Andenes, aber so viel gibt es dort nicht zu sehen und so fuhren wir noch einmal nach Bleik, wo wir es toller fanden, entspannten uns am Strand, beobachteten Vögel und besichtigten die Andoya Space Station. Hier sollte sogar an diesem Tag eine Rakete gelauncht werden, aber wir haben nichts davon gesehen bzw war auch nirgends abgesperrt, also vielleicht wurde das aufgrund des starken Windes verschoben. Interessant war es auf jeden Fall zu entdecken, dass es hier oben Raketen-Tests gibt, inmitten dieser tollen Natur.

Nach einer Nacht mit verdammt gutem Schlaf ging es nach einem kurzen letzten Spaziergang am Europäischen Nordmeer setzten wir uns ins Auto und fuhren los. Da wir jetzt die Straße auf der anderen Inselseite nutzten, sahen wir viel Neues und erneut gab es sooo viele „WOW“-Momente. Welcher dann noch davon getoppt wurde, dass da einfach eine Elchkuh mit Baby an der Straße stand – und sogar wartete, dass wir drehen und sie fotografieren konnten. Es waren nur wenige Minuten, aber ich war hin und weg! Bisher habe ich Elche nur in Alaska & Kanada getroffen, dies waren die ersten in Europa.


Wir hielten für einen kurzen Spaziergang entlang eines Wasserfalls hinter der norwegischen Grenze in Schweden, also genau diesem Landstrich, der mir auf der Hinfahrt so gut gefallen hat. Wenn es machbar ist, will ich nächstes Jahr unbedingt noch einmal hier hoch! Dann gab es erneut einen Halt im Abisko Nationalpark zum Beine vertreten sowie in Kiruna, um ein bisschen Essen für den Abend einzukaufen.

Denn uns erwartete ein großes und sehr gemütliches Ferienhaus in Krokfors (90€ für 2), direkt an einem gigantischen See, wo wir gemütlich am Steg Kaffee trinken und sogar Kanu fahren konnten. Wir haben einen wunderbar entspannten Abend in dieser himmlischen Ruhe verbracht, umgeben von Natur und – wie wir später gelernt haben – direkt neben einem Gebiet, wo Elche leben. Diese haben wir nicht gesehen, aber die ganze Kalix-Gegend ist super schön und hat viel für Outdoor-Liebhaber zu bieten.

Und dann war der Urlaub schon fast vorbei, verrückt. Nach einem Kaffee am See ging es ins Auto, entlang an sehr viel Wasser (und einem Flugzeug aus dem 2. WK) und natürlich wurde erneut bei IKEA gestoppt sowie im letzten schwedischen Supermarkt, um sich eine „Bunte Tüte“ aus diversen Süßigkeiten selbst zusammenzustellen. Macht sehr viel Spaß und ist um einiges günstiger als in Finnland, wo alles mit Zucker teurer ist.

Wenn ihr noch einmal halten wollt, sind Simo zum Wandern, die Gegend rund um Kemi am Meer, sowie Haukipudas & Ii direkt bei Oulu sehr schöne Orte, um eine Pause zu machen. Ich wollte noch schnell der Ostsee Hallo sagen, aber dann auch einfach nur noch in die Sauna.


Dass sich die Lofoten aufgrund ihrer spektakulären Landschaft lohnen, steht außer Frage 🙂 Mir hat es sehr gut gefallen und hinter jeder Ecke sieht es wieder ein bisschen anders aus und somit gibt es auch nichts, wo ich sagen würde, da muss man nicht hin. Für Sortland würde ich weniger Zeit einplanen und lieber durch eine Nacht in Narvik oder in dem norwegisch-schwedischen Grenzgebiet ersetzen, wenn das funktioniert.

Mit einem Auto ist man sehr flexibel und einige der Wanderwege gehen direkt an/auf der Straße entlang, was mir weniger gut gefiel. Diese menschenleere, tagelang unberührte Natur findet man hier weniger, dafür gibt es einfach nicht genug Insel(n). Wir haben alles vorgebucht und für die Hauptsaison empfehle ich euch das, denn die meisten Hotels und auch Campingplätze waren ausgebucht. Es gibt ein paar kostenlose Möglichkeiten für Camper/Vans zum Übernachten, aber hier sollte man rechtzeitig da sein.

Und jetzt kommen wir schon zum oben angesprochenen Problem, wovon ich selbst Teil bin: es gibt zu viele Touristen hier. Es ist überall voll, ihr findet immer mal wieder Orte, wo ihr kurz alleine seid, aber die sind eher rar. Stattdessen sind überall Touristen, jedes dritte Auto mit einem deutschem Nummernschild, ansonsten sooo viele Mietwagen und ich war wirklich überrascht, wie viele Menschen hier Urlaub machen (können). Denn es ist nicht so einfach zu erreichen und sehr teuer, also egal ob Hotel, Restaurant oder das Einkaufen im Supermarkt. Wir hatten unser eigenes Auto, haben günstig im Supermarkt oder mal eine Pizza gegessen und hach, ich wollte nicht auf mein Konto schauen 😉 Ah, ja, also Vegetarier ist es nicht so einfach, eine Auswahl zu finden, das meiste Essen ist doch Fisch und Fleisch. Schweden war da erstaunlicherweise viel besser geeignet.

Die Einheimischen sind genervt und ich verstehe sie, denn ich war auch genervt. Viele kleine, enge Straßen und zu viele Autos, Radfahrer und Fußgänger sind hier ihr Alltag und auf den Parkplätzen gibt es keine/kaum freie Plätze. Eine Wanderung konnten wir z.B. nicht machen, weil der Trail mitten im Nirgendwo an einer Straße losging und der Parkplatz schon morgens überfüllt war. Norwegen überlegt, Quoten einzuführen und ich verstehe sie, denn so kann es dort nicht weitergehen. So schön die Natur dort auch ist, es gibt in Norwegen/Schweden/Finnland so viele andere ebenfalls tolle Orte, wo man die Natur noch in Ruhe genießen und sich einfach mit seinem Zelt eine Auszeit abseits der Menschenmassen gönnen kann. Ich war z.B. vor mittlerweile neun Jahren auf den Faroer Inseln und würde das eher empfehlen, wenn man brachiale Natur, aber Einsamkeit haben mag, hier habe ich sogar noch ein Video gedreht:

Sunday again.

[Gesehen] America’s Sweethearts

[Gelesen] It’s not her – Mary Kubica; Lázár – Nelio Biedermann

[Gehört] Ólafur Arnalds; Digitalism

[Getan] Juhannus mit grillen, Sauna und Schafe streicheln gefeiert; viel Rad gefahren; überlegt, wie ich das Auto sinnvoll abdunkeln kann, um darin zu schlafen und mich nicht so beobachtet zu fühlen

[Gegessen] Rhabarberkompott; Veggiewürstchen mit Nudelsalat; Wassermelone; gegrillte Ananas; Party Fred Ferkel

[Getrunken] Kaffee; Jasmintee

[Gedacht] hallo Herr Igel, du darfst gerne mein neuer Nachbar bleiben!

[Gefreut] ich hatte so liebe Schafe getroffen, die unbedingt gestreichelt werden wollten und dabei mit ihrem Schwanz gewackelt haben <3

[Geärgert] au, Mücken und au, ich habe mir zwei Fingerkuppen verbrannt

[Gewünscht] gerade weniger Schmerzen an besagten Fingern

[Gekauft] bisschen Proviant & Krams für meinen Norwegen-Ausflug

[Beauty] Make-up und Pflege in einem: Mein Teint-Booster-Routine-Update


Wer morgens keine Lust auf zehn verschiedene Tuben und Töpfchen hat, ist mit Teint- Booster-Make-up genau richtig bedient. Das Prinzip klingt simpel, hat es aber in sich: Ein einziges Produkt pflegt die Haut, egalisiert den Teint und gibt dem Gesicht gleichzeitig etwas Frische. Was früher eher als Notlösung galt, hat sich längst zu einem echten Routine- Upgrade entwickelt. In 2026 gibt es so viele Formeln, Texturen und Deckkraftstufen, dass für wirklich jede Haut etwas dabei ist. Ob leichter Feuchtigkeitsfilm mit einem Hauch Farbe oder ein Produkt, das Rötungen und Unregelmäßigkeiten dezent abdeckt, Teint-Booster- Make-up bedient ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Dieser Artikel zeigt Schritt für Schritt, wie eine solche Pflegeroutine aufgebaut wird, worauf es bei der Produktwahl ankommt und welche Fehler sich wirklich lohnen zu vermeiden.


Bevor irgendein Produkt auf die Haut kommt, lohnt ein ehrlicher Blick in den Spiegel. Denn nicht jede leichte Formel funktioniert auf jedem Hauttyp gleich.

Wer zu Trockenheit neigt, profitiert besonders von Formeln mit Hyaluronsäure, Glycerin oder natürlichen Ölen. Diese Inhaltsstoffe sorgen dafür, dass das Finish auch nach ein paar Stunden noch satt und gepflegt aussieht, nicht pudrig oder fleckig.

Bei fettiger Haut ist es sinnvoll, auf wasserbasierte Texturen zu setzen, die ohne schwere Öle auskommen. Ein leichtes Gel Produkt oder eine matte Formel verhindert, dass der Teint schon zur Mittagszeit glänzt. Hier hilft es, Produkte zu testen, statt auf das Erstbeste zu vertrauen.


Die Auswahl im Segment Teint-Booster-Make-up ist groß. Der Unterschied liegt vor allem in der Deckkraft und in den Pflegewirkstoffen.

Tinted Moisturizer sind quasi flüssige Feuchtigkeitscremes mit einem Hauch Farbe. Sie bieten kaum Deckkraft, aber viel Pflege und Natürlichkeit. Serum-Foundations gehen einen Schritt weiter: Sie enthalten oft hochkonzentrierte Wirkstoffe und sind besonders bei empfindlicher oder reifer Haut beliebt.

Wer ein Produkt möchte, das Pflege, Sonnenschutz und moderate Abdeckung vereint, greift häufig zu einer BB Cream. Sie bietet genug Deckkraft für einen gleichmäßigen Teint, ohne schwer aufzutragen. Für viele ist sie der ideale Kompromiss zwischen reiner Pflege und Foundation.


Ein gutes Ergebnis beginnt nicht mit dem Teint-Produkt selbst, sondern mit der Vorbereitung darunter.

Morgens reicht eine sanfte Reinigung, um Schweißrückstände und Nachtcreme zu entfernen, ohne die Haut zu stressen. Danach folgt ein leichtes Serum oder eine Feuchtigkeitscreme, je nach Hauttyp. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert, dass das Teint-Produkt ungleichmäßig haftet.

Viele Teint-Booster-Make-up-Produkte enthalten bereits LSF. Trotzdem lohnt es sich zu prüfen, ob der enthaltene Lichtschutzfaktor für den eigenen Alltag ausreicht. Wer viel im Freien ist, trägt besser noch einen separaten Sonnenschutz darunter auf.


Die Technik beim Auftragen beeinflusst das Ergebnis deutlich. Finger, Pinsel oder Schwamm, jedes Tool hat seine Berechtigung und ihr benutzt, was ihr für eure Haut am besten findet.

Für leichte Texturen wie Tinted Moisturizer eignet sich das Einarbeiten mit den Händen wunderbar. Die Körperwärme lässt die Formel weich und gleichmäßig auf der Haut verteilen. Einfach kleine Punkte auf Stirn, Nase, Wangen und Kinn setzen und sanft eintippen.

Für mehr Deckkraft oder bei empfindlicher Haut bietet ein feuchter Beautyblender eine gleichmäßigere Abdeckung. Wichtig: Der Schwamm sollte wirklich gut angefeuchtet sein, sonst saugt er das Produkt auf, statt es zu verteilen.


Ein Teint-Booster-Make-up braucht meist wenig Finish. Trotzdem gibt es ein paar schnelle Handgriffe, die den Unterschied machen.

Wo es nötig ist, kann ein Concealer punktuell aufgetragen werden, zum Beispiel unter den Augen oder auf einzelnen Rötungen. Das hält das Gesicht leicht, ohne überall Schichten aufzutürmen.

Wer ein langanhaltendes Ergebnis möchte, fixiert das Ganze mit einem transparenten Puder oder einem Fixierspray. Bei sehr leichten Formeln reicht oft schon das Spray, damit der Teint frisch bleibt, ohne auszutrocknen.


Gerade beim Teint-Booster-Make-up passieren immer wieder dieselben Patzer. Diese gilt es zu vermeiden:

  • Zu viel Produkt auf einmal auftragen: Lieber zwei dünne Schichten als eine dicke, ungleichmäßige.
  • Den falschen Farbton wählen: Der Ton sollte so nah wie möglich am natürlichen Hautton sein, am besten im Tageslicht testen.
  • Die Pflege darunter auslassen: Ohne Feuchtigkeitsbasis setzt sich das Produkt in feinen Linien ab.
  • Produkt auf unreiner oder ungereinigter Haut auftragen: Das führt zu einem fleckigen, unfrischen Ergebnis.
  • Formeln für den falschen Hauttyp kaufen: Ölige Produkte auf fettiger Haut machen alles schlimmer, trockene Formeln auf trockener Haut noch mehr.
  • Den Hals vergessen: Ein schöner Teint im Gesicht und ein anderer Farbton am Hals wirken unnatürlich.

  • Hauttyp bestimmen (trocken, normal, fettig, Mischhaut)
  • Geeignete Produktkategorie auswählen (Tinted Moisturizer, Serum-Foundation, Pflege-Allrounderin)
  • Passenden Farbton im Tageslicht testen
  • Morgens: sanfte Reinigung und Feuchtigkeitspflege als Basis
  • Sonnenschutz prüfen oder separat auftragen
  • Teint-Booster-Make-up dünn und gleichmäßig einarbeiten
  • Concealer nur dort einsetzen, wo er wirklich nötig ist
  • Bei Bedarf mit Puder oder Fixierspray abschließen
  • Hals und Dekolleté nicht vergessen
  • Produkte regelmäßig auf ihre Wirkung prüfen und bei Bedarf anpassen

Wer das volle Potenzial eines Make-ups mit Teint-Booster-Effekt ausschöpfen möchte, sollte die verschiedenen Auftragstechniken kennen. Mit den Fingern lässt sich das Produkt besonders gleichmäßig einarbeiten, da die Körperwärme die Textur leicht aufweicht und eine nahtlose Verschmelzung mit der Haut begünstigt. Alternativ bietet ein feuchter Beauty- Blender eine luftige, natürliche Deckkraft, die das Gesicht nicht überladen wirkt. Ein flacher Foundationpinsel hingegen eignet sich für präzises Arbeiten an Problemzonen, wobei zu viel Druck vermieden werden sollte. Experten empfehlen, das Make-up stets in
treichrichtung der Haarfollikel aufzutragen
– das reduziert sichtbare Poren und sorgt für ein ebenmäßiges Ergebnis.

Ein aufhellender Teint-Booster im Make-up entfaltet seine Wirkung besonders dann, wenn er gezielt in die tägliche Pflegeroutine eingebettet wird. Dermatologische Fachkräfte raten dazu, zunächst ein leichtes Serum aufzutragen und erst danach das Complexion-Produkt aufzutragen – so werden Wirkstoffe optimal ins Hautgewebe transportiert. Das Schichten verschiedener Texturen, etwa Fluid unter Creme-Produkt, kann das strahlende Finish zusätzlich intensivieren. Besonders in der Kombination mit LSF-haltigen Tagespflegen zeigt ein Teint-aufhellender Make-up-Booster sein volles Potenzial, ohne dabei die Haut zu beschweren. Mehrere Lagen sollten jedoch stets dünn gehalten werden, um ein unnatürliches Maskeneffekt-Bild zu vermeiden.

Sunday again.

[Gesehen] 2 Folgen Shoresy (was ich jetzt von meiner Netflix-Liste entfernen konnte)

[Gelesen] Kruso – Lutz Seiler; The Women – Kristin Hannah

[Gehört] Regen & Sturm & Plothouse Podcast

[Getan] eine Radtour ans Meer gemacht & am Wasser gelesen; ganz viele kleine Vogelbabys entdeckt; mein Walking Pad zum Barfuß-Lauf-Training benutzt;

[Gegessen] Aprikosen; selbstgemachtes Rhabarberkompott; Veggie-Burger; gemischte Salate; Brezel-Erdnuss-Eis; Brot mit Karotten-Ingwer-Hummus & Gurke

[Getrunken] Kaffee; Weißer Tee

[Gedacht] ich habe es echt versucht, aber 30 verschiedene Gemüse in einer Woche zu essen, kriege ich so nicht hin

[Gefreut] die dauerhaft schreienden Nachbarn waren diese Woche nicht da, yay!

[Geärgert] au, ich hatte absurde & lange Kopfschmerzen und dann noch eine allergische Reaktion auf die Schmerztablette

[Gewünscht] ein erholsames Wochenende!

[Gekauft] Lebensmittel

[Beauty] Nutri Glanz Shampoo von Schauma – perfekt für den Sommer!

[WERBUNG] Vor einiger Zeit bekam ich durch einen Produkttest die Gelegenheit, einmal das Nutri Glanz Shampoo von Schauma auszuprobieren und auch wenn ich mit Schauma aufgewachsen bin, kaufe ich die Marke selbst selten. Was gar nicht an negativen Erfahrungen liegt, aber mir fallen die Produkte im Regal schlichtweg nicht auf. Somit war ich neugierig, was dieses Shampoo denn bei meinen langen, dünnen Haaren mit fettigem Ansatz und trockenen Spitzen so kann.


Das vegane Nutri Glanz Shampoo von Schauma mit Pro-Vitamin B5 + Erdbeerextrakt + Mandelmilch wurde für geschädigtes, stumpfes Haar konzipiert und damit kann ich mich definitiv identifizieren. Es soll dem Haar nach der sanften Reinigung direkt intensive, tiefe Pflege geben, es regenerieren, glätten, Haarbruch reduzieren und das Haar insgesamt zum Strahlen bringen. Die genauen Inhaltsstoffe sind laut Hersteller:

Aqua (Water, Eau), Sodium Laureth Sulfate, Sodium Chloride, Cocamidopropyl Betaine, Fragaria Vesca (Strawberry) Fruit Extract, Prunus Amygdalus Dulcis (Sweet Almond) Oil, Avena Sativa (Oat) Kernel Extract, Hydrogenated Lecithin, Panthenol, Hydroxypropyl Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride, Coco-Glucoside, Glyceryl Oleate, PEG-7 Glyceryl Cocoate, Citric Acid, Glycol Distearate, Parfum (Fragrance), Hydrogenated Castor Oil, Glycerin, Laureth-4, Sodium Hydroxide, Dimethyl Phenethyl Acetate, Benzyl Alcohol, Potassium Sorbate, Sodium Benzoate, CI 17200 (Red 33)


Fangen wir mit den Basics an: das Shampoo lässt sich gut dosieren, man braucht (auch bei seeehr langen Haare) nur wenig Produkt und es schäumt enorm. So habe ich Schauma in Erinnerung und ich bekomme die Bestätigung, wieso ich es als Kind so mochte. Der Duft von Erdbeer + Mandelmilch ist herrlich, süß, aber nicht künstlich, beerig und einfach nur perfekt für den Sommer! Leider bleibt er nicht sehr lange im Haar, aber unter der Dusche hatte ich viel Spaß damit, denn er macht sofort gute Laune.

Meine Kopfhaut kommt gut mit dem Shampoo zurecht, da gibt es kein Jucken etc. und ja, ich kann meine Haare danach ohne Conditioner halbwegs gut durchkämmen, aber trotzdem bevorzuge ich, hier noch eine Spülung oder Maske im Anschluss zu benutzen. Zum Thema „fettiger Ansatz“ muss ich erwähnen, dass ich hier an Tag 2 wieder waschen mag, aber das ist mein normaler Waschrhythmus und somit nichts ungewöhnliches.

Sollte ich für 1-2 Nächte wegfahren, würde ich das Shampoo aber auch als Solo-Haarpflege einpacken, denn es funktioniert gut genug. Sprich, meine Haare sind nach dem Waschen recht gut kämmbar, sie fühlen sich weich an und es gibt Glanz! Nicht enorm viel, aber ich bilde mir eine sichtbare Verbesserung ein. Nach ein paar Anwendungen fühlen sich meine Haare in den Längen insgesamt auch weicher an, eben so, als ob sie genug Feuchtigkeitspflege bekommen. Meine Haare fühlen sich nicht beschwert an, lassen sich problemlos stylen und ich bin sehr angetan, da sie sich einfach gesünder anfühlen.


Schauma, ich habe nichts zu meckern, außer dass der tolle Duft nicht lange auf meinen Haaren haften bleibt und das ist ein ICH-Problem 😉 Für einen Preis von 1,69€ (aktuell bei Rossmann) bekommt man hier 400ml pflegendes, reparierendes, das Haar zum Strahlen bringendes veganes Shampoo, welches man selbst mit sehr langen Haaren auch ohne Spülung/Maske benutzen kann. Ich bin begeistert und werde dieses Produkt diesen Sommer über sehr intensiv nutzen und mich jedes Mal über den beerig-süßen Duft freuen! Top!

Benutzt ihr Produkte von Schauma? Wenn ja, welches mögt ihr besonders gerne?

[Beauty] Dutch Tulip & Yuzu Body Mist von Rituals!

Manchmal stolpert man über Dinge, die nach dem eigenen Empfinden in Kombination einfach nicht zueinander passen können und es verrückterweise dann doch tun. Und zwar so stark, dass man um 23.00h im Dutyfree am Rigaer Flughafen echt lange mit sich hadern muss, bevor man geht, ohne etwas gekauft zu haben. Nicht, weil ich das Dutch Tulip & Yuzu Body Mist aus der Amsterdam Collection von Rituals (50ml um 22€) nicht haben wollte, ganz im Gegenteil, aber weil ich mal wieder langweilig-erwachsen-vernünftig war und erst noch meine zuhause wartenden Body Mists aufbrauchen will. Aber da die Kombination Tulpe & Zitrus mich so unerwartet umgehauen hat, wollte ich sie euch vorstellen, denn vielleicht habt ihr Platz für dieses nette kleine Body Mist!


Während ich die spritzige Frische von Yuzu liebe, habe ich – zumindest bewusst – noch nie nach einem Duft gegriffen, welcher mit Tulpe beworben wurde. Dabei finde ich Tulpen sehr schön anzusehen und verschenke sie auch gerne, aber ihr Duft hat mich bisher nie umgehauen bzw überlege ich gerade intensiv, wie Tulpen eigentlich riechen. Also eigentlich sehr dezent und grün-pflanzlich. Nungut, es gibt auf jeden Fall eine Partnerschaft von Rituals mit dem berühmten Rijksmuseum in Amsterdam und zur Feier haben sie 2019 die Amsterdam Collection herausgebracht. Sie soll der historischen Verbindung von Ost und West Anerkennung zollen und ich lasse das einfach mal unkommentiert hier stehen. Denn wir reden nur ganz banal über Düfte bzw dieses aus dieser Idee entstandene Body Mist.

Holländische Tulpe und Yuzu kreieren in diesem Body Mist für Körper und Haar einen komplexen, würzigen und gleichzeitig floralen Zitrusduft, wie ich ihn bisher einfach noch nie geschnuppert habe. Wahnsinnig interessant, erfrischend und gleichzeitig einen umarmend, ist man sofort entspannt, wenn man dieses Body Mist in der Nase hat. Für mich ein großartiger Unisex-Duft für die Übergangszeit, also Frühling und Herbst, wo man gleichzeitig lebhafte Energie und ausgleichende Ruhe bekommen will. Ich bin von seiner Intensität positiv überrascht, denn normalerweise muss ich Body Mists viel und häufig sprühen, hier waren zwei Spritzer (einmal Haar, einmal Oberkörper) ausreichend. Ich habe es abends aufgesprüht und am nächsten Morgen noch schwach wahrnehmen können, was für ein Body Mist (welches noch einen Flug mitmachen musste) doch ziemlich gut ist.

Neben den Tulpen sind noch andere „exotische florale Noten“, die ich auch nicht genauer benennen kann, drinnen sowie Schwarzer Pfeffer und Sandelholz, was diesem Body Mist einfach viel elegante Tiefe und eine recht lange, warme Haltbarkeit beschwert. Rituals verzichtet bei diesem Produkt auf Alkohol, es ist für empfindliche Haut geeignet und sie schaffen es sogar, dass wir noch eine feuchtigkeitsspendende Wirkung bekommen, yay. Ich habe einfach nichts zu meckern, höchstens mit meinem Vergangenheits-Ich, welches viel zu viele Body Mists gekauft hat.


In der Amsterdam Collection gibt es natürlich auch noch die üblichen Vertreter wie das Body Scrub, den Shower Foam und die Kerze, die mich auch fast hat schwach werden lassen 😉 Also wenn ihr Tulpen + Yuzu für eine spannende Kombination haltet, würde ich auch empfehlen, hier einmal selbst zu schnuppern. Ich habe auf jeden Fall gelernt, dass ich in Zukunft an allem riechen sollte, wo Tulpe draufsteht und mich nicht von der Verpackung (ich fand das Design soooo langweilig) abhalten lassen sollte. Gut, dass ich die Wartezeit auf den Anschlussflug sinnvoll genutzt habe. Tulpe + Yuzu <3

Kennt ihr schon etwas aus der Amsterdam Collection? Findet ihr die Duftkombination ebenfalls sehr ausgefallen oder geht sie gar nicht an euch?

Sunday again.

[Gesehen] Severance; viele Videos zum Thema Lego Diebstahl

[Gelesen] Eden – Marc Elsberg; A brief history of a long war – Mariam Najem; Still Missing – Chevy Stevens

[Gehört] Plothouse Podcast

[Getan] mein Walking Pad fast jeden Tag genutzt; ein paar kleinere Radtouren gemacht; viel gelesen & den Regen von drinnen beobachtet; zwei Ausstellungen besucht

[Gegessen] Ananaspizza;

[Getrunken] Kaffee; Schwarzen Tee; viel Leitungswasser

[Gedacht] guckt mal Moskitos, ihr seid zu früh!

[Gefreut] an „unserem“ See hat ein Wasserhuhn ihr Nest mit Küken

[Geärgert] eine Woche voller drückender Schwüle & Gewitter bedeutet leider Kopfschmerzen ohne Ende

[Gewünscht] moderate 23 Grad

[Gekauft] nur Lebensmittel

[Beauty] Anti Dark Spot Sonnenschutzserum LSF50 von Sundance!

Nach meinem letzten Hautarztbesuch bestellte ich mir auf ärztliche Empfehlung ein ziemlich teures Produkt von La Roche Posay, welches ich auch gar nicht schlecht reden will. Aber da ich nicht mehrmals im Jahr eine halbe Niere für meinen Sonnenschutz (ob mit oder ohne Hilfe bei Pigmentflecken) bezahlen mag, habe ich mich natürlich in der Drogerie nach Alternativen umgesehen. So stolperte ich bei DM über das Anti Dark Spot Sonnenschutzserum mit LSF50 von Sundance und war sehr neugierig! Kurz online die Reviews gecheckt und schon durfte es mit mir nach Hause kommen, denn 5,95€ für 50ml sind ziemlich unschlagbar 😉


Zuerst mal die Fakten: wir haben hier ein Anti Dark Spot+ Sonnenschutzserum mit LSF 50+, welches vegan und ohne Parfum, Alkohol, Mineralöle, Parabene und Farbstoffe ist. Stattdessen steckt drinnen 1% Illumiscin-Glow sowie 5% Niacinamide, welche vorhandene Pigmentflecken dank Brightening Complex sichtbar reduzieren und vor dem Entstehen neuer Pigmentflecken schützen sollen. Gleichzeitig soll dem Teint ein strahlendes Aussehen durch die Anwendung verliehen werden, das Serum schnell einziehen und ein angenehmes Hautgefühl hinterlassen. Achtung: dieser UVA+UVB-Schutz ist nicht wasserfest! Die genauen Inhaltsstoffe sind laut Hersteller:

Aqua, Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate, Dibutyl Adipate, C12-15 Alkyl Benzoate, Glycerin, Niacinamide, Tributyl Citrate, Ethylhexyl Triazone, Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine, Oryza Sativa Bran Cera, Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid, Potassium Cetyl Phosphate, Arginine, Disodium Phosphate, Oryza Sativa Starch, Squalane, Tocopheryl Acetate, Ethylhexylglycerin, Hydrogenated Palm Glycerides, Propanediol, Panthenol, Helianthus Annuus Seed Cera, Microcrystalline Cellulose, Chondrus Crispus Powder, Potassium Phosphate, Galactoarabinan, Potassium Hydroxide, Sodium Gluconate, Cellulose Gum, Xanthan Gum, Pentylene Glycol, Caprylhydroxamic Acid, Hordeum Vulgare Extract, Citric Acid, Ascorbyl Palmitate, Tocopherol, Helianthus Annuus Seed Oil.


Meine Erwartungen an dieses Sonnenschutzserum waren nun also die folgenden: zieht schnell und vollständig ein, hinterlässt kein klebriges Gefühl oder weiße Rückstände auf der Haut, irritiert meine Haut nicht, verleiht mir einen strahlenden Teint, schütz/reduziert vielleicht sogar noch meine Pigmentflecken und ist insgesamt ein super Begleiter für den Sommer, denn ich mehrmals am Tag problemlos auftragen kann.


Die Realität sah bei (ich betone) MEINER zu Akne neigenden, erwachsenen Mischhaut leider ganz anders aus. Aber ich meckere schon, obwohl das Produkt noch nicht auf meiner Haut ist, denn durch diesen Pumpspender bleibt immer etwas Produkt im „Pump-Kopf“ zurück und kommt am nächsten Tag als hart verklebter Brocken mit raus. Und das kann ich überhaupt nicht leiden, hier habe ich also schon vorm Benutzen schlechte Laune 😉 Gut, jetzt verteile ich das Sonnenschutzserum auf meiner Haut und Überraschung, das zieht überhaupt nicht problemlos ein. Stattdessen ist meine Haut super fettig-glänzend, klebrig und wenn ich Stunden später mit meinen Fingern über mein Gesicht fahre, rollt sich das Serum nur so ab. Also brr, absolute Katastrophe!

Keine Angst, ich suche den Fehler immer zuerst bei mir und denke, habe ich es falsch benutzt? Also es war definitiv nicht zu viel Produkt, denn man soll einen Teelöffel auf das Gesicht auftragen und ich habe weniger verwendet. Habe ich es in der falschen Reihenfolge benutzt? Zuerst nämlich nachdem meine Tagescreme eingezogen war und später habe ich es dazu gemischt und beide Produkte gleichzeitig aufgetragen. Was gar keinen Unterschied gemacht hat, ich habe ohne Ende geglänzt, hatte ein alles andere als angenehme Hautgefühl und konnte das Produkt abreiben. Weiße Rückstände hatte ich allerdings nicht (ich suche positive Aspekte).

Ich will nicht gleich aufgeben, also benutze ich das Sonnenschutzserum konsequent für zwei Wochen jeden Morgen (aber nur einmal am Tag, denn wir sind keine Freunde) und schaue, was passiert. Meine Haut zeigt mir, wie schrecklich sie das Produkt findet und reagiert mit Hautunreinheiten, primär kleinen Pickelchen auf der Stirn. Es ist kein juckender Ausschlag, aber ich muss mich jetzt entscheiden, was ich besser finde: Pigmentflecken oder Pickel. Um dem Serum noch eine Chance zu geben, meine schon vorhandenen Pigmentflecken zu reduzieren, nutze ich es noch zwei weitere Wochen, denn ich weiß, dass das länger dauert. Am Ende kann ich zumindest sagen, dass ich jetzt von den Pigmentflecken ablenkende Pickel habe, aber das war es dann auch. Keine sichtbare Verbesserung.


Hautpflege ist immer sehr individuell und ich freue mich, wenn ihr mit diesem Produkt super zurechtkommt. In Theorie klingt es fantastisch und ich habe ja online einige positive Bewertungen gelesen, aber in der Realität ist es ein hartes Nein von meiner Haut. Aber auch von meinem Wohlbefinden, denn ja, es ist günstig, aber ich habe kein gutes Hautgefühl, ich bekam Hautunreinheiten und habe den Schutz nicht mehrmals am Tag aufgetragen, da es einfach zu unangenehm war. Womit ich nicht ausreichend vor der Sonne geschützt war, meine Haut somit eher noch mehr Pigmentflecken bekommen könnte, was ja gerade nicht Sinn der Sache sein sollte. Statt strahlendem Teint war das eine fettig-glänzende, klebrige Katastrophe.


Schade, schade, schade – ich hätte euch so gerne eine günstige Alternative für Sonnenschutz und Pigmentfleckenreduzierung/-schutz vorgestellt, aber für mich ist dieses Produkt absolut nicht empfehlenswert. Sundance, ich mag andere Produkte von dir, meine Haut kommt mit diesen gut klar, aber das hier war so gar nichts. Wenn jemand ein gutes Produkt in diese Richtung kennt, ob Drogerie oder nicht, gerne her damit!

Sunday again.

[Gesehen] Stargate Atlantis (ich bin fertig); The Rookie

[Gelesen] Gefrorene Seelen – Giles Blunt; Blood, Sweat, and Pixels – Jason Schreier

[Gehört] diverse „relaxing medieval fantasy study“-Playlists

[Getan] mir einen Holzskulpturen-Park angeschaut; einen Igel im Wald getroffen; eine kleine Radtour gemacht und die Sonne ins Gesicht scheinen lassen

[Gegessen] Vöner; gebratene Champions mit Salat; Brot mit Hummus und Gurke; gebratenen Halloumi mit Knoblauchquark; Omelette mit Babyspinat; Erdnuss-Müsliriegel & Kirschen

[Getrunken] Kaffee mit Zimt & Milch; Orangensaft; Apfeltee

[Gedacht] müüüüüüüüde

[Gefreut] juhu, endlich gab es mal wieder Retter-Tüten bei Lidl und dann waren u.a. auch noch Champignons und Kirschen drinnen

[Geärgert] wie kann ich denn jetzt schon von der ersten Stechmücke erwischt werden..

[Gewünscht] keine Stechmücken.

[Gekauft] eine neue Saunakelle

[Lesenswert] Was ich im Mai gelesen habe!

Diesen Monat habe ich es eeeeeeendlich einmal hinbekommen, Bücher aus meiner eigenen Bibliothek zu lesen, welche dort teilweise seit 2010 stehen und auf mich warten. Was jetzt zu spannenderen und weniger guten Leseerlebnissen geführt hat, aber vor allem auch dazu, dass ich ein paar dieser Bücher danach in den öffentlichen Bücherschränken im Umkreis verteilen konnte! Habe ich immer noch zu viele ungelesene Bücher bei meinen Eltern? Absolut, aber ich arbeite daran und gaaanz langsam werden die Regale leerer.

Insgesamt habe ich es hingekriegt, diesen Monat 13 Bücher zu lesen, woohoo. Ich habe meist morgens nach dem Aufwachen nicht Zeit am Handy verschwendet, sondern einfach dreißig Minuten gelesen und was soll ich sagen, das ist ein besserer Start in den Tag und hilft dabei, meinen SUB anzubauen. Im Nachfolgenden stelle ich euch nun alle Bücher vor, die ich gelesen habe, verlinke sie euch (mit Amazon-Partnerlink) und erzähle kurz, wie sie mir gefallen haben.


Alison von Lizzy Stewart Diese Graphic Novel über das Leben einer jungen Frau, die sich von einem viel älteren Künstler selbst zur Kunst bringen lässt, habe ich in der Bib gefunden und sehr viel Spaß beim Lesen gehabt. Wenn auch die Story irgendwie etwas mehr Tiefe hätte haben dürfen, so waren die Illustrationen eine reine Freude und haben dies für mich wieder ausgeglichen!

Careless People von Sarah Wynn-Williams Wir bekommen hier sehr viele Einblicke in die Arbeitkultur von Facebook und natürlich muss man sich beim Lesen fragen, wieviel hiervon stimmt..aber ich gestehe, ich glaube der Autorin hier recht viel und es ist erschreckend, wie dort mit Menschen umgegangen wird. Nicht überraschend, aber trotzdem erschreckend. Ich empfehle euch, hier einmal reinzulesen.

Dreh dich nicht um von Karin Slaughter Schon vorm Lesen war ich mir sicher, dass ich dieses Buch aus meiner Sammlung schon einmal gelesen habe, aber da ich mich nicht mehr an die Lösung erinnerte, las ich es nochmal. Erneut war die Story um mehrere Morde an einer amerikanischen Uni, welche von Sarah Linton aufgeklärt werden, ok, nicht weltbewegend und ich habe das Buch schnell während zwei Flügen durchgelesen. Damit ich es nicht in zehn Jahren noch einmal lese, durfte es nun in einen öffentlichen Bücherschrank umziehen. Aber natürlich lese ich weiterhin alles, was Karin Slaughter neu herausbringt.


Das Dschungelkind von C. Davis habe ich emotional bedingt gelesen. Ich kannte das Buch nicht, fand es aber (leider schon ziemlich kaputt) bei meinen Großeltern im Keller und konnte es nicht ungelesen entsorgen. Somit habe ich jetzt durch das Verfolgen von Erlebnissen eines abenteuerlichen Mädchens ein bisschen mehr Ahnung davon, wie sich britische Menschen 1940 das Leben in Indien vorgestellt haben. Im Buch gab es zu Beginn eines Kapitels oft eine Illustration und können wir das bitte wieder für alle Bücher einführen?

Eine von uns von Amelie Fried Nelly hat das perfekte Leben: verheiratet mit einem erfolgreichen Wirtschaftscoach, ein tolles Haus, zwei Kinder auf einer Privatschule und nebenbei noch ihren Video-Blog „Happy wife, happy life“. Dann verändert ein Unfall plötzlich alles und bringt einige unschöne Wahrheiten ans Licht. Wir bekommen viele Klischees, wenig Tiefe, das Buch kann man sehr schnell runterlesen, aber ich verstehe die sehr guten Bewertungen nicht. Es war ok, nicht mehr, nicht weniger, aber hätte ich es lesen müssen? Nein 😉 Kam aus dem öffentlichen Bücherschrank und darf dort wieder hin, um ein neues Zuhause zu finden, wo es mehr geliebt wird.

Gefrorene Seelen von Giles Blunt Dies war ein Buch aus dem Keller meiner Eltern, von dem niemand wusste, woher es einmal gekommen ist. Aber bei fast 30 Grad wollte ich gerne etwas über Schnee in Kanada lesen und somit war die Entdeckung einer eingefrorenen Mädchenleiche in einem Minenschacht genau meines. Dies ist der erste Band der mir unbekannten Detective John Cardinal Reihe, aber es reizt mich nicht, mehr zu lesen. Alles wirkte zu konstruiert und aufgezwungen und wäre ich nicht hier erneut im Flugzeug gewesen, hätte ich lieber zu einem anderen Buch gegriffen. Durfte dann auch wieder in den Bücherschrank.

Ich darf nicht schlafen von S.J. Watson Christine wacht ohne Erinnerung auf, doch ist sie plötzlich viel älter und hat einen Ehemann, welchen sie nicht kennt. Ihr wird erklärt, dass durch einen Unfall ihr Gedächtnis beeinträchtigt wurde und sie nach dem Schlafen erneut alles vergessen haben wird – somit beginnt sie, mit ihrem Therapeuten gemeinsam, ein Tagebuch zu führen, um herauszufinden, was passiert ist. Spannend, da man immer überlegt, wer hier gerade wohl die Wahrheit sagt oder warum gelogen wird, aber zum Ende hin wird es zu „offensichtlich“ und etwas langweilig. Insgesamt aber kurzweilig, schnell zu lesen und jetzt nicht mehr in meinem Bücherregal.

Im Durcheinander der Liebe von Francois Lelord Dieses Buch habe ich in meinem Besitz, da ich alles über Inuit lese, was mir in die Hände kommt. Aber ganz ehrlich, das war eher meh, also wir haben den Inuk Ulik, welcher als Repräsentant seiner Menschen nach Paris kommt, sich dort aber in Männer-Frauen-Beziehungen verliert. Lelord als Psychiater versucht hier, uns unsere eigene Kultur zu spiegeln, sie aus anderen Augen zu zeigen, aber es verliert sich in solch langweiligen Stereotypen..oder ich bin einfach die falsche Person für dieses Buch. Es durfte nach der Lektüre ebenfalls ausziehen!


Jenseits der Untiefen von Favel Parrett Ein trauriges, raues Buch mit einer auf Tasmanien spielenden Familiengeschichte, die einerseits kurz und knapp erzählt wurde, mir aber irgendwie zu wenig gab, um richtig mitzufühlen. Wobei ich immer wieder daran denken muss, also einen bleibenden Eindruck hat das Schicksal der drei Brüder bei mir hinterlassen. Hier würde ich gerne ein weiteres Werk der Autorin lesen, dieses muss ich aber nicht in meinem Schrank haben, somit tschüss.

Kalteis von Andrea Maria Schenkel Mit Tannöd konnte ich nicht warm werden, aber ich war neugierig, ob dieses Werk von Schenkel mir besser gefällt. Klares JA! Wir haben eine Reihe von ermordeten Frauen und suchen einen Mörder in den 30er Jahren in München, während wir gleichzeitig der jungen Kathie folgen, die in der Stadt ihr Glück finden will. Es ist brutal, es ist hart zu lesen, aber es ist sehr gut geschrieben und ich war gefesselt. Aber auch dieses Buch durfte nach dem Lesen ausziehen, denn noch einmal lese ich Krimis/Thriller eigentlich nicht.

Mothballs von Sole Otero Soooo wunderschön illustriert, diese dicke Graphic Novel war ein fantastisches Lese-Erlebnis. Dabei ist die Geschichte der italienischen Urgroßeltern, die aus politischen Gründen nach Argentinien fliehen und sich dort ein neues Leben aufbauen müssen, alles andere als schön. Aber die Geschichte über mehrere Generationen hinweg zu verfolgen, macht visuell richtig Spaß und ich habe schon ein weiteres Werk von Sole Otero in der Bib bestellt. Wunderbar und das beste Buch im Mai für mich!

Sogar Papageien überleben uns von Olga Martynova 2010 habe ich die Autorin auf der Frankfurter Buchmesse lesen hören und musste das Buch direkt kaufen. Seitdem stand es im Schrank und jetzt habe ich es zwar gelesen und einige konzeptuelle Dinge auch toll gefunden, aber insgesamt war das Lesevergnügen eher mäßig, da ich vielem in der Story, die zwischen Deutschland und Russland spielt, nur bedingt folgen konnte. Schade (und ja, es durfte ebenfalls ausziehen).

Unser Tag ist heute von Virginie Grimaldi Das Cover hat mich gekriegt und ich habe es im öffentlichen Bücherschrank mitgenommen, als ich die anderen Bücher gerade hingebracht habe. Wir haben die 74-jährige Jeanne, die nach dem Tod ihres Mannes aus finanziellen Gründen zwei Zimmer in ihrer Wohnung untervermieten muss. Sie bekommt eine junge Frau und einen jungen Mann, welche unterschiedliche Geschichten haben, als Untermieter und wir lesen, wie sich dies entwickelt. Es war ein nettes Buch, aber auch hier war ich nur bedingt emotional berührt, also es war nett, aber nicht „wow“. Dafür, dass diese Autorin in Frankreich so gefeiert wird, habe ich einfach mehr erwartet. Ich habe es meiner Mama gegeben, aber danach darf es dann auch wieder in en Bücherschrank.



Ihr seht, der Mai war nicht DER Monat, wo ein Lese-Highlight das nächste jagt, aber das ist auch ok. Besonders freut mich, dass ich zehn Bücher von meinem SUB gelesen und danach aussortiert habe, also endlich mal wieder ein bisschen Fortschritt in meinen eigenen, zweireihig stehenden Bücherregalen gemacht habe. Normalerweise lese ich sehr viele Bücher aus der Bibliothek, da ich sie nicht kaufen will und vernachlässige, was in meinen eigenen Schränken steht. Durch die zwei Wochen Urlaub bei meinen Eltern konnte ich da aber nun wirklich einiges lesen und auch, wenn da noch sehr viel mehr Bücher auf mich warten, das fühlt sich gut an!

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